 |
Wiener Küche
Rezepte anno 1926 |
 |
| Die Rezepte sind für sechs bis acht Personen berechnet,
wenn nichts anderes angegeben ist |
 |
| Der Inhalt (Texte, Rechtschreibung, Angaben, Grafiken
etc...) ist der Originalausgabe von 1926 entnommen. Die Rezepte entsprechen dem
Koch- und Ernährungsstandard von 1926. |
|
|
 |
|
 |
|
|
|
 |
| Torten, Mehlspeisen |
 |
 |
 |
| Topfentorte |
 |
| 40 dkg Topfen, 5 Eidotter, 15 dkg Thea, 3 dkg Bröseln und
3 dkg abgezogene geriebene Mandeln, 15 dkg Zucker, 5 Klar Schnee, eine Messerspitze
Backpulver. |
 |
| Die Thea mit den Dottern gut abtreiben,
alles vermischen, in Tortenform füllen, langsam backen. |
 |
| Linzertorte |
 |
| 14 dkg Thea, 14 dkg Zucker, 14 dkg Mandeln, 14 dkg Mehl, 2
gekochte Dotter, 1 ganzes Ei, 6 gestoßene Kaffeebohnen, 1 Messerspitze Gewürz,
Zitronenschale. |
 |
| Diese Masse auf dem Brett gut
durcharbeiten, Tortenblech mit ausgewalktem Teig belegen, mit Ribiselmarmelade
bestreichen, ein Gitter darüber machen, vorsichtig backen. |
 |
| Mohntorte |
 |
| 3 Dotter mit 10 dkg Thea abtreiben, 2 Rippen Schokolade, 10
dkg Zucker, 10 dkg geriebenen Mohn, 10 dkg geriebene Nüsse, ½ Zitrone, Saft und Schale,
2 Eßlöffel Rum, 3 Klar Schnee und eine kleine Messerspitze Backpulver. |
 |
| In eine mit Thea ausgeschmierte Form
füllen, backen, wenn erkaltet mit Rumeis glasieren oder nur anzuckern. |
 |
| Thea-Kipferl |
 |
| Aus 15 dkg Thea, 15 dkg Mehl und 15 dkg passiertem Topfen
einen Teig bereiten, salzen und rasten lassen. |
 |
| In viereckige Stücke radeln, mit
Marillenmarmelade füllen, zusammenrollen, formen, mit Ei bestreichen und bei mäßiger
Hitze backen. |
 |
| Blitzkuchen |
 |
| 10 dkg Thea, 10 dkg Zucker, 2 Eier, 10 dkg Mehl |
 |
| 10 dkg Thea, 10 dkg Zucker, 2 ganze Eier
eine Viertelstunde abtreiben, 10 dkg Mehl dazugeben, in geschmierter Form backen, mit
Marmelade füllen, mit Zucker bestreuen. |
 |
| Mürbe Torte mit Nußfülle |
 |
22 dkg Thea, 22 dkg Mehl, 10 dkg Zucker, 10 dkg Mandeln
Nußfülle: ¼ kg Nüsse, 20 dkg Zucker, 1/8 Liter Milch, Zitronensaft, Rum |
 |
| Aus 22 dkg Thea, 22 dkg Mehl, 10 dkg
Zucker, 10 dkg Mandeln einen mürben Teig machen, 4 Blätter backen. Die Blätter werden
mit folgender Fülle gefüllt und die Torte wird mit Rumeis überzogen. Nußfülle: ¼ kg
Nüsse, 20 dkg Zucker, 1/8 Liter Milch läßt man aufkochen. Zitronensaft, Rum gibt man
dazu. Die Torte soll 1 bis 2 Tage stehen. |
 |
| Mandeltorte |
 |
| (Kann auch mit Cocosette gemacht werden.) 10 dkg Thea mit
15 dkg Zucker abtreiben, nach und nach 5 Dotter dazugeben, 12 dkg abgezogene, geriebene
Mandeln oder Cocosette, 1 ½ Rippen Schokolade, Zitronenschale, 3 Klar Schnee. |
 |
| Daraus werden 2 Blätter gebacken, jedes
durchschnitten und mit folgender Fülle gefüllt, obenauf mit Schokoladeglasur überzogen.
