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| Wien Museum Römermuseum |
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| Römermuseum |
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Tor zum Legionslager
Animation von 7reasons, 2008
© 7reasons |
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| Wo sich vor fast 2000 Jahren Offiziershäuser des
Lagers Vindobona befanden, kann man ab sofort die römische
Stadtgeschichte Wiens erkunden – im neuen Römermuseum am Hohen Markt.
Das Publikum erwartet eine attraktive, abwechslungsreiche Präsentation
auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. So werden erstmals
neben dem Legionslager auch die weiteren städtischen Siedlungen
(Lagervorstadt, Zivilstadt) ins Blickfeld gerückt. Entstanden ist das
Römermuseum aus den „Römischen Ruinen Hoher Markt“, einer Außenstelle
des Wien Museums, die schon bislang im Keller des Gebäudetraktes zu
besichtigen war. Durch Hinzumietung von Erdgeschoss und 1. Stock wurde
die Ausstellungsfläche auf das Dreifache erweitert. Für die innovative
bauliche Neugestaltung, die mit der Fassade auch ein gestalterisches
Zeichen am Hohen Markt setzen will, zeichneten querkraft Architekten
verantwortlich. |
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Illustration
des Legionslagers
und der Lagervorstadt von Vindobona,
2008, Bernhard Münzenmayer
© Wien Museum |
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Gewandfibel in
Form eines Pferdes,
2./3. Jh. n. Chr., Bronze
Fundort: Wien 3, Landstr. Hauptstr. 19,.
© Wien Museum |
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| „Endlich können wir den Besuchern ein Museum
bieten, das der Bedeutung Wiens zur Römerzeit entspricht“, freut sich
Wolfgang Kos, Direktor des Wien Museums. Im Zentrum der Präsentation
stehen die wichtigsten Baureste der Römerzeit in Wien, die Ruinen von
Tribunenhäusern aus dem Legionslager. Dazu kommen nun rund 300
faszinierende archäologische Funde, die das ganze Spektrum römischen
Lebens in Wien abdecken. Zu sehen sind Alltags- und Kultgegenstände,
Fragmente von Gebäuden, Figuren und Spielzeug, Kanaldeckel und Geschirr,
Götterstatuen und Nippes. Neueste 3-D-Technologien ermöglichen
Visualisierungen des Siedlungsraumes, auch Grafiken und Wandmalereien
geben eine Vorstellung davon, wie es damals ausgesehen haben könnte. |
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| 30.000 lebten in Vindobona |
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Blick ins Legionslager
Animation von 7reasons, 2008
© 7reasons |
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| Die Präsentation konzentriert sich auf die Zeit vom
späten 2. bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts, als Vindobona seine Blüte
erlebte. Über 30.000 Menschen lebten damals in unserem Raum, ein buntes
Völkergemisch aus Einheimischen und Zuwanderern aus allen Teilen des
Römischen Reiches. Ursprünglich stammten viele Soldaten aus Italien oder
Gallien. Später wurden die Truppen mit neuen Rekruten dort ergänzt, wo
einzelne Abteilungen an Kriegszügen teilnahmen. Bei ihrer Rückkehr
folgten ihnen Menschen aus diesen Gebieten im Tross. |
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Merkurstatuette,
2./3. Jh. n. Chr., Bronze
Fundort: Wien 1, Ruprechtsplatz
© Wien Museum |
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Ausgrabung
eines Spitzgrabens
der Zivilstadt Vindobona,
Wien 3, Klimschgasse 2-4
Foto Josef Nowalski de Lilia, 1909
© Wien Museumm |
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| Das Legionslager, das 97 n. Chr. gegründet worden
war, diente – wie auch Carnuntum – zur Sicherung der nördlichen Grenze
des Imperiums, das sich von Britannien bis Syrien erstreckte. Von hier
aus unternahm Kaiser Marc Aurel seine Feldzüge gegen die Markomannen.
Die Zeiten, in denen Frieden herrschte, dauerten länger als jene, in
denen Kriege geführt wurden. Dementsprechend „zivil“ ging es im Lager
zu. Neben militärischen Aufgaben hatten die rund 6000 Soldaten auch
administrative und handwerkliche Tätigkeiten zu verrichten. In Vindobona
stand den Legionären eine Reihe von Freizeitangeboten zur Verfügung,
damit sie nicht auf ihre gewohnten Lebensweisen verzichten mussten – von
Tavernen über Thermen und Theater bis hin zu Bordellen. Auch das
Glücksspiel erfreute sich großer Beliebtheit. |
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| Nicht nur das Soldatenlager |
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Silbergeschirr mit in Gold
eingelegten
Buchstaben, 2./3. Jh. n. Chr.
