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| Karl Kolarik's
Schweizerhaus GmbH |
| A 1020 Wien, Prater 116 |
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+43-(0)1- 7280152 13 |
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+43-(0)1- 7280152 29 |
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| Öffnungszeiten: |
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| Täglich von 11:00 bis
23:00 Uhr |
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heißen wir Sie herzlich willkommen,
Samstags, Sonntags und Feiertags bereits ab 10:00 Uhr.
Die Saison dauert vom 15. März bis zum 31. Oktober.
Reservierungen können online oder telefonisch durchgeführt
werden. |
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| Geschichte |
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| Überlieferungen zufolge gab es das
Schweizerhaus bereits vor 1766. Es trug damals den Namen „Zur
Schweizer Hütte“. Zu dieser Zeit war der Prater dem „gemeinen
Volk“ noch nicht zugänglich. Seinen Namen erhielt es nach den
Schweizer Jagdtreibern, die dort die kaiserlichen Herrschaften
bewirteten. Um 1800 stand an gleicher Stelle das Gasthaus „Zur
Tabakspfeife“, so benannt, weil es damals als Treffpunkt der
Raucher galt, denn Tabakrauchen war zu dieser Zeit in der
sogenannten guten Gesellschaft verboten. Während des Wiener
Kongresses wurde das Gasthaus 1814 der Zeit gemäß „Zum
russischen Kaiser“ umbenannt. 1868 wurde es als „Schweizer
Meierei“ eröffnet, um später seinen endgültigen Namen zu
erhalten, der allen Wienern und Touristen, die Wien besuchen,
ein Begriff ist. Synonym für gepflegtes Bier und resche Stelzen. |
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Von 1907 bis 1920 führte Jan Gabriel die
Gaststätte. Im „Wiener Extrablatt“ hieß es in einem
Eröffnungsbericht: „Das bürgerliche Pilsner, das Gabriel seinen
Gästen vorsetzt, ist eine Wiener Specialität geworden...
Es ist ein Lebenselixier, ein Heiltrunk, der jedem neuen Muth
und neue Kraft verleiht. Auch die Küche ist im Schweizer Haus
vorzüglich, und so kann man nicht nur gut trinken, sondern auch
gut essen, und dafür hat man in Wien immer noch ein
Verständnis“. 1920 übernahm Karl Kolarik das
Schweizerhaus, das gerne eine der letzten kulinarischen
Bastionen des alten Wiener Praters genannt wird. |
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| Karl Kolarik sen. wurde 1901 in Wien
geboren und war 19 Jahre alt, als er das Haus übernahm. Schon
damals überraschte er die Wiener mit innovativen Ideen und
eröffnete 1925 die „Erste Wiener Fischbraterei“. Damals waren
Seefische in Österreich noch wenig bekannt. 1926 reiste er nach
Böhmen und „entdeckte“ dort das Budweiser Bier. Er kaufte
spontan einen ganzen Wagen, brachte das Budweiser nach Wien, wo
es reißenden Absatz fand... |
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| Bild aus www.schweizerhaus.at |
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| Karl Kolarik nannte das Schweizerhaus einmal
„Wiens größtes Bierfass“. Als gelernter Fleischer und Selcher
errichtete er eine Wurstselcherei, eine Kukuruz-Rösterei und
erfand die Rohscheiben. Er schenkte Kuttelflecksuppe aus, bot
seinen Gästen nach dem Krieg Kartoffelpuffer, slowakische
Krautsuppe, Karpfen und Olmützer Quargel an, alles original und
frisch. In den letzten Kriegstagen 1945 wurde das Schweizerhaus
vollkommen zerstört. Karl Kolarik musste das Schweizerhaus neu
aufbauen. Er hat das berühmteste Wiener Praterbeisel zur
heutigen Blüte geführt und bis zu seinem Tod im April 1993
geleitet. Er war ein Wiener Original, führte Schmäh mit seinen
Freunden und Gästen. Heute wird das Unternehmen von seiner
Familie weitergeführt, sein Sohn Dkfm. Karl Jan Kolarik leitet
das Unternehmen. |
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| Text auszugsweise aus www.schweizerhaus.at |
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Lexikon der Sprachirrtümer
Österreichs
Das „Schweizerhaus“ im Wiener Prater heißt so,
weil es von Schweizern gegründet wurde. |
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Das „Schweizerhaus“ ist ein beliebtes
Gartenrestaurant im Wiener Prater, wo Schweinsstelzen (= Eisbein)
serviert werden. Der Name leitet sich ab von einer früheren „Schweizer
Meierei“, die schon 1868 eröffnet wurde. Von 1907 bis 1920 führte ein
gewisser Jan Gabriel die Gaststätte, ehe der legendäre Karl Kolarik das
„Schweizerhaus“ übernahm und zu einem kulinarischen Wahrzeichen Wiens
machte.
Mit der Schweiz oder mit Schweizern hat weder die „Schweizer Meierei“
noch das „Schweizerhaus“ etwas zu tun. Jahrhunderte hindurch war die
Schweiz ein Symbol für Reichtum und für gepflegte (und opulente)
Gastronomie, und von daher kommt die Namensgebung.
Aus diesem Grund nannte auch der Hotelier Fritz Hartwieger sein in
Dornbach etabliertes Hotel mit angeschlossenem Restaurant „Wiener
Schweiz.“ Wie man einer Einschaltung des „Wiener Almanach“ aus dem Jahre
1909 entnehmen kann, gab es von Mai bis Oktober Backhühner und in den
restlichen Monaten des Jahres lud man zum fröhlichen Ganslessen.
Aus Dankbarkeit für die Schweizer Hilfslieferungen nach dem Ersten
Weltkrieg wurde der Park neben dem Südbahnhof umbenannt – von
„Maria-Josefa-Park“ in „Schweizer Garten“. |
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Textauszug aus
Grüner, Sigmar - Sedlaczek, Robert
Lexikon der Sprachirrtümer Österreichs
Deuticke Verlag
ISBN: 3-216-30714-X |
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| Auszugsweise
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Deuticke
Verlages und der Autoren in Zusammenarbeit mit dem Wien-Vienna. |
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