Fülle: 10 dkg Haselnüsse abziehen, mit Zucker brennen, fein reiben, mit ¼ Liter
Schlagobers vermischen, nach Geschmack nachzuckern. |
 |
| Punschtorte |
 |
| 24 dkg Zucker werden mit 8 Dottern schaumig abgetrieben, 9
dkg zerlassene Thea, Zitronensaft, 1 Löffel Rum, 13 dkg Kartoffelmehl, zuletzt 8 Klar
Schnee. |
 |
| Die Masse wird gebacken und mit folgender
Fülle gefüllt: 12 dkg Zucker, 4 ganze Eier, 2 Löffel Rum am Dunst schlagen bis
dicklich, 4 dkg schaumig gerührte Thea, wenn erkaltet, hineinrühren. Obenauf Rumglasur. |
|
 |
 |
| Edelkastanie |
 |
Die Edelkastanie (Castanea sativa Mill.), auch Esskastanie, Essbare Kastanie oder Echte
Kastanie genannt, ist eine Baumart in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Sie ist
in Mitteleuropa bereits seit langer Zeit etabliert und zählt daher zu den sogenannten
Archäophyten.
Verwendung als Nahrungsmittel
In den italienischen Alpentälern sowie in den Regionen der Schweiz, die klimatisch so
begünstigt waren, dass die Kastanien dort gedeihen konnte, galt die Kastanie früher als
Bestandteil der Nahrungsmittel, mit denen man Zeiten der Mißernten überstehen konnte.
Man veranschlagte, dass die stärkereichen Früchte eines Baumes ausreichten, um einen
Winter zu überstehen.
Maronen als Bestandteil traditioneller Regionalküche
Maronenpüree ist eine typisch ungarische Spezialität, ohne die ein Winter in Ungarn
undenkbar wäre. Es wird in nahezu jeder ungarischen Konditorei angeboten. Aus dem Püree
lassen sich beispielsweise auch schmackhafte Kuchen herstellen. |
 |
Die Herstellung einer süßen Krem (sogenannte
Maronenkrem) aus dem Fruchtmark ist aber auch in anderen Anbaugebieten (beispielsweise
Südfrankreich) verbreitet. Korsika ist bekannt für sein Kastanienmehl, aus dem Suppe und
eine Art Polenta hergestellt werden. Um Kastanienmehl zu erhalten, werden die Kastanien
erst getrocknet, dann geröstet und schließlich gemahlen. Seit einigen Jahren gibt es auf
Korsika auch Bier mit Kastanienmehl (Pietra), es schmeckt mild und würzig.
In Deutschland und Österreich werden Edelkastanien
oft geröstet auf Weihnachtsmärkten angeboten. In Österreich werden diese
Verkaufsstände als Maronibrater bezeichnet. Des Weiteren finden Maronen Verwendung als
Füllung von gebratenem Geflügel (beispielsweise Gans oder Truthahn) oder als gekochte
Beilage.
Verarbeitungsweise
Die Edelkastanien werden am spitzen Ende kreuzweise eingeschnitten und etwa 10 Minuten
trocken in einer unbeschichteten Pfanne, oder im Backofen (bei mindestens 200 °C), oder
unter dem Grill geröstet. Man kann sie stattdessen auch ca. 20 Minuten in Wasser kochen,
dann schmecken sie etwas weicher und mehliger. Vor dem Verzehr werden die Maronen
geschält und die darunterliegende braune Haut entfernt; die leider immer in gewisser
Menge vorhandenen schlechten Exemplare muss man aussortieren. Weiterhin sollte man die
unter der Schale befindlichen Härchen gründlich entfernen, da diese sehr bitter
schmecken. Zur Herstellung eines Pürees müssen die Maronen vorm Pürieren etwa 20
Minuten in kochendem Wasser gedünstet werden. |
 |
|
|
|
Dieser Bericht basiert auf einem Artikel der |
 |
 |
 |
|
|
|
|
|
 |
| Kastanientorte |
 |
| 15 dag Thea, 15 dag Zucker, 5 Eier, 1 Rippe Schokolade, 21
dag passierte Kastanien, Schlagobers, Schokoladeguss |
 |
| 15 dag Thea, 15 dag Zucker, 5 Dotter eine
Viertelstunde abtreiben, 1 Rippe Schokolade, 21 dag passierte Kastanien, 5 Klar Schnee.
