Votivkirche
Votivkirche - © S. Gaube, 2008
Errichtet 1855-79 nach Entwurf von H. v. Ferstel auf Anregung von Kardinal J. O. v. Rauscher und mit Hilfe des damaligen Thronfolgers Erzhzg. Ferdinand Maximilian (später Ks. Maximilian von Mexiko) zum Gedächtnis an die Errettung Ks. Franz Josephs I. beim Libényi-Attentat 1853.  
Votivkirche - © S. Gaube, 2008 Votivkirche - © S. Gaube, 2008
   
Votivkirche - © S. Gaube, 2008 Votivkirche - © S. Gaube, 2008
Der neugot. Bau bildete den Auftakt zur Stadterweiterung und wurde dann in die Ringstraße einbezogen. Die urspr. Idee, ihn als Reichskirche und Ruhmeshalle zu verwirklichen, ließ sich nicht realisieren. 1862 widmete der Kaiser die Votivkirche als Garnisonskirche, 1878 erhob er sie zur Propsteikirche und leitete ihre Verbindung zur Universität ein.
Votivkirche 1905
Der Kirchenbau, der zunächst auf dem höchsten Punkt der Belvedere-Anhöhe stehen sollte. Als endgültiger Standort jedoch wurde im Oktober 1855 der Platz vor dem damaligen Schottentor gewählt. Somit ist die Votivkirche 'Zum Göttlichen Heiland' noch vor dem Abbruch der Basteien der erste Bau an der späteren Ringstraße.
Aus einer internationalen Konkurrenz und 75 eingegangenen Projekten fiel die Wahl der Jury unter Vorsitz von Erzherzg Ferdinand Max mit König Ludwig I. von Bayern als Beirat am 29. Mai 1855 auf den Entwurf des erst 27jährigen Heinrich Ferstel. Der Grundstein wurde am 24.04.1856 gelegt. Am 24.04.1879 erfolgte die Weihe.
Die Grundsteinlegung der Votivkirche. Kol. Lithographie v. F. Kollarz. 1856
Die lange Bauzeit ist die Folge von Ferstels Bestrebungen, den Hausteinbau in alten Handwerkstechniken ausführen zu lassen, um das alte Bauhüttenwesen zu beleben. Gemäß dem hohen Anspruch des Werkes wählte Ferstel für die dreischiffige Basilika mit Querschiff und polygonalem Chor mit Umgang und Kapellenkranz die bedeutendsten französischen und deutschen Kathedralen zum Vorbild. Die hochaufragenden Fassadentürme beeindrucken durch ihre filigrane Gestalt. Der reiche plastische Schmuck an der Fassade und im Inneren wurde von Josef Gasser, Johann Benk, Franz Melnitzky, Franz Erler geschaffen. Von Viktor Tilgner stammt ein Reliefporträt Ferstels über der Kanzel. Der ursprünglich für die Votivkirche vorgesehene Hochaltar erwies sich als zu groß und wurde daraufhin in die Augustinerkirche übertragen.
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Ringstraße
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