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| Wien: (2001) Einwohner: 1,539.848; Bevölkerungsdichte: 3711 pro
km2; Gebäude: 153.693; Wohnungen: 853.091; Haushalte: 725.468; 23 Stadtbezirke, 9
Gerichtsbezirke. |
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| Die offizielle Homepage der Stadt Wien ist: |
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www.wien-vienna.at ist ein Service der Citype - Internet-Portal
BetriebsgesmbH mit Sitz in Wien und bemüht sich, aus den vielfältigsten
Bereichen historische und aktuelle Informationen über Wien, seine
Bewohner und seine Wirtschaft zusammenzutragen sowie eine Linksammlung
offizieller und privater Wien-bezogener Internetseiten zu schaffen und
somit jeder an Wien interessierten Person aufschlussreiche und
vielschichtige Lektüre und Studiengrundlagen zu bieten. |
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| Wien Info |
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| Wien ist das flächenmäßig kleinste, aber einwohnermäßig größte
und dichtest besiedelte Bundesland und das wirtschaftliche, kulturelle und geistige
Zentrum Österreichs. Die Bundeshauptstadt ist mit ihren 23 Bezirken in Bezug auf Fläche
und Einwohner die größte Stadt des Landes; Sitz des Nationalrats und des Bundesrats, des
Bundespräsidenten, der Bundesregierung, aller Zentralbehörden des Bundes, aller
wichtigen diplomatischen Vertretungen ausländischer Staaten, des Obersten Gerichtshofs,
des Verfassungs- und des Verwaltungsgerichtshofs sowie folgender Gerichte: Arbeits- und
Sozialgericht, Handelsgericht, Oberlandesgericht, Jugendgerichtshof, Landesgericht für
Strafsachen, Strafbezirksgericht und verschiedene Bezirksgerichte. In Wien befinden sich
bis 1997 auch der Landtag, die Landesregierung und die Landesbehörden von
Niederösterreich. Wien ist ein Kongress-, Konferenz- und Messezentrum internationalen
Ranges mit Niederlassungen wichtiger internationaler Organisationen (UN-Büros, IAEA,
UNIDO, OPEC usw.), mit dem Konferenzzentrum in unmittelbarer Nähe des Vienna
International Center (UNO-City) sowie mit dem Messegelände im Prater. Darüber hinaus ist
Wien eine der ältesten Städte, eines der wichtigsten Kultur-, Kunst- und
Fremdenverkehrszentren Europas und kann aufgrund seiner Bedeutung zu Recht als Weltstadt
bezeichnet werden. |
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| Lage: |
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| Wien verdankt seine Entwicklung zu einer der größten und
bedeutendsten Städte Mitteleuropas nicht zuletzt seiner begünstigten geographischen
Lage: Zwischen den nordöstlichen Ausläufern der Alpen, im Nordwesten des Wiener Beckens
und großteils südlich der Donau, liegt es am Schnittpunkt alter Verkehrsadern, wie dem
West-Ost-Verkehrsweg der Donau und der historischen Nord-Süd-Straße (Bernsteinstraße).
Die Stadt entwickelte sich zu einer Drehscheibe des europäischen Verkehrs, seit dem Fall
des Eisernen Vorhangs gewinnen vor allem die Verkehrs- und wirtschaftlichen Beziehungen zu
den östlichen Nachbarstaaten an Bedeutung. |
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| Landschaft: |
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Das Stadtgebiet erstreckt sich in einer Seehöhe zwischen 151 m (Lobau)
und 542 m (Hermannskogel) von den Vorhöhen mit Laubwald und dem Flyschbergland des
Wienerwalds (Leopoldsberg, Kahlenberg, Hermannskogel) im Nordwesten, Westen und Südwesten
sowie den Höhen des Wienerbergs und des Laaer Bergs über eiszeitliche Terrassen, die von
Wienerwaldbächen durchschnitten sind, und über das Auen- und Schwemmland der Donau bis
zum Rand des Wiener Beckens bei Schwechat im Südosten sowie des Marchfelds im Osten und
Nordosten.