Diese Masse wird gebacken, wenn erkaltet einmal durchgeschnitten, mit Schlagobers gefüllt
und obenauf mit Schokoladeguss überzogen. |
 |
| Schokoladecremetorte |
 |
| Thea, Zucker, 4 Eier, geriebene Mandeln, Schokolade,
Vanille |
 |
| 3 Ei schwer Thea, 4 Ei schwer Zucker
schaumig rühren, 4 ganze Eier dazu, 3 Ei schwer geriebene Mandeln, 1 Ei schwer
Schokolade, Vanille. Diese Masse wird langsam gebacken und (wenn sie erkaltet ist) mit
Schlagobers gefüllt und überzogen, obenauf mit Grillage von Mandeln oder nur mit
gestiftelten, gerösteten Mandeln bestreut. |
 |
| Schokoladetorte |
 |
12 dkg Schokolade, 7 dkg Thea, 14 dkg Zucker, 5 Dotter,
5 Klar, 9 dkg Mehl
Fülle: 10 dkg Schokolade, 4 dkg Zucker, 1/10 Liter Wasser, 4 dkg Thea |
 |
| 12 dkg Schokolade mit einem Löffel Wasser
auflösen und mit 7 dkg Thea schaumig rühren, 14 dkg Zucker, 5 Dotter, zum Schluß 5 Klar
Schnee und 9 dkg Mehl dazu. Wenn die Torte gebacken und ausgekühlt ist, zweimal
durchschneiden und mit folgender Fülle füllen. Fülle: 10 dkg Schokolade, 4 dkg Zucker,
1/10 Liter Wasser dick einkochen lassen, bis zum Auskühlen rühren, nach und nach 4 dkg
Thea hinein, obenauf Schokoladeglasur. |
 |
| Schokoladetorte ohne Dotter |
 |
| 8 dkg Thea, Schokolade, 16 dkg Zucker, 6 Klar Schnee, 8 dkg
Mehl |
 |
| 8 dkg Thea zerlassen, mit 4 Rippen
erweichter Schokolade gut verrühren. 16 dkg Zucker nach und nach dazu, 6 Klar Schnee, 8
dkg Mehl zum Schluß leicht einrühren, vorsichtig backen. Obenauf Schokoladeglasur. Diese
Masse eignet sich sehr gut zu Weichsel- und Kirschenkuchen, weiters zu dünnen
Tortenblättern, die man mit Schlagobers zusammensetzt und mit Schokoladeglasur
überzieht. |
 |
| Haselnußtorte ohne Dotter |
 |
| 10 dkg Haselnüsse, 6 dkg Schokolade, 8 dkg Zucker, 4 Klar,
von ½ Zitrone |
 |
| 10 dkg geriebene, geröstete Haselnüsse,
6 dkg Schokolade, 8 dkg Zucker, 4 Klar Schnee, von ½ Zitrone die Schale gut vermischen,
in eine mit Thea gut ausgeschmierte Tortenform füllen, backen; obenauf Schokoladeglasur. |
 |
| Schokoladetorte oder Schnitten |
 |
| 12 dkg Thea, 12 dkg Zucker, 2 Dotter, 6 dkg Schokolade, 2
Klar, 12 dkg Mehl |
 |
| 12 dkg Thea werden mit 12 dkg Zucker gut
abgetrieben, 2 Dotter dazu, 6 dkg erweichte Schokolade, 2 Klar Schnee und 12 dkg Mehl;
langsam backen, einmal durchschneiden, wenn erkaltet mit Marmelade füllen, obenauf
Schokoladeglasur. |
|
 |
 |
Biskuitmasse für Torten, Kuchen
und
kleine Bäckereien |
 |
| 4 Eier, 10 dkg Zucker, 3 dkg Thea, 10 dkg griffiges Mehl |
 |
| 4 ganze Eier werden am Dunst mit 10 dkg
Zucker geschlagen, 3 dkg überkühlte zerlassene Thea und 10 dkg griffiges Mehl leicht
einrühren, in gut mit Thea geschmierter Form oder auf dem Blech backen. |
 |
| Mohnstrudel |
 |
| ½ kg Mehl, 1 Ei, 6 dkg Zucker, 1/8 Liter Obers, 3 dkg
Germ, 10 dkg Thea, Salz. |
 |
Der gut abgeschlagene Germteig wird nach
einer Stunde Rastzeit auf dem bemehlten Nudelbrett ausgewalzt, mit der Fülle bestrichen,
mit zerlassener Thea beträufelt, zusammengerollt, mit Eiklar bestrichen und gebacken.
