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Sagen aus Wien
"Der Drache auf dem Kahlenberg"
Wienerwald - © Citype
Als den Kahlenberg noch dichter Wald bedeckte, hauste dort in einer Höhle ein gewaltiger Drache, der das Land ringsum in Schrecken hielt. Weder Mensch noch Tier war vor ihm sicher, und da niemand den Mut fand, den Kamp mit dem Ungeheuer aufzunehmen, verödete die ganze Gegend. Nun trug es sich zu, dass ein Wiener, der sich in der Stadt ein Haus bauen wollte, Maurer und Zimmerleute auf den Kahlenberg schickte, damit sie von dort Baustoffe herbeischafften: Steine, Sand und Holz. Die Leute stiegen zur Höhe hinan und begannen zu arbeiten. Sie fällten Bäume und brachen Felsen. Dabei stießen sie plötzlich auf den Drachen, der vor seinem Loch in der Sonne lag und schlief. Ganz deutlich sahen sie den gepanzerten Leib mit den zwei Flügeln und den vier schuppigen Beinen. Den braven Handwerkern fuhr der Schreck in die Glieder. Sie ließen alles liegen und stehen und rannten in die Stadt zurück. Dort erzählten sie dem Bauherrn ihr schreckliches Erlebnis. Der Mann hatte jedoch ein tapferes Herz und einen klugen Sinn und sagte, er wollte dem Ungeheuer schon beikommen. Er befahl ihnen, einen starken, länglichen Kasten zu zimmern, der an der vorderen Schmalseite ein Loch hatte, in das der Kopf, nicht aber der Leib des Lindwurmes hineinpasste. An der gegenüberliegenden Seite war der Kasten mit einer Schiebetür versehen, die man herablassen konnte, sobald der Gefangene in der Falle stak. Dieses Gerät zog der Bauherr gemeinsam mit seinen Leuten hinaus zum Berg und stellte es auf einem Felsen oberhalb der Drachenhöhle auf. Von dort ließen sie das schwere Holzgestell an eisernen Ketten hinab und stellten es so auf, dass sein hinterer Teil vor das Drachenloch zu sehen kam. Hierauf schleppten sie ein Kalb herbei, banden es an den vorderen Teil des Kastens und zwickten es, bis es zu blöken begann und den Lindwurm aus seinem Schlummer weckte. Wild schloss das Ungeheuer aus der Höhle, zwängte den Kopf in den Kasten und wollte das schreiende Kalb packen. Aber es blieb mit dem Schädel hängen und konnte weder vor noch zurück. Rasch wurde der schwere Schuber herabgelassen, und der dumme Drache war gefangen. Jetzt sprangen die Leute herzu, wälzten Steine über den Lindwurm und zündeten rundum ein riesiges Feuer an, dessen Qualm ihn erstickte. Als sich der Drache nicht mehr rührte, sah man erst so recht, wie groß er war. Da erstaunten alle. Man zog ihm die Haut ab, die ein Gerber gerben musste, und hängte sie als Schild an das neue Haus, das nahe dem Fleischmarkt gebaut wurde. Das Gässlein, in dem es stand, erhielt den Namen „Drachengasse“ und trägt ihn heute noch.
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