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Sagen aus Salzburg
"Die warmen Quellen von Gastein"
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Vor langer, langer Zeit, als noch düstere Wälder das heutige Gasteiner Tal erfüllten, lebten dort inmitten der Wildnis die zwei frommen Einsiedler Primus und Felizian. Sie hatten ihr Leben Gott geweiht und sich in die abgeschiedene Gegend zurückgezogen, um in der Einsamkeit durch emsige Arbeit und andächtiges Gebet dem Herrn zu dienen. Eine kleine Zelle halt am Felsen unterhalb der „Schreck“ war ihre Wohnung. Auf einer ihrer einsamen Wanderungen, die sie kreuz und quer durch das Tal führten, fanden sie die warmen Quellen, und bald erkannten sie die geheimnisvolle Heilkraft des Wassers. Sie waren die einzigen Menschen, die um den kostbaren Schatz wussten, den die Wildnis hier barg. Da geschah es eines Tages, dass ein fremder Laut durch den schweigenden Wald scholl. Der Klang eines Jagdhorns, der aus weiter Ferne zu der Klause drang, ließ die Einsiedler aufhorchen. Hatten Menschen sich hierher verirrt? Der Ritter von Goldegg, der ein leidenschaftlicher Jäger war, hatte einen prächtigen Edelhirsch aufgespürt und verfolgte nun mit einem seiner adeligen Gefährten das flüchtige Wild. Dabei drang er, ohne es zu bemerken, immer tiefer in das Tal vor. Endlich hatte er sich auf Schussweite dem edlen Wald genähert. Er spannte den Bogen, und ein Pfeil durchsauste schwirrend die Luft. In Schmerz und Todesangst bäumte sich der Hirsch auf. Mit letzter Kraft versuchte das gehetzte Tier seinen Verfolgern zu entfliehen; doch diese folgten der blutigen Fährte. Plötzlich hielten die beiden Männer inne. Der Wald lichtete sich, und vor ihnen entstieg dichter Dampf einer Erdspalte. Erst als sie genauer hinsahen, erblickten sie wie durch einen Dunstschleier zwei alte, ehrwürdige Männer mit wallenden weißen Bärten, in härenem Gewande, und zwischen ihnen den lang verfolgten Hirsch. Es waren die frommen Klausner Primus und Felizian, welche die Wunde des armen Tieres mit dem Wasser, das sprudelnd aus der Erde hervorquoll, wuschen. Wortlos vor Staunen sahen die Ritter dem sonderbaren Treiben der beiden Männer zu. Noch ehe sie ihr Erlebnis so recht begriffen hatten, blickte einer der Einsiedler auf und deutete ihnen mit freundlichen Gebärden, näher zu kommen. Da stiegen die beiden von ihren Rossen und folgten der Einladung. Mit bewegten Worden baten nun die frommen Einsiedler die beiden Ritter, doch die armten Tiere zu schonen und ihre blutiges Handwerk für immer aufzugeben. Die Ritter konnten der Bitte der guten Männer nicht widerstehen und versprachen, was diese von ihnen gefordert hatten. Primus und Feilizian waren darüber sehr erfreut und luden die Ritter ein, doch einige Zeit bei ihnen zu verweilen. Bald erkannten die Einsiedler, dass ihre Gäste noch in dem finsteren Irrtum des Heidenglaubens befangen waren, und sie sprachen nun mit gütigen Worten zu ihnen von der Religion der Liebe, die Christus den Menschen geschenkt hat. Es gelang ihnen auch, die beiden Ritter zu bekehren. Schließlich erzählten sie ihnen noch von den heißen Quellen und deren Heilkraft und baten sie, das Gesehene und Gehörte auch draußen in der Welt zu verkünden. Die Ritter versprachen es, und mit dem Segen der frommen Männer verließen sie den Ort ihres seltsamen Erlebnisses. Bald drang die Kunde von dem verborgenen Schatz im Gasteiner Tal in alle Lande, und von nah und fern pilgerten Kranke zu den Quellen, um dort Heilung von ihren Leiden zu suchen.
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