Mohnfülle: ¼ kg geriebener Mohn, 10 dkg Zucker, 3 dkg Rosinen, 2 Eßlöffel Milch, 1
Eßlöffel Honig, Zitronengeruch.
Derselbe Teig kann auch mit Schokoladefülle gefüllt werden: 6 dkg Thea mit 2 Dottern
abtreiben, 1 Löffel Zucker, 4 Rippen Schokolade und Schnee von 3-4 Klar, 5 dkg Rosinen,
Vanillegeschmack. |
 |
| Savarin |
 |
| 12,5 dag Mehl, 7,5 dag Thea, 1 dag Germ, 1 ganzes Ei,
Zucker, Salz. |
 |
| Aus der Germ, ungefähr 6 dag Mehl und
etwas lauer Milch ein Dampfl machen, das übrige Mehl mit der zerlassenen Thea und den
Eiern nach und nach abschlagen, zuckern, salzen, alles gut abarbeiten bis der Teig glatt
vom Löffel geht. In gut ausgeschmierte, bemehlte Reifenform füllen (der Teig geht stark
auf, daher muß die Form hoch genug sein), langsam gehen lassen, backen; wenn aus der
Röhre, mit Rumsyrup (Gemisch von gesponnenem Zucker und Rum) übergießen und mit
aufgelöster Marillenmarmelade überziehen, mit Kompott garniert kalt servieren. |
 |
| Nußkipfel |
 |
12 dag Thea, 2 Eier, 16 dag Mehl, 2 dag Germ
Nussfülle: 14 dag geriebene Nüsse, 4 Esslöffel Zucker, etwas Honig, geriebene
Zitronenschale, Gewürz nach Geschmack, Rosinen |
 |
12 dag Thea mit 2 Dottern gut abtreiben
und auf dem Nudelbrett mit 16 dag Mehl, 2 dag aufgelöster Germ einen Teig kneten. 1
Stunde rasten lassen, messerrückendick auswalken, in Vierecke schneiden. Die Fülle wird
in eine Ecke gelegt, das Viereck zusammengerollt und kipfelförmig gebogen, mit Eigelb
bestrichen, goldbraun gebacken.
Nussfülle: 14 dag geriebene Nüsse, 4 Esslöffel Zucker, etwas Honig, geriebene
Zitronenschale, Gewürz nach Geschmack, Rosinen |
 |
| Schnecken |
 |
| ½ kg Mehl, 1/8 kg Thea, 2 Dotter, ungefähr ½ Liter
Milch, 1 dkg Germ, Salz, 2 Eßlöffel Zucker zu einem Teig verarbeiten, der sich gut
ausziehen läßt. |
 |
Wenn gerastet, auf bemehltem Strudeltuch
ausziehen, mit folgender Fülle bestreuen, reichlich mit zerlassener Thea beträufeln,
einrollen, kleine Stücke abschneiden, zu Schnecken formen, nochmals auf dem Blech gehen
lassen, mit Ei bestreichen und im Rohr backen. Man kann sie mit Rumeis glacieren.
