Westautobahn
Die West Autobahn (A1) ist die erste in Österreich gebaute Autobahn und geht auf die Planung der Reichsautobahn zurück. Sie führt von Wien über Linz nach Salzburg, wo am Walserberg die deutsche A8 anschließt.

Das erste schon während des Zweiten Weltkriegs gebaute Stück war in Salzburg. Die letzten Lücken wurden in den 70er-Jahren über den Strengberg an der Grenze zwischen Ober- und Niederösterreich und in Oberösterreich zwischen Lambach und Vöcklabruck geschlossen. Eines der letzten Bauabschnitte war zwischen Preßbaum und Wien.
Ausbau
Nachdem sie die wichtigste West-Ostverbindung im Straßenverkehr darstellt, werden laufend Teilstücke von der Asfinag auf drei Fahrspuren ausgebaut. Ziel ist ein sechsstreifiger Ausbau zwischen dem Knoten Steinhäusl und dem Knoten Voralpenkreuz.

Am 7. Oktober 2005 war die Verkehrsfreigabe nach dem Ausbau des Teilstück der A1 zwischen dem Knoten Voralpenkreuz und dem Knoten Haid. Der 20 km lange Abschnitt wurde innerhalb von nur 23 Monaten auf drei Fahrspuren plus Pannenstreifen ausgebaut. Diese kurze Bauzeit war nur dadurch möglich, das im ersten Teil des Ausbaus, als die Richtungsfahrbahn Salzburg ausgebaut wurde, der Verkehr in Richtung Wien zwischen dem Knoten Voralpenkreuz und dem Knoten Haid über die Innkreis Autobahn A8, den Knoten Wels und die Welser Autobahn A25 umgeleitet wurde. Im zweiten Ausbauschritt war eine Umleitung nicht mehr nötig, und der Verkehr wurde auf der ausgebauten Fahrbahn geführt. Dabei wurde auch eine Mitteltrennung errichtet. Erstmals wurde die Geschwindigkeit einer Autobahnbaustelle nicht auf 80 km/h beschränkt, sondern auf 100 km/h. Diese Begrenzung wurde mittels Section Control überwacht. Es gab keine schweren Unfälle während der Bauzeit und die Beschränkung wurde von einer Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer eingehalten.
Historisches
Spatenstich zum Bau der Westautobahn am Walserberg
Bilder oben: Spatenstich für die Reichsautobahn am Walserberg.

