| Die Wiener Stadtbahn |
| ( Duncan J. D. Smith; Nur in
Wien ) |
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Bild: Der Zollamtssteg an der von
Otto Wagner gestalteten
früheren Stadtbahnlinie;
unten der Wien-Fluss
© Verlag Christian Brandstätter - Duncan J. D. Smith |
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Um 1890 war die rapide wachsende Stadt Wien von ihren
alten Stadtmauern befreit und die Vororte waren zum Großteil
eingemeindet. 1893 begann man mit dem Bau der Stadtbahn, dem ersten
öffentlichen, von Straßen unabhängigen Verkehrsmittel. Wie bei der
berühmten Pariser Métro sollten die Architekturelemente durchgestaltet
sein, ganz nach der letzten Mode im europäischen Design.
Der Architekt, der den Bau der etwa 30 Stationen, der Brücken, Tunnel
und anderen Anlagen entlang der etwa 40 Kilometer Bahn übernehmen
sollte, war Otto Wagner. Eine gute Wahl, war er doch 1897 zusammen mit
Gustav Klimt unter den Begründern der Wiener Secession gewesen.
Gemeinsam mit ihm war er Vorläufer des Wiener Jugendstils, in dem
Funktionalität und Ästhetik aufs vollkommenste vereint waren. Wagner war
der festen Überzeugung, dass die neue Bahn, die hauptsächlich
oberirdisch verlief, von äußerster Wichtigkeit für eine moderne Stadt
sei; seine visionären Pläne für eine ausschließlich unterirdisch
angelegte Bahn fanden damals allerdings keine Beachtung. Wenn man heute
mit der elektrischen U-Bahn fährt (ab 1925 wurde die dampfbetriebene
Stadtbahn aus Wagners Zeit elektrifiziert), erkennt man leicht seinen
ausgeprägten Stil, der damals gegen den veralteten historistischen
Ringstraßenstil des späten 19. Jahrhunderts ankämpfte. Typisch sind das
elegante Mauerwerk, Jugendstilmotive wie etwa Sonnenblumenrosetten und
Kränze, stilisierte Buchstaben und überall grün angestrichenes
Schmiedeeisen – von Balustraden und Laternen bis zu Fenster- und
Türgittern. Besonderes sehenswert sind die Stationen Stadtpark,
Kettenbrückengasse, Hietzing und Rossauer Lände auf der heutigen Linie
U4. Diese ursprünglich als Wiental-Linie bekannte Trasse folgte dem
Verlauf des Wien-Flusses, der eingedämmt ist, zum Teil unterirdisch
verläuft und im selben Stil verbaut ist. Beachten Sie den spektakulären
Viadukt, der am Sechshauser Gürtel Straße und Fluss überquert, und den
technisch eindrucksvollen Zollamtssteg weiter flussabwärts, wo
Bahnbrücke und Fluss diagonal darunter verlaufen...
...Wagner hat übrigens auch die Bahnlinie entworfen, die Wiens westliche
Bezirke entlang des Gürtels verband (heute U6). Die Strecke zwischen
Spittelau und Margaretengürtel folgt dem alten Linienwall, der unter
Prinz Eugen 1704 erbaut wurde, um die exponierten inneren Vorstädte
(heute III. bis XIX. Bezirk) vor Angriffen zu schützen. Sie besteht vor
allem aus einer erhöht angelegten Trasse, die durch eine Reihe anmutiger
Ziegelbögen (Stadtbahnbögen) gestützt wird; in den Bögen sind heute
Geschäfte, Supermärkte, Kaffeehäuser und Bars untergebracht. Besonders
elegant sind die monumentale Brücke über die Währinger Straße –
Fuchsthallergasse und die kleine Kapelle zum hl. Nepomuk, dem
Schutzheiligen der Brücke. Leider wurde nichts aus Wagners Traum, den
Gürtel zu einer zweiten Ringstraße zu machen; seine Bahn ist eine der
wenigen erfreulichen architektonischen Erscheinungen an dieser belebten
Durchzugsstraße. |
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| auszugsweise aus |
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| Duncan J. D. Smith; Nur in Wien |
Ein Reiseführer zu sonderbaren Orten,
geheimen Plätzen und versteckten Sehenswürdigkeiten
Aus dem Englischen von Brigitte Hilzensauer
Fotografien von Duncan J. D. Smith
„Die Straßen Wiens sind mit Kultur gepflastert, die Straßen