Fülle: 2 Löffel Zimt, 10 dkg Zucker, 10 dkg Mandeln, gerieben, 10 dkg Rosinen.
Rumeis: Fondant mit Rum auflösen oder Staubzucker gut mit Rum verrühren. |
 |
| Feine Schnecken aus Germbutterteig |
 |
21 dkg griffiges Mehl, 5 dkg Thea, 2 dkg Staubzucker, 1 Ei,
2 ½ dkg Germ, Salz
Fülle: 10 dkg geriebene Nüsse, 10 dkg Staubzucker, 7 dkg Rosinen, 2 dkg gehackte
Arancini, Zimt. |
 |
| Man bereitet einen Germteig aus 21 dkg
griffigem Mehl, 5 dkg zerlassener Thea, 2 dkg Staubzucker, 1 Ei und einem Dampfl aus 2 ½
dkg Germ, Salz, Zitronenschale. Gibt etwas Milch zu nach Bedarf und schlägt den Teig sehr
fest ab bis er vom Löffel geht, nun läßt man ihn langsam gehen. 10 dkg Thea werden mit
4 dkg Mehl abgerebelt und kalt gestellt. Den Germteig auswalken, obiges hineinschlagen,
dreimal zusammenlegen wie Butterteig, rasten lassen, auswalken, mit Thea bespritzen, mit
Fülle bestreuen, rollen, in Stücke schneiden, welche man zu Schnecken formt, auf dem
Blech gehen lassen, mit Ei bestreichen, backen, obenauf mit Rumeis überziehen. Fülle: 10
dkg geriebene Nüsse, 10 dkg Staubzucker, 7 dkg Rosinen, 2 dkg gehackte Arancini, Zimt. |
 |
| Buchteln |
 |
| ½ kg Mehl, 2 Dotter, 1/8 Liter Milch, 6 dkg Zucker, 6 dkg
Thea, 2 dkg Germ, Salz, ¼ kg Marmelade |
 |
| ½ kg Mehl, 2 Dotter, 1/8 Liter Milch, 6
dkg Zucker, 6 dkg Thea, 2 dkg Germ, Salz, ¼ kg Marmelade. Der ziemlich feste Germteig
wird nach 1 Stunde Rastzeit ausgewalkt, in Vierecke geschnitten, mit beliebiger Marmelade
gefüllt, eingerollt, in zerlassene Thea eingetaucht und langsam gebacken. |
 |
| Gugelhupf |
 |
| 16 dag Thea, 10 dag,, 5 Eier, 32 dag Mehl, 1/8 Liter Milch,
2 dag Germ, Salz, die Schale von ½ Zitrone, 5 dag Rosinen |
 |
| 16 dag Thea werden mit 10 dag Zucker gut
abgetrieben, 4 Dotter und 1 ganzes Ei werden nach und nach dazugegeben, ferner noch 32 dag
Mehl, 2 dag (in 1/8 Liter lauer Milch zerbröckelter) Germ, Salz, die Schale von ½
Zitrone. Dies alles ½ Stunde tüchtig abschlagen, bis sich Blasen zeigen. Dann 5 dag
geputzte Rosinen dazugeben und 1 Stunde rasten lassen, in gut geschmierter Form langsam
backen. |
 |
| Thea-Schnitten |
 |
| 21 dkg Mehl, 16 dkg Thea, 26 dkg Zucker, 7 Eier, 16 dkg
Mandeln, Zimt |
 |
| 21 dkg Mehl, 16 dkg Thea, 10 dkg Zucker
mit 1 bis 2 Dottern verarbeiten, auf dem Nudelbrett auswalken und ein wenig auf
länglichem Blech überbacken. Herausnehmen, mit Marmelade bestreichen und folgende Masse
darübergeben: 5 Klar Schnee, 16 dkg Zucker, 16 dkg ungeschälte geriebene Mandeln, Zimt.
