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| Spargel |
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| Für die Zubereitung eines traditionellen
Spargelgerichtes rechnet man pro Person mit 500 bis 700 g
frischem, ungeputztem Spargel. |
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| Spargel lagern: |
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| Spargel sollte immer kühl, dunkel und feucht
gelagert werden. Am besten im Kühlschrank und in ein feuchtes
Tuch eingewickelt bleibt er ca. 10 Tage frisch. |
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| Spargel schälen: |
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Man schält den Spargel ab ca. 2 cm unterhalb
des Kopfes beginnend nach unten. Am besten eignet sich dafür ein
Gemüsesparschäler. Wichtig ist auch, dass keine ungeschälten
Flächen übrig bleiben. Spargel sollte nach unten hin stärker
geschält und am unteren Ende etwas gekürzt werden.
(wegen evtl. Verholzung).
Grünspargel:
eine Handbreit grün lassen und den verbleibenden Rest schälen. |
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| Spargel kochen: |
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| Geben Sie den geschälten Spargel in bereits
kochendes Salzwasser. Spargelfanatiker binden den Spargel mit
Faden zu einem Bündel und kochen ihn stehend im speziellen
Spargelkochtopf. Sie können aber auch auf den Bindfaden
verzichten und den Spargel lose im Liegen kochen. Garzeit ca.
10– 20 Min. (abhängig vom Durchmesser). Vergessen Sie die mit
gekochte Semmel gegen bitteren Spargel – frischer
Marchfeldspargel ist nicht bitter. |
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| Spargel essen: |
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| Feinschmecker essen den Spargel mit der Hand.
Schon die alten Römer machten es so! – Es ist ein genüssliches
Schlemmen, die Stangen in verschiedene Saucen zu tauchen und vom
Kopf her – der besten Seite des Spargels – zu verzehren. Mit
Messer und Gabel gelingt es auch sehr gut. |
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Dr. Ingrid Haslinger
Historikerin, Michael Wielandstr. 36, A-2232 Deutsch-Wagram
(Spargelausstellung 1997, Buch: Marchfeldspargel, Pichler
Verlag) Spargel im Marchfeld - „das Kaisergemüse“ |
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Da der Spargel ursprünglich nur in Gartenkultur
gezogen wurde, ist es auch nicht einfach, seine Verbreitung in
früheren Jahrhunderten anzugeben. Spargel tritt den Quellen zu
Folge in Österreich erstmals in der Zeit um 1530 auf, wobei die
Haupterntegebiete in Böhmen und Mähren lagen. (Friedrich Hampel,
ehemal. Hofkoch, „Gemüsespeisen, Beilagen und Garnituren“, Wien,
um 1925).
Für die Zeit um 1565 ist für die Autoren des Buches „Asparagus“
(Englert, Grieser, Hastreiter, Heller, hsgg. von Peter Wodarz,
Berlin 1993, S.24) der Spargelanbau um Wien nachweisbar. Diese
Gemüsegärtner hatten sich immer großteils im Osten von Wien
befunden. Fassbar wird der Spargel am Kaiserhof im Jahre 1743.
Ab dieser Zeit wird den Kammerfrauen von Maria Theresia in der
Saison an Fleisch- und Fasttagen beinahe täglich Spargel
vorgesetzt (Haus-,Hof- und Staatsarchiv Wien, OMeA SR 368,
1743/13).
Wenn man die mangelnden Transportmittel und Kühlmöglichkeiten
bedenkt, so kann der Spargel zu dieser Zeit nicht über große
Distanzen transportiert worden sein. Auch die Existenz von
Spargelkulturanleitungen, die in Wien herausgegeben wurden,
weisen darauf hin, dass in unmittelbarer Nähe der Residenzstadt
bedarf an Know-how für Spargel bestanden hatte (z.B. Der Wiener
Küchengärtner, Wien 1798, „Von den Spargel“, S.53ff., Die
Landwirtschaft nach ihren neuesten Ansichten, Wien 1816, Bd.IV.,S.78:
„Vom Spargelbau“). Auch ist die Fülle von Spargelrezepten in den
Wiener Kochbüchern Ende 18./Anfang 19. Jahrhundert nicht zu
übersehen.
Im Jahre 1809 befand sich Kaiser Franz I.(II.) auf der Flucht
vor Napoleon auf Schloss Wolkersdorf: Täglich wurde ihm dorthin
frischer Spargel geliefert (Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Wien,
HKA Nr. 30, 1809). Im Jahre 1836 erscheint in Wien (und
Nordhausen) das Buch „Der gut unterrichtete Spargel- Gärtner“.