Bild links: Baustelle der Reichsautobahn am Walserberg im Juni 1939. Im Hintergrund eine Atrappe für die Riesenskulptur des Bildhauers Josef Thorak.
Der Spatenstich der West Autobahn war bereits kurz nach dem Anschluss (Österreichs an das Deutsche Reich) am 7. April 1938 bei Salzburg im Beisein von Adolf Hitler. Als Touristen getarnte Techniker hatten das Gebiet bereits 1937 erkundet, so dass bei Baubeginn bereits die Trasse großräumig weitgehend feststand. Bereits im Sommer 1938 waren von den geplanten 150 km 60 km im Bau.
Salzburger Zeitung 1938
Hitlers Spatenstich zum Anschluss-Bau der Reichsautobahn auf dem Walserberg; geschickte metaphorische Verknüpfung von Technik und Mythos: Nibelungen, Schlacht auf dem Walserfeld. (Salzburger Zeitung vom 8. 4. 1938)
Am 13. September wurden die ersten zwei Teilstücke der Ostmark bei Salzburg bereits eröffnet. Durch den Arbeitskräftemangel im Verlauf des Krieges verzögerte sich aber der Bau, bis er gänzlich zum Erliegen kam. Nach dem Krieg dachte man zwar an den Weiterbau der Autobahn auch in der amerikanischen Besatzungszone. Dies wurde aber durch die Besatzung der Sowjets verhindert, so dass ein Weiterbau erst nach dem Staatsvertrag im Jahr 1955 möglich war.
Baubeginn der Autobahn bei Hallwang-Esch (1954)
Bild aus www.salzburg.gv.at
Dieser Bericht basiert auf einem Artikel der
WIKIPEDIA - Die freie Enzyklopädie
und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz
für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
de.wikipedia.org
Massenkarambolage auf der Westautobahn
30. September 2002
Das oberösterreichische Seengebiet, durch das auch die Westautobahn (A1) führt, zählt zu den Top-Nebelgebieten in ganz Österreich. Immer wieder kam es in diesem Bereich bei dichtem Nebel bereits zu schweren Unfällen. Gegen 7.00 Uhr morgens des 30. September 2002 zog über das Gebiet zwischen Aurach und Seewalchen erneut eine Nebelbank auf. Laut Aussagen von Anrainern war es dieses Mal jedoch außergewöhnlich: Der Nebel zog innerhalb weniger Sekunden über die Region und erlaubte eine Sichtweite von teilweise nur mehr rund drei bis fünf Metern!
Folgenschwerer Massenunfall
Der erste, folgenschwere Massenunfall ereignete sich nahe Schörfling in Fahrtrichtung Wien (km 232,300). Nach dem ersten Zusammenstoß ging es Schlag auf Schlag. 14 Pkws und zahlreiche Lkws kollidierten im dichten Nebel. Pkws wurden zusammen geschoben, über die Autobahn geschleudert und unter Lkws gequetscht. Fünf Menschen starben in den Bleckknäueln, zahlreiche werden verletzt. Kurze Zeit später erging der erste Notruf an Rettung und Feuerwehr, dass ich an besagter Stelle eine Massenkollision ereignet habe. Fünf Menschen verloren bei diesem Horror-Unfall ihr Leben. Unverzüglich wurden seitens der Bezirkswarnstelle Vöcklabruck um 07.02 Uhr die ersten Feuerwehren zur Einsatzstelle alarmiert
Foto: Kollinger - www.fireworld.at
Links: Ein Rettungsfahrzeug, der bereits zu einem der Unfälle unterwegs war!
Aus beiden Fahrzeugen konnten Personen lebend befreit werden!
Rechts: Der Lenker des unter den Tankwagen geschobenen Pkws verließ noch rechtzeitig sein Fahrzeug, bevor das nächste Fahrzeug es unter den Laster schob!
Weitere Kollisionen im Nebel
Während des Ausrückens bzw. der Anfahrt der Einsatzkräfte zu diesem Großereignis ereigneten sich in der Zwischenzeit zwischen Aurach und Seewalchen gleich drei weitere Massenkollisionen, wovon zwei mit weniger als 10 Fahrzeugen eher glimpflich und mit Blechschäden endeten. Der dritte Unfall in Fahrtrichtung Salzburg (km 229,700) endete ebenfalls in einer Katastrophe. Die Situation glich jener der ersten großen Unfallstelle: Rund 40 Fahrzeuge waren in dieser Massenkollision beteiligt, darunter vier Lkws sowie ein SEW des Roten Kreuzes. Das Einsatzfahrzeug des Roten Kreuzes befand sich gerade am Weg zur 1. Unfallstelle, als dieses ebenfalls gerammt und über eine Böschung geschleudert wurde. Wie durch ein Wunder überlebten die Insassen dieses Fahrzeuges, der Lenker wurde jedoch lebensbedrohlich verletzt.
Foto: Kollinger - www.fireworld.at
Die zweite, große Unfallstelle. Den Einsatzkräften erwartetet viel menschliches Leid und
vor allem auch eine psychische Höchstbelastung für jeden Helfer selbst!
Foto: Kollinger - www.fireworld.at
Sattelaufleger in Flammen
Eines der ersten Einsatzfahrzeuge, das die zweite, große Unfallstelle bei Aurach (Fahrtrichtung Salzburg) erreichte, war das Lastfahrzeug der Feuerwehr Rutzenmoos. Die Besatzung war in der "2. Welle" in Richtung des ursprünglich gemeldeten Unfalles unterwegs, als sie im dichten Nebel vor den Trümmern zahlreicher Fahrzeuge stand.
Der Aufleger eines mit Kunststoffmaterialien beladenen Sattelschleppers stand in Flammen, der Lkw-Lenker sattelte bereits ab, um ein Übergreifen der Flammen auf das Führerhaus zu verhindern. Zwischen Führerhaus und Aufleger steckte zwischenzeitlich ein weiterer Pkw, dessen Lenker im Wrack eingeklemmt war. Da das Lastfahrzeug kein Wasser mit sich führt und lediglich mit einem Feuerlöscher ausgestattet ist, entschied sich die Besatzung, das Fahrzeug mittels eines Seiles aus der verklemmten Lage zu ziehen. Diese Maßnahme dürfte dem Lenker des betreffenden Pkws das Leben gerettet haben. Nachrückende Feuerwehren (Alarmzeit: 07.36 Uhr) begannen unverzüglich mit dem Aufbau einer Löschwasserleitung, welche entlang des Pannenstreifens ausgelegt wurde. Nur mit einem massiven Schaumangriff konnte es den Einsatzkräften gelingen, den in Brand stehenden Sattelaufleger zu löschen.
Erst nach dem sich am späten Vormittag der Nebel langsam löste und der Schaum nach und nach zerfiel, kamen weitere, tragische Details zum Vorschein. Unter dem brennenden Aufleger befand sich ein weiterer, völlig zerstörter Pkw, der bis zur Unkenntlichkeit verbrannte. Für den Lenker dieses Fahrzeuges kam ebenfalls jede Hilfe zu spät. Eine weitere Person wurde ein einem von einem Lkw-Zug über die Böschung geschobenen Pkw getötet!
auszugsweise aus
Das 1. Feuerwehr- Online-Magazin ÖSTERREICHS
Diese Webseiten dienen als Informations- und Kommunikationsplattform für Feuerwehren und deren Mitglieder.
www.fireworld.at
Linktipp:
Screenshots
Das 1. Feuerwehr- Online-Magazin ÖSTERREICHS ist seit 31. März 2000 Online.
Bis 176.500 Besucher mit bis zu 3,7 Mio Seitenaufrufen monatlich!
Diese Webseiten dienen als Informations- und Kommunikationsplattform für Feuerwehren und deren Mitglieder. Vorwiegend zur Berichterstattung über das aktuelle Übungs- und Einsatzgeschehen, neue Innovationen im Feuerwehrwesen und zur Kommunikation der Feuerwehren und derer Mitglieder untereinander.
ONLINE SHOP
Online seit: 31. März 2000
Typ: Information
Sprache: Deutsch
Land: Österreich
Anbieter: Hermann Kollinger jun.
seite weiterempfehlen seite drucken nach oben nach oben