Obenauf grobgehackte, abgezogene Mandeln streuen. Die Schnitten nochmals ein paar Minuten
backen. Solange sie heiß sind, in Vierecke schneiden. |
 |
| Kirschenkuchen |
 |
| 1/8 kg Thea, 1/8 kg Zucker, 3 Eier, 9 dkg Mehl, Kirschen |
 |
| 1/8 kg Thea schaumig rühren, 1/8 kg
Zucker, 2 Dotter, 1 ganzes Ei, 9 dkg Mehl gut vermischen, auf kleines, geschlossenes, gut
geschmiertes Blech geben, mit frischen Kirschen oder Dunstkirschen belegen, langsam
backen. |
 |
| Weichsel- oder Kirschenkuchen |
 |
| 4 Eier, 10 dkg Zucker, 10 dkg Bröseln, Zimt,
Zitronenschale, Weichseln |
 |
| Aus 4 Dottern, 10 dkg Zucker, 4 Schnee, 10
dkg Bröseln, Zimt, Zitronenschale einen Teig rühren, mit frischen oder konservierten
Weichseln oder Kirschen in gut mit Thea ausgeschmierter Form belegen, backen, warm
servieren und mit dem Fruchtsaft übergießen. |
 |
| Mürbe Körbchen |
 |
| 28 dkg Mehl, 21 dkg Thea, 3 dkg Mandeln, 2 Dottern, Zucker |
 |
| Man bereitet aus 28 dkg Mehl, 21 dkg Thea,
3 dkg Mandeln, 2 Dottern, ein wenig Zucker einen mürben Teig, und backt blind (das
heißt, indem man ganze getrocknete Erbsen als Beschwerung mitbackt und dann entfernt)
kleine Körbchen, die man ausgekühlt mit Weichselfleisch belegt und mit Schokoladecreme
(1/4 Liter Schlagobers wird mit ¼ kg Schokolade am Dunst so lange geschlagen, bis sich
Fäden ziehen, dann weitergeschlagen, bis überkühlt) zugießt und obenauf mit gehackten
Pistazien bestreut. |
 |
| Zuckerteig für Obstkuchen |
 |
| 14 dkg Mehl, 10 dkg Thea, 6 dkg Zucker, 2 Dotter, Obst |
 |
| 14 dkg Mehl, 10 dkg Thea, 6 dkg Zucker, 2
Dotter schnell zusammenmachen, auf ein Blech dünn auflegen, mit roh geschnittenem Obst
(Marillen, Zwetschken) belegen, backen. |
 |
| Brandteigkrapfen |
 |
| 7 dkg Thea, 3 dkg Zucker, 1/8 Liter Wasser, Salz, 11 dkg
Mehl, 3 Eier |
 |
| 7 dkg Thea, 3 dkg Zucker, 1/8 Liter
Wasser, Salz läßt man aufkochen. Nun rührt man 11 dkg griffiges Mehl hinein. Gut
abtreiben, bis die Masse sich vom Löffel löst, dann nach und nach 3 Eier hineinrühren.
20 Minuten rasten lassen und dann kleine Häufchen auf ein beschmiertes, bestaubtes Blech
formen, mit Ei bestreichen, in kühles Rohr, das man 10 Minuten nicht öffnen darf,
stellen, gut nachlegen, damit sie schön backen. Mit Vanillecreme oder Schlagobers
füllen, wenn erkaltet. |
 |
| Obstkuchen |
 |
| 10 ½ dkg Thea, 10 ½ dkg Zucker, 3 Dotter, 1 ½ Klar
Schnee, 10 ½ dkg Mehl |
 |
| 10 ½ dkg Thea, 10 ½ dkg Zucker, 3
Dotter, 1 ½ Klar Schnee, 10 ½ dkg Mehl. Wenn die Thea flaumig gerührt ist, abwechselnd
einen Löffel Zucker, 1 Dotter hineingeben, zum Schluß den Schnee und 10 ½ dkg Mehl. Auf
ein Blech verteilen, mit Kirschen, Weichseln, halben Marillen oder geviertelten Zwetschken
belegen, backen. |
 |
| Ribiseltorte I oder kuchen |
 |
| 14 dkg Thea, 14 dkg Mehl, 2 Dotter, 7 dkg Zucker, 7 dkg
Mandeln, Zitronenschale, 4 bis 5 Klar , ½ kg abgerebelte Ribisel |
 |
| Einen mürben Teig aus folgender Masse
bereiten: 14 dkg Thea, 14 dkg Mehl, 2 Dotter, 7 dkg Zucker, 7 dkg Mandeln, Zitronenschale.