Zahlreiche zwischen Wienerwald und der Stromtangente gelegene eiszeitliche Terrassen boten
den älteren Phasen der Stadtentwicklung Raum. Die Wachstumsringe erstrecken sich von der
mittelalterlichen Altstadt über die barocken Vorstädte bis zu den gründerzeitlichen
Vororten und sind radial durch die alten Fernstraßen gegliedert. Die mittelalterliche
Stadt entstand auf der rund 10 m über dem Niveau der Stromauen gelegenen Stadtterrasse
und erstreckte sich innerhalb der Mauern des ehemaligen römischen Lagers. Ein merkbarer
Anstieg führt zur Arsenalterrasse, noch höher liegt die Laaer-Berg-Terrasse. Mit dem
Brückenbau über die Donau wurde wegen der breiten Stromauen (bis zu 6 km) erst 1439
begonnen. Floridsdorf entstand in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts als Brückenkopf im
Marchfeld und wurde 1904 in das Stadtgebiet von Wien eingemeindet. Das urbane Wachstum war
aber seit der Gründerzeit nach Westen und Südwesten hin ausgerichtet, wo es durch die
Flyschhöhen des Wienerwalds begrenzt wurde. Erst in den letzten Jahrzehnten des 20.
Jahrhunderts wird im Zuge der Stadterweiterung auch der Raum nördlich und nordöstlich
der Donau als Betriebs- und Wohnstandort gefördert und systematisch entwickelt. |
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| Der Stadtraum teilt sich in zwei nach dem Baualter unterschiedene
Entwicklungshälften, die gründerzeitliche "Innenstadt" und die in der
Zwischen- und Nachkriegszeit entstandene "Außenstadt". Das heutige Stadtbild
präsentiert sich als Zusammenschluss von Siedlungen, die den Stadtkern in 2 Ringen
umgeben: die "Vorstädte" im Gebiet der heutigen (inneren) Bezirke 3 bis 9
zwischen Ringstraße und Gürtel und die "Vororte" außerhalb des Gürtels
(äußere Bezirke). Die Vorstädte entwickelten sich zu Geschäftsvierteln und zum
Wohngebiet der Mittelschicht, die Vororte außerhalb des Gürtels stellten die
"klassischen Arbeiterbezirke" dar (12., 15., 16. und 17. Bezirk). Im Süden (23.
und Teile des 10. Bezirks), Südosten (11. Bezirk) und jenseits der Donau (21. und 22.
Bezirk) befinden sich Betriebe mit großem Flächenbedarf und die bevorzugten Areale der
Stadterweiterung, wo vor allem in den 70er und 90er Jahren Großwohnanlagen, wie der
Wohnpark Alterlaa, die Siedlungen Wienerfeld-West und -Ost, die
Per-Albin-Hansson-Siedlung-West und -Ost, die Großfeldsiedlung, Neu-Stammersdorf und
andere, errichtet wurden. Am Stadtrand erstrecken sich traditionsreiche
Schrebergartenanlagen (1992: 235 Kleingartenvereine mit 25.377 Mitgliedern und 1300 ha
bewirtschafteter Fläche) und Einfamilienhaussiedlungen. Im Südwesten (Hietzing) und
Nordwesten (Neuwaldegg, Währing, Döbling) liegen die Villenviertel und alte Weinhauer-
und Heurigendörfer, wie Nußdorf, Grinzing, Sievering und Neustift am Walde. Grünanlagen
durchbrechen das Stadtgebiet: Stadtpark, Volks-, Burg-, Au-, Belvedere- und
Schwarzenberggarten, Liechtenstein- und Türkenschanzpark, Schlosspark Schönbrunn mit
Tiroler und Fasangarten und andere. Am östlichen Stadtrand befindet sich der Prater, am
Südwestrand der Lainzer Tiergarten, im Nordosten der Donaupark, im Süden der
Erholungspark Laaer Berg sowie im Südosten das in Mitteleuropa einzigartige
Erholungsgebiet Donauinsel zwischen Donau und Neuer Donau (21,1 km lang, 533 ha groß) mit
dem Naturschutzgebiet Toter Grund und der nach Nordosten und Südosten anschließenden
ursprünglichen Aulandschaft der Lobau. Die durch die Bauordnung als Schutzgebiet
gewidmete Fläche (Wald- und Wiesengürtel) dient als Sauerstoffreservoir und
Erholungsgebiet und umfasst rund 7000 ha. Zu Wien gehören Grünflächen im Umfang von
20.507 ha, der Hauptanteil entfällt auf landwirtschaftlich genutzte Flächen (7643,30 ha)
und Wald (7025,54 ha), ein kleinerer Anteil auf Wiesen, Kleingärten und Parkanlagen
(1513,91 ha). Das Wiener Stadtgartenamt verwaltete 1992 2706 öffentliche Gartenanlagen.