Der Chronist des Bezirks Gänserndorf, Otto Schilder (Der
politische Bezirk Gänserndorf in Wort und Bild, Gänserndorf
1970), betont, dass im 19. Jahrhundert die Gegend von Auersthal,
Raggendorf und Groß Schweinbarth für den Spargelanbau von
Bedeutung war.
In einer Archivmappe der NÖ-Landwirtschaftskammer werden die
Gebiete in Österreich angeführt, die bis 1938 im Spargelanbau
eine Rolle spielten:
Es war dies vor allem der nordöstliche Teil Niederösterreichs.
Aus dieser Archivmappe ist auch ersichtlich, dass es in
Österreich vor 1938 rund 200 ha Spargel gegeben hat. |
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| EU schützt den
Marchfeldspargel |
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| Im Jahr 1996 wurden die Bemühungen der
Marchfelder Spargelbauern belohnt. Der Begriff „Marchfeldspargel“
wurde innerhalb der Europäischen Union als Ursprungsbezeichnung
(g.g.A. = geschützte geographische Angabe) anerkannt. |
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| Was ist das Besondere am
Marchfeldspargel ? |
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Das günstige Klima (hohe Temperaturmittel) und
die speziellen Bodenverhältnisse (lockere Au- und
Schwemmlandböden mit hohem Humus- , Löß- und Sandgehalt)
bekommen dem Spargel besonders gut. Dass diese Bedingungen ideal
für Spargelpflanzen sind, zeigt sich auch darin, dass der
Spargel in seiner Wildform hier heimisch ist.
Durch langjährige Erfahrung (=Anbauversuche) werden von den
Marchfelder Spargelbauern nur Sorten gepflanzt, die bei diesen
speziellen Produktionsbedingungen am besten geeignet sind.
Alle Mitglieder der ARGE Marchfeldspargel produzieren nach den
IP Produktionsrichtlinien (= Richtlinien für die integrierte
Produktion von Gemüse = umweltschonend) bzw. biologisch. Damit
wird garantiert, dass die geerntete Ware von bester innerer
Qualität ist. Marchfeldspargel zeichnet sich durch sein
besonders typisches, feines Spargelaroma aus. Er enthält weniger
Bitterstoffe und besticht durch seine Zartheit.
Sofort nach der Ernte wird der Marchfeldspargel mit Eiswasser
gekühlt (stoppt die Veratmung wertvoller Inhaltstoffe), genau
sortiert und im Kühlhaus gelagert
Österreichweite Distribution binnen 24 Stunden garantiert eine
erntefrische Ware. Aufgrund des hohen Wassergehaltes (ca. 93 %)
sollte Spargel so frisch wie möglich verarbeitet werden. |
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| Vom Wert des Spargels: |
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| Spargel hat nur wenig Kalorien (17 kcal/100g),
ist aber trotzdem reich an Eiweiß, Kohlehydraten, den
Mineralstoffen Phosphor, Kalium, Calcium, Natrium, Eisen, an
Provitamin A und den Vitaminen B1, B2, B6 und C. Spargel ist
nicht nur wegen seiner Kalorienarmut hochwertige Diabetikerkost,
er regt auch allgemein den Stoffwechsel an, reinigt das Blut,
schlemmt Schlacken und Giftstoffe aus dem Körper, unterstützt
die Leber-, Nieren- und Lungenfunktion und verhilft zu reiner
Haut. |
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| Wirtschaftliche Bedeutung
des Marchfeldspargels |
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Zur Zeit besteht im Marchfeld eine Anbaufläche
von ca. 280 ha Spargel
(2011). Die Erntemenge wird geschätzte 1000 Tonnen betragen. Die
Ernteschätzungen müssen aufgrund der letzten 3 Jahre (kühle
Witterung)
nach unten revidiert werden. Vergleicht man die Produktionsmenge
2010
(1000 t) mit der gesamten Inlandsproduktion (2010: 1919 t) so
ist ersichtlich,
dass ca. 50 % des österreichischen Spargels im Marchfeld erzeugt
wird.
Vermarktet werden die 1000 Tonnen Marchfeldspargel ca. 1/3 ab
Hof, ca. 1/3
direkt an die Gastronomie und ca. 1/3 an den Handel, wobei
zunehmend
auch eine Handelskettenbelieferung erfolgt. |
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Jedes Mitglied des Vereins Genuss Region
Marchfeldspargel g.g.A. ist
berechtigt, Spargel mit dem Etikett „MARCHFELD SPARGEL“ -
Täglich frisch
aus den Marchfelder Spargelgütern und mit dem Namen "Genuss
Region
Marchfeldspargel g.g.A." zu vermarkten. |
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Presseinformation 2011
Verein Genuss Region Marchfeldspargel g.g.A. |
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