Ein Tortenblatt licht backen, mit Marmelade bestreichen, 4 bis 5 Klar festen Schnee stark
zuckern, ½ kg abgerebelte Ribisel hineinmischen, in die Tortenform auf den mürben Teig
füllen, obenauf gehackte Mandeln streuen, rasch nochmals im Rohr backen. |
 |
| Ribiselgeleetorte |
 |
| 1 kg Ribisel, 24 dkg Zucker |
 |
| Ein Tortenblatt mit mürbem Teig (siehe
Ribiseltorte I) belegen, hohen Rand machen und backen. 1 kg Ribisel, 24 dkg Zucker. Von
den Ribiseln die schönsten aussuchen, roh beiseitestellen, die anderen roh passieren, mit
dem Zucker 5 Minuten kochen lassen, etwas überkühlen, die Hälfte auf die Torte gießen,
mit den rohen Früchten belegen, die zweite Hälfte darübergießen, aufs Eis stellen. |
 |
| Zwetschkenkuchen |
 |
| Einen mürben Teig (siehe Ribiseltorte I)
machen, dann auswalken und ein Blech damit belegen, mit geviertteilten Zwetschken dicht
belegen, schön braun backen, in gleichmäßige Schnitten teilen, anzuckern. |
 |
| Apfeltorte |
 |
| Von mürbem Teig (siehe Ribiseltorte I)
die Hälfte nehmen, ein Tortenblech samt Rand belegen, mit dünn geschnittenen Äpfeln
füllen, ein Gitter darüber formen, mit Eiklar schmieren, backen. Die leeren Gitterteile
mit Marmelade füllen. |
 |
| Traubentorte |
 |
21 dkg Mehl, 14 dkg Thea, 1 Löffel Rum, 2 Eier, 14 dkg
Zucker,
7 dkg Mandeln, ¼ kg Trauben |
 |
| Aus 21 dkg Mehl, 14 dkg Thea, 1 Löffel
Rum, 1 Dotter wird ein Teig gemacht, von dem man etwas mehr als die Hälfte in die
Tortenform gibt, den Rand drückt man nach aufwärts. 14 dkg Zucker, 7 dkg Mandeln,
Zitronenschale mit 2 Klar Schnee, ¼ kg Trauben vermischen, damit die Torte füllen, aus
dem restlichen Teig ein Gitter darüber machen, 1 Stunde langsam backen. |
 |
| Topfentorte aus mürbem Teig |
 |
| Fülle: 30 dkg Topfen, 2 Dotter, 10 dkg Vanillezucker,
Zitronenschale, 2 Klar |
 |
| Aus obenstehendem mürben Teig (siehe
Traubentorte) eine Tortenform auslegen, Rand nach aufwärts drücken und mit folgender
Fülle füllen: 30 dkg passierten Topfen, 2 Dotter, 10 dkg Vanillezucker, Zitronenschale,
2 Klar Schnee. Obenauf aus restlichem Teig ein Gitter, mit Ei bestreichen, langsam backen. |
 |
| Blätterteigzubereitung |
 |
| ¼ kg Mehl, ¼ kg Thea, ½ Kaffeelöffel Salz, 8 dkg Mehl |
 |
| ¼ kg Mehl, ¼ kg Thea, ½ Kaffeelöffel
Salz, ein Glas Wasser. ¼ kg Thea wird mit 8 dkg Mehl verbröselt, bis sich ein glatter
Ziegel formen läßt (siehe Bild 1), den man kalt stellt. Die restlichen 17 dkg Mehl
werden mit dem Salz und dem Wasser zu einem glatten Strudelteig (siehe Bild 2) so lange
ausgearbeitet, bis sich beim ausgezogenen Teig beim Durchschauen keine Adern mehr zeigen.
