Zentralgebäude der Wiener Weltausstellung 1873 im Prater,
erbaut nach einem Entwurf von J. Scott-Russel in veränderter Form durch C. Hasenauer;
ausgeführt von der Firma Johann Caspar Harkort (Duisburg, Deutschland) als damals
größte Kuppelanlage dieser Art. Die zum Teil verkleidete Eisenkonstruktion war 84 m hoch
und besaß einen Durchmesser von 108 m. Die Portale waren reich dekoriert (unter
anderem von C. Geyling, E. Hellmer, F. Laufberger, F. Melnitzky und V. Pilz).
Künstlerisch zunächst umstritten, fand der Bau bei den Besuchern begeisterten Anklang.
Später wurde er als Veranstaltungs- und Ausstellungshalle verwendet. A. Girardi sang hier
1885 erstmals das "Fiakerlied". 1937 fiel die Rotunde einem Brand zum Opfer
(Bild links). An ihrer Stelle steht heute das Hauptgebäude (Südportal) der Wiener Messe.
Brand der Rotunde am 17.
September 1937
Text auszugsweise aus
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Die Rotunde und das
Gelände der Weltausstellung 1873
Das Gebäude war eine Stahlkonstruktion, die teilweise
verkleidet war, mit einer Höhe von 84 m und einem Durchmesser von 108 m. Geplant wurde es
von dem Architekten Karl Freiherr von Hasenauer. Gebaut wurde es von der deutschen Firma
Johann Caspar Harkort aus Duisburg. Die Portale waren künstlerisch reich dekoriert.
In Fachkreisen ursprünglich umstritten, wurde das zentrale Gebäude der Weltausstellung
vom Publikum begeistert angenommen. Später wurde es für Ausstellungen und
Veranstallungen verwendet. So sang hier auch Alexander Girardi.
1898 wurde im Rahmen der "Kaiser Franz Joseph Jubiläumsausstellung" eine
Kollektivschau österreichischer Automobilbauer abgehalten, auf der die vier ersten im
damaligen Österreich gebauten Automobile gezeigt wurden, darunter der Wagen des Siegfried
Marcus von 1888/89.