Zentraler Wiener Platz, benannt 1880 nach Karl
Philipp Fürst Schwarzenberg. Der dortige Hochstrahlbrunnen entstand
anlässlich der Fertigstellung der Ersten Wiener Hochquellenleitung.
1945 wurde das sowjetische Befreiungsdenkmal ergänzt. Beides wird
vom Kulturamt verwaltet. Der Schwarzenbergplatz wird gerahmt von
zahlreichen historisch wertvollen Gebäuden, u.a. der Botschaft
Frankreichs. In den Jahren 2002/2003 erfolgt eine generelle
Umgestaltung des Schwarzenbergplatzes nach Plänen des spanischen
Architekten Alfredo Arribas.
Der Platz vor dem Palais Schwarzenberg
wird durch die Neugestaltung erweitert und stellt nunmehr eine homogene
Erholungsfläche dar. Durch das Beleuchtungskonzept und die Versetzung
der Straßenbeleuchtung entsteht eine klare Strukturierung des Platzes.
Das Projekt nutzt die hohe Präsenz der Verkehrszeichen, diese erfahren
gleichzeitig eine Erneuerung und eine Fortsetzung in der
Platzarchitektur. Aufgebaut wird dabei auf dynamischen, fluktuierenden
Elementen, auf dahinschwindenden Ereignissen. Das Projekt "VIENNA
LIMELIGHT" fügt sich so spielerisch in den Alltag der Menschen ein.
Dieses Projekt ist Ausdruck der städtebaulichen Komplexität -
Beleuchtung und Menschenströme wirken der klassizistischen Ordnung und
Schmucklosigkeit entgegen. Bei Tageslicht bleibt die aktuelle Symmetrie
und Schlichtheit des Platzes weitgehend erhalten. Grauschattierungen
dominieren und verschwimmen mit den umgebenden Fassaden. Bei Nacht wird
die Symmetrie der Gebäude und des Platzes entlang der Hauptachse - von
der Ringstraße bis zum Schwarzenbergplatz - durch ein
Beleuchtungskonzept verstärkt. Alle eingesetzten Materialien (Glas,
Stahl und Aluminium) verstärken den Effekt und die Streuung des
Tageslichtes und des Beleuchtungskonzepts. Autoscheinwerfer,
Verkehrsampeln, Neonreklamen, Anagramme tragen ebenso zur visuellen
Dichte des Platzes bei. Die vorhandenen symbolischen Elemente - Statue,
Brunnen, Denkmale - sind in das Konzept integriert und werden von
verkleideten Spots und Scheinwerfern beleuchtet.