Der Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien bewirtschaftete 1995 1750 ha. Zu den 438
Naturdenkmälern (1992) zählen das Obere Mühlwasser und der Wald am Johannser Kogel im
Lainzer Tiergarten. Naturschutzgebiete waren 1992 der Lainzer Tiergarten (2263 ha) und die
Untere Lobau (2088 ha), Landschaftsschutzgebiete Prater (498 ha), in Döbling (1205 ha),
die Obere Lobau (531 ha) und in Liesing (654 ha) sowie einige Landschaftsteile. |
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| Klima: |
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| Ozeanische Einflüsse aus dem Westen mit kühlen Sommern, milden
Wintern und vielen Niederschlägen bestimmen das Klima in Wien ebenso wie kontinentale
Einflüsse aus dem Osten mit heißen Sommern, kalten Wintern und weniger Niederschlägen.
Dieses Übergangsklima macht sich durch unterschiedliche Temperaturen und
Niederschlagsmengen innerhalb des Stadtgebiets bemerkbar. In den letzten Jahren kam es
infolge der globalen Klimaveränderungen zu geringeren Niederschlagsmengen, längeren
Trockenperioden und milderen Wintern. Die mittlere Lufttemperatur betrug 1992 11,4° C,
die Niederschlagsmenge lag bei 602 mm; 61 Sommertagen standen 52 Frosttage gegenüber. |
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| Bevölkerung: |
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| Das Bevölkerungswachstum der Stadt war in der Neuzeit stets durch
Fernwanderungen bestimmt. Um die Jahrhundertwende kamen insbesondere Tschechen nach Wien,
aber auch Angehörige verschiedenster ethnischer und konfessioneller Gruppen aus allen
Teilen der Monarchie. Durch die politische Grenzziehung nach 1918 wurde das Einzugsgebiet
drastisch reduziert und beschränkte sich bis in die 60er Jahre (Beginn der
Gastarbeiteranwerbung) vor allem auf die Ostregion (Niederösterreich und Burgenland).
Obwohl das Stadtgebiet vergrößert wurde (1910: 278 km2, seit 1954 414,95 km2), nahm die
Bevölkerung Wiens ab dem 1. Weltkrieg kontinuierlich ab (1910: 2,083.630 Einwohner).
Durch Abwanderungen in der Zwischenkriegszeit und Vertreibung bzw. Ausrottung der in
einigen Bezirken (vor allem Leopoldstadt) lebenden jüdischen Bevölkerung nach 1938 war
der Rückgang zwischen 1934 (1,935.881 Einwohner) und 1951 (1,616.125 Einwohner) besonders
hoch. Die Einbürgerung von deutschsprachigen Flüchtlingen, vor allem aus den
Sudetenländern, und die Zuwanderung aus den österreichischen Bundesländern konnten
diesen Bevölkerungsverlust nicht wettmachen. Auf einen leichten Bevölkerungsanstieg
1951-61 und eine geringe Rückläufigkeit bis 1971 folgte ein neuerlicher Einbruch
zwischen 1971 (1,619.885 Einwohner) und 1981 (1,531.346 Einwohner). In den 80er Jahren
manifestierte sich zunächst ein leichter, in den 90er Jahren (1991: 1,539.848 Einwohner)
ein sich verstärkender Wachstumstrend von 1,611.859 (1992) auf 1,636.399 Einwohner
(1995). Diese Entwicklung ist nur zu einem geringen Teil auf den leichten Geburtenanstieg
seit 1991 zurückzuführen, bedeutend waren vor allem der Wanderungsgewinn gegenüber den
Bundesländern und die nach Bezirken unterschiedlich starke Zuwanderung von Ausländern.
6841 in Wien lebende Ausländer erwarben 1995 die österreichische Staatsbürgerschaft.
Insgesamt lebten mit Jahresende 1991 280.811 registrierte Ausländer und
Konventionsflüchtlinge in Wien, Ende 1995 300.675. Davon kamen 1995 91.620 aus dem
ehemaligen Jugoslawien, 52.095 aus der Türkei und 19.421 aus Polen. In Wien lebte 1991
rund ein Fünftel (19,6 %) der österreichischen Bevölkerung. Wien weist laut
Volkszählung 1991 zwar den geringsten Kinderanteil aller Bundesländer auf (13,9 % Kinder
bis 15 Jahre; Österreich gesamt: 17,4 %; durchschnittliche Kinderzahl pro Frau: 1,48),
durch den leichten Anstieg der Geburtenzahlen seit 1981 wurde der Sockel der
Alterspyramide allerdings wieder etwas breiter. |
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| Das Wienerische, eine im Rückgang begriffene österreichische Mundart,
wird vor allem von den unteren sozialen Schichten gesprochen. Infolge des relativ hohen
Anteils der Wiener an der österreichischen Gesamtbevölkerung und ihrer Stellung als
Bewohner des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrums hatten sie
wesentlichen Anteil an der Ausprägung dessen, was vor allem im Ausland klischeehaft als
"typisch österreichisch" angesehen wird, so zum Beispiel den Hang zur
Gemütlichkeit und Lebensfreude, zu künstlerischer Begabung (besondere Musikalität),
aber auch zur Nörgelei.
