Volksoper Wien
Volksoper Wien - © Gaube, Citype
Die Volksoper ist Wiens großes Opern-, Operetten- Musical- und Tanztheater, das anspruchsvolle musikalische Unterhaltung bietet: neben Opern des 18., 19. und 20. Jahrhunderts jährlich mehr als 100 Aufführungen von (Wiener) Operetten, dazu klassische Musicals, zeitgenössischer Tanz und Konzerte.
In rund 300 Aufführungen stehen rund 35 verschiedene Produktionen - davon sind sieben Premieren - auf dem Programm.  Im September 2003 übernahm Rudolf Berger, zuletzt Operndirektor in Strassburg, von Dominique Mentha die Intendanz des 1400 Plätze fassenden Repertoiretheaters. In rund 300 Aufführungen stehen rund 35 verschiedene Produktionen - davon sind sieben Premieren - auf dem Programm. Im September 2003 übernahm Rudolf Berger, zuletzt Operndirektor in Strassburg, von Dominique Mentha die Intendanz des 1400 Plätze fassenden Repertoiretheaters. Musikdirektor wurde der französische Dirigent Marc Piollet. Der italienische Choreograph Giorgio Madia leitet das Ballett der Volksoper Wien. Die heutige Volksoper Wien wurde 1898 als "Kaiser-Jubiläums-Stadttheater" eröffnet und zunächst nur als Sprechbühne geführt. Erst 1903 wurden auch Opern und Singspiele in den Spielplan aufgenommen. 1904 wird aus dem Stadttheater Wien die Volksoper. *Tosca" (1907) und *Salome" (1910) hatten an der Volksoper ihre Wiener Erstaufführung; weltbekannte SängerInnen wie Maria Jeritza, Leo Slezak oder Richard Tauber waren schon zu Beginn ihrer Karriere an der Volksoper aufgetreten; Alexander Zemlinsky wirkte hier als Dirigent und ab 1906 als erster Kapellmeister.
Volksoper Wien - © E. Gaube, Citype
Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich die Volksoper zu Wiens zweitem repräsentativem Opernhaus, wurde aber ab 1929 wieder zu einem "Neuen Wiener Schauspielhaus", in dem auch leichte Operetten gegeben wurden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Volksoper als Ausweichquartier für die zerstörte Wiener Staatsoper.

Nach der Wiedereröffnung der Staatsoper 1955 wurde die Volksoper wieder als selbständiges Musiktheater mit Oper, Operette und Musical geführt. Seitdem haben die Direktoren Franz Salmhofer (1955-63), Albert Moser (1963-73), Karl Dönch (1973-86), Eberhard Waechter (1987-92) Ioan Holender (1992-96), Klaus Bachler (1996-99) und Dominique Mentha (1999-2003) das Profil der Volksoper geprägt.
 
Ausschnitt aus dem Bundestheaterorganisationsgesetz 1998

§ 2/5 Die Volksoper Wien ist als repräsentatives Repertoiretheater für Oper, Spieloper, Operette, Musical und für Ballett und modernen Tanz zu führen. Durch die Förderung sängerischer Entwicklungen soll ein genuines Volksopernensemble weiterentwickelt werden. Die ,,Volksoper'' soll eine Ergänzung und Erweiterung des österreichischen Musiktheater - und Tanzangebotes in Richtung Innovation hinsichtlich Spielplan und Interpreten sein und dadurch auf eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Begriffes ,,Volksoper'' einwirken sowie den Aspekt der Kulturvermittlung für ein breites Publikum mitberücksichtigen. Die Stellung der Volksoper Wien im Kreis der internationalen Häuser ähnlicher Ausrichtung ist zu erhalten und auszubauen. Das qualitativ hervorragende Angebot an Operette und Spieloper ist zu erhalten. Wesentliche Grundlage der künstlerischen Qualität des Repertoiretheaters mit breitgefächertem Spielplan ist das Orchester, das im erforderlichen Umfang aufrechtzuerhalten ist.
Erreichbarkeit:
Öffentliche Verkehrsmittel:
Wiener Linien
U-Bahnlinie U6
Straßenbahnen 40, 41, 42
Bus 40A
Haltestelle
Währinger Straße / Volksoper

Ein Taxistandplatz befindet sich am Währinger Gürtel.

Mit dem Auto:
Parkgarage im WIFI und im AKH
Volksoper Wien
A-1090 Wien, Währingerstraße 78
+43-(0)1- 514 44-30
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100 Jahre Volksoper in Wien
Bild: © Post.at
 Das "Kaiser-Jubiläums-Stadttheater", die heutige Volksoper, wurde am 14. Dezember 1898 unter der Direktion Adam Müller-Guttenbrunn mit der "Hermannschlacht" von Heinrich von Kleist eröffnet. Nach einer sehr wechselhaften und nicht immer konfliktfreien Geschichte des Hauses wurde die Volksoper - nunmehr im Verband der Bundestheater - schließlich unter der Direktion von Franz Salmhofer, später unter Karl Dönch und dem berühmten Bariton Eberhart Wächter eine weltweit beachtete Bühne und ist heute eine außerordentlich geschätzte Pflegestätte für Oper, Operette und Musical.
Erscheinungsdatum:   10.9 1998
Druckart:   Rastertiefdruck
Entwurf:   Helga Herger
Druck:   Österreichische Staatsdruckerei
Art:   Sonderpostmarke
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