anderer Städte mit Asphalt.“ Karl Kraus (1874-1936)
Wien ist sicherlich eine der großartigsten und zugleich
homogensten Hauptstädte in Europa. Und es ist eine der
faszinierendsten. Die Überfülle an Reiseführern, die es zu
kaufen gibt, präsentiert dem nicht allzu anspruchsvollen
Besucher eine märchenhafte (und leicht zugängliche) Fülle an
Museen, Kirchen, Palais und kulinarischen Lokalitäten, und sie
erzählen von der Geschichte der Stadt seit den Zeiten der Römer
über jene des Habsburgerreiches bis zur Gegenwart. |
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mit freundlicher Genehmigung |
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| Christian Brandstätter
Verlagsgesellschaft m.b.H. |
| Das Verlagsservice für Museen, Unternehmen
und öffentliche Stellen |
| www.brandstaetter-verlag.at |
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| Stadtbahn |
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(
www.wienerlinien.at
) |
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Eröffnung der Stadtbahn. Ansichtskarte 1898
Christian Brandstätter
Verlagsgesellschaft m.b.H. |
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| Im 19. Jahrhundert wuchsen die
europäischen Hauptstädte zu Metropolen heran. Gleichzeitig mussten aus
purer Notwendigkeit moderne städtische Verkehrsmittel entwickelt werden.
Auch in Wien wälzte man seit der ersten Stadterweiterung (1850 - 1861)
Pläne für eine Stadteisenbahn, auch Metropolitanbahn genannt. Damals
wurden die Vorstädte (heute die Bezirke 3 - 9) eingemeindet und mit der
Stadt (heute 1. Bezirk) verbunden. Das war möglich geworden, nachdem
Kaiser Franz Joseph in dem berühmten "Handschreiben" vom Dezember 1857
die Schleifung der mittelalterlichen Befestigungsanlagen angeordnet
hatte. Auf dem frei werdenden Gelände entstand von 1858 bis 1865 die
Ringstraße mit ihren Prachtbauten. |
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| 1865 begann man in Wien mit dem Bau von
Pferdebahnlinien, zur Realisierung einer leistungsfähigen Stadtbahn kam
es bis auf Weiteres nicht, wenn auch ein Projekt das andere jagte: 1873
lagen nicht weniger als 23 vor. Ein ungünstiger Zeitpunkt, denn der
Börsenkrach im gleichen Jahr machte allen Stadtbahn-Planungen vorläufig
ein Ende. Schließlich vergingen bis zum ersten Spatenstich (November
1892) noch rund 20 Jahre und inzwischen war Wien mit der 2.
Stadterweiterung 1890/92 (Eingemeindung der Vororte als Bezirke 11 bis
19) zu einer Großstadt mit rund 1,360.000 Einwohnern geworden. Juli
1892: Bau der Stadtbahn wird per Gesetz beschlossen und eine Kommission
wird gegründet; Linienführung: von den 1892 vorgesehenen sechs Linien
wurden vier realisiert: Gürtellinie, Vorortelinie, Wientallinie und
Donaukanallinie; November 1892: erster Spatenstich, Baubeginn Februar
1893. Die vollendeten Linien der Wiener Stadtbahn eröffnete am 9. Mai
1898 "Seine Majestät der Kaiser" mit großem Zeremoniell. Ab der
Eröffnung wurde der Betrieb auf der Wiener Stadtbahn hauptsächlich mit
den extra dafür gebauten Dampflokomotiven der Reihe 30 und einem
speziellen, zweiachsigen Wagenpark abgewickelt. Schon zu dieser Zeit war
aber die Dampftraktion einigermaßen veraltet, sodaß bald Versuche mit
elektrischen Fahrzeugen durchgeführt wurden. Die Wiental-, Donaukanal-
und die Gürtelstrecke wurden in den Jahren 1924 und 1925 elektrifiziert,
die mechanischen Signale wurden zu elektrischen Lichtsignalen umgebaut
und sieben Stellwerke regelten den Betrieb in Abzweigungs- und
Kreuzungsbereichen. Für den elektrischen Stadtbahnbetrieb wurde ein
eigener Wagenpark angeschafft. 180 zweiachsige Triebwagen der Type "N"
und 270 Beiwagen der Typen "n" und "n1" besorgten ab der Eröffnung am 3.