Von internationaler Bedeutung war und ist das Wiener Musikschaffen (Oper, Operette, Wiener
Walzer), berühmt sind die Wiener Küche mit ihren zahlreichen typischen Gerichten (teils
aus dem böhmischen Raum), die Wiener Kaffeehauskultur, die Leistungen in den Bereichen
Medizin und Psychotherapie, in den Wirtschaftwissenschaften, in der Architektur, aber auch
auf dem Gebiet der modernen Kommunal- und Sozialeinrichtungen. |
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| Wirtschaft: |
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| Wien ist das Wirtschaftszentrum von Österreich: 1991 waren in den
71.000 vor allem Klein- und Mittelbetrieben (1981: 66.127) 744.516 Menschen beschäftigt,
das ist rund ein Viertel der österreichischen Beschäftigten, davon waren 701.052
Unselbständige. In 18.317 Arbeitsstätten (26 %) sind keine Arbeitnehmer beschäftigt
(Familienbetriebe), rund 46 % (32.796) weisen 1-4 unselbständig Beschäftigte auf; von
den größeren Betrieben haben 73 % unter 20 Arbeitnehmer, 1,5 % mehr als 100 und nur 142
Großbetriebe beschäftigen mehr als 500 Personen. Der Ausländeranteil bei den
unselbständig Erwerbstätigen sank 1991-93 von 13,3 % auf 12,6 %; die Arbeitslosenquote
betrug 1993 7,2 %. Der Dienstleistungssektor ist mit rund 75 % (555.008) der Wiener
Beschäftigten und 85 % (60.157) der Arbeitsstätten der wichtigste Arbeitgeber in Wien.
Obwohl sich der allgemeine Rückgang von verarbeitendem Gewerbe und Industrie auch in Wien
auswirkt, entfielen 1991 auf diesen Sektor 8081 Arbeitsstätten mit 135.964
Beschäftigten; damit ist Wien nach wie vor der bedeutendste Industriestandort
Österreichs. 1991-92 sank die Zahl der Wiener Industriebetriebe um 77, die der
Industriebeschäftigten um 3753, 1993 gingen weitere 6740 Arbeitsplätze in diesem Bereich
verloren. Auch viele Betriebe außerhalb von Wien haben Wien als Sitz der
Geschäftsleitung; insgesamt werden in Wien etwa 45 % der gesamtösterreichischen
Industrie kontrolliert. Typisch sind Branchenvielfalt sowie die Produktion konsumnaher und
qualitativ hochwertiger Endprodukte. Dominierend ist die Metallerzeugung und -verarbeitung
mit 74.278 Beschäftigten in 2926 Betrieben, an 2. Stelle folgt die Nahrungsmittel- und
Getränkeerzeugung mit 16.769 Beschäftigten (907 Betriebe), im Druckereiwesen sind 12.773
Beschäftigte (931 Betriebe) tätig. Weitere wichtige Branchen sind die Erzeugung bzw.
Verarbeitung von Chemikalien, Gummi und Erdöl, die Kunststofferzeugung bzw.
