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Wiener Küche
Rezepte anno 1926 |
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| Die Rezepte sind für sechs bis acht Personen berechnet,
wenn nichts anderes angegeben ist |
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| Der Inhalt (Texte, Rechtschreibung, Angaben, Grafiken
etc...) ist der Originalausgabe von 1926 entnommen. Die Rezepte entsprechen dem
Koch- und Ernährungsstandard von 1926. |
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| Fische |
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| A l l g e m e i n e s ü
b e r S e e f i s c h e |
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| Man übergieße den Seefisch mit kochendem
Wasser, schütte es gleich ab und lasse ihn dann ½ Stunde in starkem Essigwasser stehen.
Dann verliert sich der Geruch vollkommen. Fische dürfen nicht stark kochen, sondern
sollen am Herdrande langsam ziehen. |
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| Gebackener Seefisch |
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| Nach der oben angegebenen Behandlung wird
der Fisch abgetrocknet, in Scheiben geteilt, gesalzen, in Mehl, Ei und Brösel paniert und
in Kunerol gebacken. |
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| Gratinierter Seefisch |
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Seefisch, Mehl, Thea, 2 dkg Mehl, 1/8 Liter Milch, 3 dkg
Parmesan,
3 Löffeln Paradeismark, Salz |
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| Nach der oben angeführten Behandlung den
Seefisch abwischen, auf beiden Seiten salzen, 1 Seite bemehlen, rasch abbraten, mit der
bemehlten Seite nach unten. Eine Gratinierschüssel wird mit Thea ausgeschmiert, der Fisch
wird daraufgelegt, mit einer Bechamel von 5 dkg Thea, 2 dkg Mehl, 1/8 Liter Milch, 3 dkg
Parmesan, 3 Löffeln Paradeismark, Salz überzogen und im Rohr gratiniert. Obenauf
Parmesan und Theaflocken streuen. |
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| Gebackene Sardinen |
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| 20 frische Sardinen oder auch Ölsardinen
werden geputzt, in Tropfteig getaucht, rasch in heißem Kunerol herausgebacken, gesalzen
und sofort serviert. Man reicht Mayonnaise dazu. Tropfteig: 12 dkg Mehl, 4 Eßlöffel Öl,
Salz, etwas lauwarmes Bier vermischen, 1 Stunde stehen lassen, 4 Klar Schnee dazugeben und
sofort verwenden. |
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Karpfen
Cyprinus carpio L. |
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Größe: 25-75 cm, max. bis 120 cm. Gewicht: Bis zu 30
kg.
Körperform: Der Körper der Stammform des Karpfens ist gestreckt und seitlich etwas
abgeflacht. Am endständigen und vorstülpbaren Mund sitzen 4 Bartfäden.
Flossen: Die Rückenflosse hat 20-26, die Afterflosse 8 Strahlen.
Die Schwanzflosse ist deutlich zweizipfelig.
Schuppen: Der Karpfen hat große Schuppen entlang der Seitenlinie. |
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Der Karpfen bevorzugt warme, stehende oder langsam
fließende Gewässer mit Pflanzenwuchs und weichem Bodengrund. Er ist relativ
unempfindlich gegenüber Schwankungen des pH-Wertes und des Sauerstoffgehaltes. |
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| Tagsüber ist er scheu und hält sich meist in
tieferen Gewässerbereichen oder in Verstecken auf, um erst bei Einbruch der Dämmerung
aktiv zu werden. Als Nahrung dienen vorwiegend Bodentiere (Würmer, Schnecken, Muscheln,
Kleinkrebse, Insektenlarven), die durch Vorstülpen des Maules aufgenommen werden. Die
Laichzeit des Karpfens fällt in die Zeit von Mai - Juli bei Temperaturen von 18 - 20 °
C. Die ca. 1 mm großen Eier (100.000 - 200.000/kg Körpergewicht) werden in flachen
Uferbereichen unter heftigen Laichspielen an Wasserpflanzen angeklebt. |
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| Vorkommen in Europa: Die Wildform des Karpfens
(Schuppenkarpfen) war ursprünglich nur in den Flußsystemen des Schwarzen und Kaspischen
Meeres beheimatet. Der Karpfen wurde schon im Altertum vom Menschen weiter verbreitet und
ist heute in ganz Europa - mit Ausnahme Skandinaviens - zu finden. In Flüssen wie der
Donau, wo die Karpfenvermehrung besonders in den jahreszeitlich bedingten
Überschwemmungsregionen in vergangenen Zeiten sehr groß war und im Rahmen von
zahlreichen Regulierungen des Donauverlaufes erheblich abnahmen, handelte es sich bei den
normal proportionierten Schuppenkarpfen zum Teil noch um echte Wildkarpfen, viel öfter
jedoch um verwilderte Hauskarpfen bzw. ursprüngliche Hauskarpfen. |
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| Paprikakarpfen |
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| 1 ½ kg Karpfen. Man lässt 5 bis 6
geschnittene Zwiebeln in 12 dag Thea rösten, gibt Paprika und Pfeffer dazu, gießt ½
Liter sauren Rahm hinein. Den vorher gesalzenen, in Stücke geteilten Fisch legt man, mit
der Haut nach oben, in diesen Sud und kocht ihn in zugedeckter Pfanne vorsichtig am
Herdrande ungefähr 20 Minuten, richtet die Stücke an und passiert die Sauce, der man
Paradeismark beigeben kann, darüber. |
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| Gebackener Karpfen |
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| Ein 1 ½ kg schwerer Karpfen wird
geschuppt, ausgenommen, abgetrocknet, in Scheiben geschnitten, gesalzen, in Mehl, Ei,
Brösel paniert, und in Kunerol ausgebacken. |
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| Gesulzter Karpfen |
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| 1 ½ kg Karpfen, 2 bis 3 Fischblasen, 70 dag Zwiebeln, 2
Büschel Suppengrünes, Gewürz |
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| 1 ½ kg Karpfen, extra 2 bis 3
Fischblasen, 70 dag Zwiebeln ohne Schalen, 2 Büschel Suppengrünes, Gewürz, 2 Liter
Wasser. Das feingeschnittene Grünzeug, die Fischblasen und die Zwiebeln weich kochen,
Essig hineinspritzen, die gesalzenen Fischstücke hineingeben, am Herdrande ziehen lassen
(ungefähr 15 Minuten), herausnehmen, schön anrichten. Inzwischen die Kopfstücke 15 bis
20 Minuten kochen lassen, anrichten, die Suppe mit Eiweiß klären und durch ein Sieb
darübergießen. |
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197 neue erprobte Rezepte für jeden Haushalt
erschienen 1926
Kunerolwerke AG - Wien-Atzgersdorf
Kochbuch 3 / 64 Seiten
Dritte neubearbeitete Auflage |
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| Die Rezepte sind für sechs bis acht Personen berechnet, wenn nichts anderes
angegeben ist |
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Der Inhalt (Texte, Rechtschreibung, Angaben, Grafiken
etc...) ist der Originalausgabe von 1926 entnommen.
Die Rezepte entsprechen dem Koch- und Ernährungsstandard von 1926. |
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