Fundort: Wien 1, Kärnterstraße 2, 1945
© Wien Museumm |
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| Lange Zeit konzentrierte sich die Darstellung
Vindobonas auf das Legionslager, das zwischen Donaukanal und Graben lag.
Die neuesten Forschungen ergeben aber ein komplexeres Bild, mit großer
Lagervorstadt und Zivilstadt im heutigen 3. Bezirk. Denn das Lager war
auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die städtische Siedlungen im
Umkreis stellten die Versorgung mit Gebrauchsgegenständen und
Lebensmitteln wie Getreide, Speck und Käse sicher. Selbst Luxusgüter wie
Olivenöl oder sogar Austern konnte man hier kaufen. |
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Öllampen, 1. bis 3. Jh. n. Chr.,
Bronze
Fundort: Wien 1, Am Hof 4 / Naglergasse 22-24, 1913
© Wien Museumm |
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| Römische Kulturtechniken und Werthaltungen wurden von
der örtlichen Bevölkerung aufgenommen, die ihrerseits die Römer
beeinflussten. So entstand eine provinzialrömische Kultur, die auch neue
religiöse Bräuche mit einschloss. Bis heute faszinierend ist die moderne
Infrastruktur (Straßen, überdachte Gehsteige, Kanalisation,
Wasserversorgung etc.), die den Römern zur Verfügung stand. Durch ihre
monumentalen Gebäude aus Stein glichen Legionslager städtischen
Siedlungen. Die Zentralbauten zählten in den Provinzen zu den größten
Bauwerken ihrer Zeit und wirkten auf die einheimische Bevölkerung sicher
imposant – nachzuprüfen anhand der Visualisierungen. |
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| Die wichtigsten Projektdaten |
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| Die wissenschaftliche Leitung des Projekts übernahm
Michaela Kronberger, Archäologin am Wien Museum. Die Umbauzeit betrug
vier Monate, von Seiten des Museums wurden rund 780.000 Euro investiert.
Vor dem Umbau wurden die Römischen Ruinen Hoher Markt jährlich von etwa
15.000 Menschen besucht, das neue Römermuseum soll doppelt so viele
Interessierte (also 30.000 pro Jahr) ansprechen. Zu den Zielgruppen
zählen insbesondere Schulklassen, Familien und Touristen, die neben der
Anker-Uhr eine neue Attraktion am Hohen Markt vorfinden werden. |
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Inventar eines Brandgrabes, 2. Jh.
n. Chr., Keramik
Fundort: Wien 3, Klimschgasse 19, 2005
© Wien Museum |
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| Spielestationen und Videoguide |
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| Für Kinder gibt es Spielstationen: Sie können mit
einem nachgebauten Teil des Legionslagers spielen oder mittels
3-D-Puzzles Keramiken rekonstruieren. Außerdem gibt es Repliken zum
Angreifen und einen neuartigen Videoguide mit vertiefenden
Informationen, die nicht nur auf Deutsch und Englisch, sondern auch in
Gebärdensprache aufbereitet werden. Dieser im Rahmen eines Projekts
geförderte Guide wird erstmals im Wien Museum und ab Ende Juni auch im
MUMOK zum Einsatz kommen. Entwickelt wurde er in Kooperation mit den
Unternehmen Nous und Equalizent. |
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Römermuseum
A-1010 Wien, Hoher Markt 3 |
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Öffnungszeiten und Eintrittspreise
entnehmen Sie bitte der Homepage des Anbieters |
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Spaziergang durch
die
Wiener Altstadt aus
archäologischer Sicht |
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Ein Führer durch die römische Vergangenheit Wiens.
Inkl. 3D Animationen auf Multimedia CD
(Auszüge aus der DVD Vindobona I)
Seit der Altsteinzeit (Paläolithikum) wird der Wiener
Raum von Menschen genutzt. Zahlreiche Spuren
hinterließen die Römer in Wien: Legionslager,
Lagersiedlung, Zivilstadt, Gutshöfe und die
Wasserleitungen. |
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Die Broschüre
"Spaziergang durch die Wiener Altstadt aus archäologischer
Sicht" führt Sie zu folgenden Stationen in der Wiener
Altstadt:
Michaelerplatz - Kohlmarkt/Naglergasse - Naglergasse/Heidenschuss
Am Hof - Judenplatz - Wipplingerstrasse/Hohe Brücke -
Renngasse 9 - Freyung
Texte, Pläne und 3D Rekonstruktionen geben einen Einblick in
die römische Vergangenheit der jeweiligen Plätze. |
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