-verarbeitung, Maschinen-, Stahl- und Fahrzeugbau sowie die Eisen- und
Metallwarenerzeugung; auf das Bauwesen entfielen 48.573 Beschäftigte. Der Produktionswert
der Industrie stieg 1991-93 von 133 Milliarden Schilling auf 136 Milliarden Schilling (+
1,8 %). Das Wiener Gewerbe beschäftigte 1991 in 13.907 Betrieben 121.504 Personen. In der
Landwirtschaft waren 1991 nur noch 5025 Personen (Betriebsinhaber, Familienmitglieder,
ständige Arbeitskräfte) in 1281 Betrieben tätig. Bis 1993 (Mikrozensus) sank die Zahl
auf 4700 ab. Von großer Bedeutung für die örtliche und gesamtösterreichische
Wirtschaft sind die Wiener Messen (Fach- und Publikumsmessen, zum Beispiel
Frühjahrsmesse, Interieur, IFABO, Auto-Salon & Zweirad). |
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| Fremdenverkehr: |
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| Aufgrund der historischen und kulturellen Bedeutung Wiens (politisches
und wirtschaftliches Zentrum der Donaumonarchie) und wegen seines Reichtums an
Sehenswürdigkeiten besitzt der Tourismus in Wien besondere Bedeutung. 1883 wurden bereits
rund 200.000 Besucher gezählt. Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich Wien wieder zum
Zentrum des Tourismus in Österreich mit einem einzigartigen kulturellen Angebot. 1995
waren 6064 Betriebe im Gaststättenwesen tätig. 1995 standen in 340
Beherbergungsbetrieben, davon 13 5-Stern-Hotels, 20.796 Zimmer mit 41.144 Fremdenbetten
zur Verfügung. 1995 betrug die Zahl der Ausländerübernachtungen 6,111.568, die von
Inländern 938.142. Stark angestiegen ist seit dem Fall des Eisernen Vorhangs der
Tourismus aus den östlichen Nachbarstaaten. Die Zahl dieser vor allem Tagestouristen
schlägt sich nicht in den Übernachtungsziffern nieder. Typisch für den Städtetourismus
ist die kurze durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 2,5 Tagen, in der Sommersaison ist
die Bettenkapazität zu 52,2 % ausgelastet. |
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| Verkehr: |
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| Wien nimmt im mitteleuropäischen Verkehrsnetz und im Luftverkehr eine
Schlüsselstellung ein. Im innerstädtischen öffentlichen Verkehr wurden 1994 mit den 35
Straßenbahn- und 5 U-Bahnlinien (insgesamt 1412 Triebwagen und Personenwaggons, 237 km
Baulänge, 759 km Betriebslänge) 506,3 Millionen Fahrgäste befördert. 75 Autobuslinien
(516 Wagen, 617 km Linienlänge) wurden 1994 von 120,4 Millionen Fahrgästen benützt.
Darüber hinaus beförderten im selben Jahr 68 Autobuslinien der Postverwaltung und der
Bundesbahnen von Wien ausgehend insgesamt 24,2 Millionen Personen. Die Bahn (Personen- und
Güterverkehr) verfügte 1992 über eine Betriebslänge von 178 km (32 Bahnhöfe, 8,9
Millionen verkaufte Karten). Für den Nahverkehr erschließt das Schnellbahnnetz das
Wiener Umland und die Ostregion und ist Hauptträger des täglichen Berufspendlerverkehrs
(rund 180.000 Pendler pro Tag). 1984 wurde der Verkehrsverbund Ostregion gegründet:
Kernbereich ist das Stadtgebiet von Wien, große Teile Niederösterreichs und ein
nördlicher Abschnitt des Burgenlands sind integriert. |
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Alle Wiener Bahnhöfe wurden im 2. Weltkrieg durch Bomben zerstört
oder schwer beschädigt, die wichtigsten wieder aufgebaut und neu gestaltet: der alte
Westbahnhof wurde 1951 durch einen Neubau ersetzt, 1993/94 erfolgte seine Umgestaltung im
Zuge der Einbindung der U 3 und der Neugestaltung des Europaplatzes. 1976-80 wurde der
Franz-Josefs-Bahnhof überbaut; der West- und der Südbahnhof, in den der ehemalige
Ostbahnhof einbezogen wurde, bewältigen den Haupt- und Fernverkehr, für den
Inlandsverkehr sind der Franz-Josefs-Bahnhof sowie die Bahnhöfe Wien-Nord/Praterstern und
Wien-Mitte von Bedeutung.
Das Wiener Straßennetz ist etwa 2800 km lang, davon entfallen 680 km auf Straßen mit
erhöhter Verkehrsbedeutung (Autobahnen, Bundesstraßen, Hauptstraßen), auf denen zirka
85 % der Fahrleistung in Wien erbracht werden (14,4 Millionen Kfz-km/Tag). Ende 1995
umfasste das Radwegenetz 545 km.
Im Stadtbereich befinden sich 5 Straßen- und 2 Eisenbahnbrücken über die Donau:
Nordbrücke (Teil der Wiener Nordeinfahrt), Floridsdorfer, Nordbahn-, Brigittenauer,
Reichs- und Praterbrücke (entstand im Zuge des Baus der Südosttangente A 20) sowie die
Stadlauer Ostbahnbrücke. 23 Brücken und Stege überqueren den Donaukanal, darunter die
1962-64 erbaute 800 m lange Gürtelbrücke und die im Zuge des Ausbaus der Südosttangente
1969-71 entstandene Erdberger Brücke.
