Schulschiff "Bertha von Suttner"
Schulschiff Bertha von Suttner - © Bild: E. Gaube, Citype 2005
Rathauskorrespondenz vom 27.5.2004:
Laska und Brandsteidl: Ahoi am Schulschiff!
10 Jahre BG und BRG "Bertha von Suttner"
Wien (RK). Am Montag wurde an einem der ungewöhnlichsten Schulstandorte in Wien gefeiert. Das einst heftig umstrittene Schulschiff, die "Bertha von Suttner" feierte den 10. Geburtstag. Die Schuldirektorin Mag. Judith Kovacic, sozusagen der Skipper, konnte eine Reihe von prominenten Gratulanten an Bord begrüßen. An der Spitze Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Grete Laska, die Stadtschulratspräsidentin Dr. Susanne Brandsteidl und der Bezirksvorsteher des 21. Bezirks, Heinz Lehner sowie viele weitere Ehrengäste. Vizebürgermeisterin Laska zeigte sich erfreut über das Jubiläum und erinnerte an die anfänglichen Vorurteile gegen die "städtebauliche große und mutige Tat". "Viele Personen waren zuerst dagegen, der große Zuspruch der Eltern und Kinder und das tolle Engagement der PädagogInnen haben aber sehr rasch alle Sorgen ausgeräumt, betonte Laska in ihrer Rede. ****
Schulschiff Bertha von Suttner - © Bild: E. Gaube, Citype 2005
Idee Helmut Zilk
Einer der Väter des Schulschiffs war der damalige Bürgermeister Dr. Helmut Zilk. Er setzte sich vehement für den innovativen Schulstandort ein. Das Schulschiff wurde damals mit, auch noch nach heutigen Maßstäben, vorbildlicher Technik gebaut. So bezieht die "Bertha von Suttner" nur Trinkwasser, Strom und die Telefonverbindungen vom "Festland". Sowohl die Warmwasseraufbereitung als auch die Beheizung erfolgt durch eine mit Donauwasser betriebene Wärmepumpe und einen mit extra leichtem Heizöl befeuerten Kessel, für extrem kalte Wintertage. Somit werden ca. 80% des Jahresenergiebedarfs ökonomisch und vor allem ökologisch optimal geliefert. Die Gesamtlänge des Schulschiffs beträgt stolze 189m. Derzeit besteht die Crew aus 847 SchülerInnen und 100 PädagogInnen aufgeteilt auf 33 Klassen.
aus
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Schulschiff "Bertha von Suttner"
Durch den Ausfall der Sowjetunion als größter Auftraggeber suchte die Werft Korneuburg Anfang der neunziger Jahre nach Alternativprojekten, um die Zeit bis zur Fertigstellung des Rhein-Main-Donaukanals, durch den eine neuerliche Auftragssteigerung erwartet wurde, zu überbrücken. Im Zuge dieser Arbeiten entstanden, ähnlich den bereits ausgeführten Hotelschiffen, die Pläne für ein Schulhaus in Form eines Schiffes, welches – bei gleichen Kosten wie in Landbauweise – eine raschere Realisierung erwarten ließ und den Vorteil einer größeren Standortflexibilität besaß.
Schulschiff Bertha von Suttner - © Bild: E. Gaube, Citype 2005
Aufgrund der Schulraumnot im 21. Bezirk wurde schließlich ein Kaufvertrag ausgearbeitet, in dem sich das Unternehmen verpflichtete, mit Schulbeginn 1993 eine 36klassige AHS zu liefern. Wegen der erforderlichen Größe kam als Standort nur der Bereich zwischen der Floridsdorfer Brücke und der Schnellbahn- / U-Bahn-Brücke in Frage.

Nachdem die Geschäftsführung der ÖSWAG Holding AG im Februar 1993 bekannt gab, dass die Werft Korneuburg wegen des Zusammenbruchs des russischen Marktes und der starken internationalen Konkurrenz nach der Fertigstellung des Schulschiffes stillgelegt werden würde, ist das Schulschiff "Bertha von Suttner" heute so etwas wie ein Denkmal österreichischer Schiffsbaukunst. Die Übergabe des Schulschiffes erfolgte im April 1994; seit Herbst 1994 ist das Schulschiff eine eigene Schule mit Direktion.
aus
das rote Wien - Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie
Sozialdemokratische Partei Österreichs, Landesorganisation Wien
www.dasrotewien.at
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