10 Minuten rasten lassen, dann zu einem fingerhohen Viereck auswalken, den Teigziegel vom
Eis holen, darauflegen, von allen vier Seiten einschlagen (siehe Bild 3), mit der oberen
Seite nach unten, vorsichtig mit dem Nudelwalker zu einem fingerhohen Rechteck (siehe Bild
4) klopfen, dreimal zusammenlegen, so daß wieder ein Rechteck entsteht, 10 Minuten kühl
rasten lassen, zweimal dieses Ausklopfen und Einschlagen wiederholen, dazwischen je 10
Minuten rasten lassen und den Teig vor jeder Tour" stürzen. Der nun fertige
Blätterteig kann beliebig verwendet werden. |
 |
|
|
 |
| Schlagobersrollen |
 |
| Der Blätterteig wird dünn ausgewalkt, in
Streifen geschnitten, mit Wasser geschmiert und diese Streifen werden mit der geschmierten
Seite nach oben über kleine Metallhülsen (siehe Bild 5) gewickelt, auf einem Backblech
gebacken, wenn goldgelb, vorsichtig mit |
 |
|
der Hand, über welche man ein Tuch gibt, von der Hülse
heruntergestreift. Wenn erkaltet, mittels eines Spritzsackes mit Schlagobers gefüllt und
fest angezuckert.Man kann diese Rollen auch in kleinem Format backen, mit einer
Käsefülle füllen und warm zum Tee oder statt Käse servieren. In diesem Falle
unterbleibt das Anzuckern. |
|
|
 |
| Cremeschnitten |
 |
| 4 Dotter, 3 Eßlöffel Milch, Vanille, Zucker |
 |
Der vorerwähnte Blätterteig wird auf
zwei Backblechen gebacken, mit Vanillecreme gefüllt und aufeinandergelgt, mit
Marillenmarmelade bestrichen, mit Rumeis glasiert und in Vierecke geschnitten.
Vanillecreme: 4 Dotter, 3 Eßlöffel Milch, Vanille, Zucker auf Dunst schlagen bis
dicklich. |
 |
| Blätterteigreste |
 |
| verwendet man, indem man sie dünn
auswalkt, mit einem Krapfenstecher aussticht und diese runden Plätzchen stark anzuckert
und nochmals in eine Richtung auswalkt, anzuckert, rasch backt und zu Eis serviert.
(Sogenannte Ochsenzungen.) |
 |
| Palmblätter |
 |
| Blätterteigreste auswalken, ein Rechteck
schneiden, stark anzuckern, von beiden Seiten zur Mitte zusammenlegen, wieder anzuckern,
wieder ebenso zusammenlegen und so fort bis eine Rolle entsteht, die in dünne Schnitten
geschnitten, geformt und gebacken wird und als Beigabe zu Eis verwendet werden kann. |
|
 |
 |
|
 |
 |
 |
|
 |
197 neue erprobte Rezepte für jeden Haushalt
erschienen 1926
Kunerolwerke AG - Wien-Atzgersdorf
Kochbuch 3 / 64 Seiten
Dritte neubearbeitete Auflage |
 |
| Die Rezepte sind für sechs bis acht Personen berechnet, wenn nichts anderes
angegeben ist |
|
|
 |
Der Inhalt (Texte, Rechtschreibung, Angaben, Grafiken
etc...) ist der Originalausgabe von 1926 entnommen.
Die Rezepte entsprechen dem Koch- und Ernährungsstandard von 1926. |
|
|
|
|
|
 |
|
 |
|
 |
| Bücher bei Amazon zum Thema |
| Torten |
 |
|
|
 |
| Weitere Ergebnisse zum Thema |
| Torten |
 |
|
|
|
|
 |
|
|
 |
 |
|