Die Anzahl der Kraftfahrzeuge pro 1000 Einwohner stieg 1961-95 von 94 auf 434. 1995 gab es
in Wien 710.827 Kraftfahrzeuge, entsprechend schwierig ist die Parkraumsituation im
dichtverbauten Stadtgebiet. Die Südumfahrung (B 301), eine hochrangige Verbindungsstraße
zwischen A 2 und A 4, soll zur Entlastung von Wiener Wohngebieten beitragen und wichtige
Standorte, wie den Donauhafen Albern und den Güter-Terminal Metzger-Werke, erschließen.
Der Schiffsverkehr auf der Donau ging nach den Weltkriegen stark zurück, durch die
politische und wirtschaftliche Öffnung Osteuropas und die Eröffnung des
Rhein-Main-Donau-Kanals wird ein neuerliches Ansteigen der Donauschifffahrt und des
Frachtvolumens erwartet. Der Wiener Hafen gewinnt dadurch an Bedeutung. 1996 betrug der
Hafenumschlag 1,7 Millionen Tonnen. Der Wiener Hafen besteht aus 3 Hafenanlagen:
Kernstück ist der Freudenauer Hafen mit dem größten Containerterminal in einem
europäischen Binnenhafen (1996: Gesamtcontainerumschlag 159.049 TEU) sowie mit
Lagerzentrum, Zollfreizone, Autoterminal und dem Sitz der 3 Wiener Hafengesellschaften;
seine ursprüngliche Funktion als Schutz- und Winterhafen erfüllt er bis heute. Der
Alberner Hafen, ursprünglich als Getreidehafen konzipiert (Kapazität der
Getreidespeicher: 90.000 t), spielt heute noch im Getreideexport eine bedeutende Rolle.
Der Ölhafen Lobau ist auch Schutz- und Winterhafen für Tankschiffe und durch Pipelines
(unter anderem Barbara-Brücken) mit dem Zentraltanklager und der Raffinerie Schwechat der
OMV verbunden. Der Hafen Freudenau ist bereits komplett ausgebaut, ein weiterer Ausbau der
Wasser-Land-Umschlagmöglichkeiten wird für den Hafen Albern geplant. 1962 wurde die
Wiener Hafen-Betriebs Ges. m. b. H. (heute Wiener Hafen Ges. m. b. H.), 1979 die Wiencont
Containerterminal Ges. m. b. H. gegründet. Der Luftverkehr (Luftfahrt, Austrian Airlines)
hat im Flughafen Wien-Schwechat sein Zentrum. |
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| Öffentliche Einrichtungen: |
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Die Versorgungsbetriebe sind größtenteils im Besitz der Gemeinde. Die
Wiener Stadtwerke - Verkehrsbetriebe (Wiener Linien), Elektrizitätswerke (Wienstrom),
Gaswerke (Wiengas), Städtische Bestattung (Bestattung Wien) - beschäftigten 1995 15.118
Mitarbeiter und gehören damit zu den größten Arbeitgebern Österreichs. Wienstrom
versorgt neben der Stadt Wien 110 niederösterreichische Gemeinden mit elektrischer
Energie. Im Jahr 1902 lieferte das Kraftwerk Simmering erstmals Strom. Heute befinden sich
auf dem Areal des Kraftwerks Simmering 4 Kraftwerksblöcke mit einer Gesamtleistung von
973 MW elektrische Energie bei 630 MW Fernwärmeauskoppelung. Die Kraftwerke Donaustadt
und Leopoldau können zusammen maximal 480 MW Strom und 170 MW Fernwärme erzeugen. Durch
umfangreiche Umweltschutzmaßnahmen konnten die Schadstoffemissionen zwischen 1980 und
1996 bei Stickstoffoxid um 87 % und bei Schwefeloxid um 99 % reduziert werden. Neben den
kalorischen Kraftwerken betreibt Wienstrom eigene Wasserkraftwerke in Gaming und Opponitz
und hat Strombezugsrechte aus den Kraftwerken Greifenstein und Freudenau. Im Jahr 1995
betrug der Gesamtstrombedarf Wiens 9.385 GWh. Wienstrom erzeugt etwa 50 % der benötigten
elektrischen Energie in den eigenen Kraftwerken, die restlichen 50 % werden von der
Verbundgesellschaft bezogen. Die Stromversorgung erfolgt über mehrere Spannungsniveaus.