Juni 1925 den Personenverkehr. Es wurden Züge aus bis zu neun Wagen
gebildet, wobei in einem Zug bis zu drei Triebwagen eingereiht waren.
Der Zweite Weltkrieg brachte auch für die Stadtbahn viele
Einschränkungen und Zerstörungen. Die Streckenteile der Gürtel- und der
Donaukanallinie nach Heiligenstadt wurden bei Bombenangriffen so
nachhaltig zerstört, daß sie erst im Jahr 1954 wieder in Betrieb
genommen werden konnten. |
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Die Linien
Die Gürtellinie |
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| Die Gürtellinie gehört zu jenen Stadtbahnlinien, die im Mai 1898
feierlich eröffnet wurden. Die Gürtellinie verläuft von Heiligenstadt
bis Josefstädter Straße als Hochbahn. So entsprach sie der Forderung,
daß alle wichtigen Straßenzüge (mit Ausnahme der Hasnerstraße) die
Stadtbahn kreuzungsfrei queren konnten. Danach senkt sich die Strecke,
dieächste Haltestelle Burggasse liegt in der Tiefbahn, ebenso die
Station Westbahnhof gegenüber dem Kopfgebäude des Bahnhofs. Danach
verläuft die Gürtellinie teils im gedeckten, teils im offenen
Einschnitt. Die nächste Haltestelle Gumpendorfer Straße liegt wieder in
der Hochbahn, danach überfährt die Bahn auf einem grandiosen
Brückenensemble das Wiental, setzt sich stark
absteigend am rechten Wienflußufer fort und erreicht die
Wientallinie. Von 1898 bis 1989 tat sie das an der Station
Meidling-Hauptstraße, seither an der im Zuge des U-Bahn-Baus neu
errichteten Station Längenfeldgasse, von wo aus die U6 weiter nach
Siebenhirten fährt. Von Wagners Stationsgebäuden sind erhalten:
Nußdorfer Straße, Währinger Straße, Alser Straße, Josefstädter Straße,
Burggasse und Gumpendorfer Straße. Mit Ausnahme der Burggasse handelt es
sich dabei um Hochbahnstationen. Vom Bahnhof Heiligenstadt sind der
Personentunnel und größtenteils die Bahnsteige erhalten, dem veränderten
Aufnahmegebäude wurde eine neue Schalterhalle vorgebaut.
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Die Vorortelinie |
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Die Vorortelinie ist die zweite Stadtbahnlinie, die im Mai 1898
vollständig eröffnet wurde. Sie ging wie die Gürtellinie und die
Donaukanallinie vom Bahnhof Heiligenstadt aus und mündete an der Station
Penzing in die Westbahn, auf deren Geleisen die Stadtbahnwagen nach
Hütteldorf weiter fahren konnten. Somit erfüllte sie ebenfalls die
geforderte Anbindung in das vorhandene Schienennetz. Heute wird die
Vorortelinie von den ÖBB als Schnellbahn (S 45) betrieben mit den
Endstationen Hütteldorf und Handelskai. Die Verbindung von Heiligenstadt
über den Donaukanal in den 20. Bezirk gab es auch vor 100 Jahren schon,
sie endete am Frachtenbahnhof Brigittenau. Die historische Vorortelinie
verlief von Heiligenstadt über die Stationen Unter-Döbling,
Ober-Döbling, Gersthof, Hernals, Ottakring und Breitensee nach Penzing.