Das Transportnetz verwendet als Höchstspannung 380 kV. Die Verteilnetze haben 110 kV, 20
kV bzw. 10 kV und 230 V. Neben 40 Umspannwerken, mehr als 11.000 Trafostationen und rund
21.000 km Kabel bzw. Freileitungen gibt es auf dem Weg zum Endverbraucher eine große
Anzahl von Schutzeinrichtungen, die für eine sichere Stromversorgung benötigt werden.
Der Erdgasverbrauch in Wien betrug 1996 rund 2.038 Millionen m3. Zur Absicherung der
Gasversorgung wurden die Speichermöglichkeiten 1996 auf 725 m3 erhöht; der Erdgasbezug
erfolgt aus der Inlandsförderung, aus Russland und aus Norwegen. Das Rohrnetz der Wiener
Stadtwerke umfasste 1996 rund 3.345 km und versorgte 725.415 Gasanlagen. Eine 15,5 km
lange Gas-Hochdruckleitung wurde von Aderklaa zum Dampfkraftwerk Donaustadt ("Ost
2") errichtet.
Der Endenergieverbrauch der Bundeshauptstadt betrug 1994 31.689,44 GWh. Die Nutzung von
Sonnenenergie wird durch Investitionskostenzuschüsse gefördert.
Das Wiener Trinkwasser bestand 1995 zu rund 97 % aus Quellwasser, der Rest stammte von
Grundwasser aus eigenen und fremden Pumpwerken, zu einem geringen Teil aus aufbereitetem
Oberflächenwasser (Wientalwasserleitung) sowie aus Wasser von Vorratsbehältern. Die
Wasserversorgung erfolgt durch die 1. (134 km) und 2. (200 km) Wiener Hochquellenleitung,
7 Grundwasserwerke, 14 Hebewerke, 9 Drucksteigerungswerke, 1 Aufbereitungswerk und 11
Wasserkraftwerke; das Wasserrohrnetz ist 3176 km lang. 34 Wasserbehälter fassen einen
Gesamtinhalt von 1,465.870 m3. Der Jahreswasserverbrauch betrug 1995 1,28 Milliarden
Liter.
Das Wiener Kanalnetz umfasste 1996 2,134.776 m Straßen- und 5,554.625 m Hauskanäle, die
gereinigte Abwassermenge lag bei 198 Millionen m3 (Hauptkläranlage) bzw. 19,9 Millionen
m3 (Kläranlage Blumental).
Am Rautenweg (22. Bezirk) befindet sich eine Mülldeponie. Das Müllaufkommen betrug 1995
in Wien 822.000 t, davon wurden durch Mülltrennung 37 % gesammelt, 54 % thermisch
entsorgt und 9 % deponiert.
Die Versorgung Wiens ist durch zahlreiche Märkte gewährleistet: 1 Viehmarkthalle, 1
Großmarkt, 2 Detailmarkthallen, 20 offene und 2 Straßenmärkte. Von den temporären
Märkten ist vor allem der Wiener Christkindlmarkt bekannt.
Das Wiener Sozialwesen war bereits in der Zwischenkriegszeit richtungweisend für viele
Städte Europas. Die Hilfeleistungen bestehen aus finanziellen Unterstützungen und
sozialen Diensten (Heimhilfe und Hauskrankenpflege, Essen auf Rädern, Besuchsdienst,
Familienhilfe). Weiters bestehen zahlreiche Pensionisten- und Pflegeheime, beratende und
betreuende Serviceeinrichtungen, Tages- und Wohnheime sowie Heime und Werkstätten für
Behinderte. 1995 wurden 3915 Hilfe suchende Kinder und Jugendliche und 4511 Kinder in
Heimen psychologisch betreut sowie 1908 Behinderte versorgt. Die 1356 Kindertagesheime
(1995) wurden von insgesamt 60.400 Kindern besucht. Durch den hohen Seniorenanteil Wiens
wurde die Altenbetreuung besonders forciert. 1995 wurden täglich 19.388 Senioren in 80
(davon 30 städtischen) Pensionistenheimen mit 20.233 Betten betreut. Daneben bestehen in
Wien 4 Heime für Körperbehinderte, 13 Obdachlosenasyle, 2 Familienheime und 2
Frauenhäuser. 1995 wendete die Stadt 23,5 Milliarden Schilling für soziale Wohlfahrt und
Wohnbauförderung auf (16 % der Gesamtausgaben).