Wie die Gürtellinie durchfährt sie hügeliges Terrain und verläuft je
nachdem als Hochbahn oder als Tiefbahn. Außerdem gibt es drei
Tunnelstrecken. Sie war vor allem für den Güterverkehr bestimmt und in
der Streckenführung weniger repräsentativ angelegt als die anderen
Linien, statt der Stützmauern und Viadukte hat man hier auch Erddämme
und geböschte Einschnitte zugelassen
Die erhaltenen Stationsgebäude:
Gersthof, Hernals und Ottakring, alles Hochbahnstationen. Penzing
ist eine alte Station der Westbahn, der eigens für die Vorortelinie
errichtete Bahnsteig mit hölzerner Überdachung ist ebenfalls erhalten. |
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Die Wientallinie |
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Die obere Wientallinie (Hütteldorf bis Meidling Hauptstraße) wurde 1898
eröffnet. Die untere Wientallinie bis Hauptzollamt 1899. Gleichzeitig
mit dem Bau der unteren Wientallinie baute man die
Verbindungsbahnstrecke Hauptzollamt - Praterstern für die Stadtbahn aus.
Die zwei damals für den Personenverkehr errichteten Stationen,
Radetzkyplatz und Praterstern, bestehen nicht mehr.
Laut Vorgabe der planenden Behörden mußte die Stadtbahn wichtige
Bahnhöfe des Wiener Fern- und Lokalverkehrs verbinden. Für die
Wientallinie waren das der Bahnhof Hütteldorf an der k. k.
Staatsbahnlinie Wien-Salzburg (Endpunkt im Wiental) und der Bahnhof
Hauptzollamt (heute Wien-Mitte) der Verbindungsbahn. Diese beiden
Bahnhöfe wurden zu diesem Zweck umgebaut und erweitert. Besonders zeit-
und kostenaufwendig gestaltete sich dies beim Bahnhof Hauptzollamt. Er
wurde unter die Erde verlegt, und während des Umbaus mußte der Zollamts-
und Markthallenverkehr aufrechterhalten werden. Die Wientallinie
verläuft von Ober St. Veit bis zum Stadtpark neben dem regulierten
Wienfluß als Tiefbahn. Die südliche Quaimauer des Wienflusses ist
gleichzeitig die nördliche Mauer des Bahneinschnitts. Eingewölbt wurde
die Strecke nur an Kreuzungen und von der Schikanedergasse bis zum
Stadtpark, die restliche Strecke verläuft im offenen Einschnitt. Die
Haltestellen sind nach der Stationstype Tiefbahnpavillon ausgeführt. |
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| Die Donaukanallinie |
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Am 6. 8. 1901 wurde die Donaukanallinie ohne irgend ein feierliches
Zeremoniell - so meldete es die Neue Freie Presse am Eröffnungstag - dem
Verkehr übergeben. Diese Linie schloß das Stadtbahnprojekt des 19.
Jahrhunderts ab. Die auf einen späteren Zeitpunkt verschobenen
Ergänzungen des Stadtbahnnetzes wurden nie realisiert. Der Bau der
jüngsten Stadtbahnlinie hatte sich in die Länge gezogen, weil die
Trassenführung umgeplant werden mußte und die Regulierungsarbeiten am
Donaukanal sehr viel Zeit in Anspruch nahmen. Teil der
Regulierungsarbeiten und Voraussetzung für eine Stadtbahnlinie entlang
des Kanals war der Bau des Nußdorfer Wehrs. Den Auftrag über die
architektonische Gestaltung des Wehrs hatte ebenfalls Otto Wagner
erhalten, es wurde 1898 fertiggestellt.
Die Donaukanallinie geht, wie die Vorortelinie und die Gürtellinie, von
Heiligenstadt aus und mündete am Bahnhof Hauptzollamt (heute Wien Mitte)
in die Wientallinie. Damit bilden wie bei den anderen Linien wichtige
Wiener Bahnhöfe die Endpunkte der Strecke. Die Bahn verläßt Wien Mitte
in Tieflage, wird auf der Fachwerkbrücke bei der Übersetzung des
Wienflusses sichtbar und erreicht - wieder im gedeckten Einschnitt - die
Station Schwedenplatz (früher Ferdinands-Brücke). Von da bis zur
Friedensbrücke (früher Brigittabrücke) fährt sie in der gegen den
Donaukanal offenen Galerie und steigt dann empor. Als Stadtbahn fuhr sie
danach in durchgehender Hochlage bis zur Endstation Heiligenstadt, als
U4 senkt sie sich im Bereich der neuen Station Spittelau vorübergehend
auf Tiefbahnniveau.
Gleichzeitig mit der Donaukanallinie wurde auf Viadukten und
Eisenbrücken eine direkte Verbindung zwischen Donaukanallinie und
Gürtellinie geschaffen: die Verbindungskurve zwischen den Stationen
Friedensbrücke (damals Brigittabrücke) und Nußdorfer Straße. Die
Funktion der alten Verbindungskurve - die U6 befährt noch ein kurzes
Teilstück davon - hat inzwischen die Station Spittelau übernommen, die
U4 und U6 verknüpft. |
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| auszugsweise aus |
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Otto Wagners
Gesamtkunstwerk Wiener Stadtbahn - Eine Reise in die Geschichte des
öffentlichen Verkehrs und ein Anreiz zum Kunstgenuß beim
U-Bahn-Fahren
www.wienerlinien.at |
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| Otto Wagner |
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Otto Wagner wurde am 13. Juli 1841 als Sohn eines Notars in
Penzing geboren; Penzing war damals noch ein Vorort Wiens und
ist heute Teil des gleichnamigen 14. Bezirks. Zwischen 1857 und
1862 studierte Wagner am Wiener Polytechnischen Institut, an der
Königlichen Bauakademie in Berlin und an der Akademie der
bildenden Künste in Wien. Er war zweimal verheiratet und hatte 3
Kinder aus erster und 3 Kinder |
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| aus zweiter Ehe. Von 1894 bis 1912 war er Professor
für Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien und als
solcher Gründer der international viel beachteten Wagner-Schule. Wagner
hatte im Lauf seiner Karriere zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen
erhalten. Er starb im letzten Jahr des 1. Weltkriegs, am 11. April 1918.
Zeitgenossen beschreiben Otto Wagner als einen tatkräftigen Genußmenschen. Als "energische und
sprudelnde Kampfnatur", als "Großbaumeister der Großstadt in der
neuen Epoche". (Zitate: Eugen Guglia) Er sei - so Berta Zuckerkandl
- ein "Epikureer, Optimist, Revolutionär, Skeptiker, Weltmann,
Diplomat, gleichzeitig ein Draufgänger bis zur Grobheit" gewesen.
Rund 55 Jahre lang, von den 1860iger Jahren bis 1918 baute und
plante Otto Wagner Bauwerk um Bauwerk. Villen, Wohn- und
Geschäftshäuser, Kirchen, Bankgebäude und das Gesamtkunstwerk Wiener
Stadtbahn. Diese Stadtbahn ist sein Hauptwerk und sein bekanntestes
Werk. Darüber hinaus kennt man noch die gleichzeitig mit der
Stadtbahn entstandenen Häuser auf der Wienzeile im Jugendstil, die
einige Jahre später gebaute Kirche am Steinhof und die
Postsparkasse. Dabei war Otto Wagner schon über 50 Jahre alt, als er
1894 den Stadtbahnauftrag erhielt. Was er in den dreißig Jahren
davor gebaut hat, ist meist nur Fachleuten bekannt. |
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| auszugsweise aus |
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Otto Wagners
Gesamtkunstwerk Wiener Stadtbahn - Eine Reise in die Geschichte des
öffentlichen Verkehrs und ein Anreiz zum Kunstgenuß beim
U-Bahn-Fahren
www.wienerlinien.at |
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Briefmarken bei Post.at zum Thema |
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Serie Eisenbahnen - Wiener Stadtbahn |
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Vor 110 Jahren, genau am 9. Mai
1898, eröffnete Kaiser Franz Josef
feierlich die Wiener Stadtbahn.
Unter diesem Namen existierte dieses
öffentliche Nahverkehrsmittel bis
1989. Ihre Strecken sind heute Teil
des U-Bahn-Netzes sowie der Wiener
Schnellbahn. Bereits seit der ersten
Stadterweiterung Wiens in der Mitte
des 19. Jahrhunderts wälzte man
Pläne für eine Stadteisenbahn.
Jahrzehnte vergingen, ehe 1892 der
erste Spatenstich erfolgte. |
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Erscheinungsdatum: |
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20.06 2008 |
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Druckart: |
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Kombinationsdruck |
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Entwurf: |
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Peter Sinawehl |
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Stich: |
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Prof. Gerhart
Schmirl |
| Druck: |
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Österreichische
Staatsdruckerei |
| Art: |
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Sonderpostmarkenserie |
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auszugsweise aus |
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