Am 21. 9. 1923 beschloss der Gemeinderat erstmals ein 5-jähriges Bauprogramm, das die
Errichtung von 25.000 Wohnungen aus Steuermitteln vorsah, um dem Elend der
überbevölkerten Quartiere abzuhelfen (1910: 92.994 Untermieter, 75.473 Bettgeher, 25 %
der Zimmer-Küche-Wohnungen wurden von 5-10 Personen bewohnt). 1925-34 wurden 337
städtische Wohnhausanlagen mit rund 64.000 Gemeindewohnungen erbaut. 1934-45 stagnierte
die Wohnbautätigkeit, durch die Zerstörungen im 2. Weltkrieg waren 1945 86.875 Wohnungen
unbewohnbar. 1954 wurde der Grundstein für die 100.000. Gemeindewohnung gelegt, bis 1958
war der Wiederaufbau größtenteils abgeschlossen. 1945-93 wurden in Wien weitere 150.000
Gemeindewohnungen errichtet. Mitte 1994 verwaltete die Stadt als größter Hauseigentümer
Österreichs über 220.000 Gemeindewohnungen, das ist mehr als ein Viertel des gesamten
Wiener Wohnungsbestands. Mitte der 80er Jahre wurde mit einem großzügigen
Sanierungsprogramm für die Gemeindebauten begonnen. Zusätzlich werden die Tätigkeit der
gemeinnützigen Bauvereinigungen und der Bau von Eigentumswohnungen teilweise aus
öffentlichen Mitteln finanziert. Zwischen 1950 und 1980 wurden in Wien rund 300.000
Neubauwohnungen, vor allem am Stadtrand, errichtet. 1980-90 kamen im Jahresdurchschnitt
nur noch 6000 Neubauwohnungen auf den Markt. |
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| Kunst, Kultur, Wissenschaft: |
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| Wien ist Sitz der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie
der Universität Wien, der Technischen Universität Wien, der Universität für
Bodenkultur, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Wirtschaftsuniversität,
der Akademie der bildenden Künste, einer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und
der Hochschule für angewandte Kunst (Kunsthochschulen). Auch der Erwachsenenbildung
(Verband Wiener Volksbildung) kommt erhebliche Bedeutung zu. Wien ist Sitz der
Österreichischen Nationalbibliothek, von Universitätsbibliotheken, der Wiener Stadt- und
Landesbibliothek, Akademie- und Amtsbibliotheken, der Pädagogischen Zentralbücherei und
anderen.
Das Wiener Theater hat wesentlichen Anteil am Kulturleben der Stadt: Burgtheater,
Akademietheater, Theater in der Josefstadt, Theater an der Wien, Volkstheater,
Raimundtheater, Ronacher, Kabarett. - Wiens Ruf als Musikstadt (Musik) begründeten
vor allem die Staatsoper, die Wiener Philharmoniker und die Wiener Symphoniker; die
Volksoper pflegt die klassische Wiener Operette. Zu den repräsentativen Pflegestätten
der Musik gehören auch das Konzerthaus (Konzerthausgesellschaft) und der Musikverein
(Gesellschaft der Musikfreunde). Für den künstlerischen Nachwuchs sorgen die
Musiklehranstalten der Stadt Wien (Konservatorium). Theater, Musik und kulturelle
Darbietungen finden in den Wiener Festwochen ihren Höhepunkt. Wien besitzt Filmstudios
und - nach einem deutlichen Rückgang gegenüber früher - 97 Kinosäle (Stand Ende 1995).
Dem ORF stehen das Funkhaus (Hörfunkzentrale) und das ORF-Zentrum auf dem Küniglberg
für das Fernsehen zur Verfügung. Entsprechend der Bedeutung der bildenden Kunst in Wien
(Baukunst, Bildhauerkunst, Malerei) besitzen die Museen Weltgeltung und stellen einen
touristischen Hauptanziehungspunkt dar: Albertina, Kunsthistorisches Museum,
Österreichische Galerie (Belvedere), Naturhistorisches Museum, Heeresgeschichtliches
Museum, Museum für Völkerkunde, Österreichisches Museum für angewandte Kunst, Museum
moderner Kunst Stiftung Ludwig, Technisches Museum Wien, Historisches Museum der Stadt
Wien und andere.
Die bildende Kunst wird von der Gemeinde Wien durch Förderungsmaßnahmen (Stipendien,
Ankäufe, Subventionen, Preise usw.) besonders unterstützt; auch private Galerien sind
ein wichtiger Faktor. - In der österreichischen Literatur hat die Leistung der in Wien
lebenden Schriftsteller seit jeher eine zentrale Stellung.
Aufgrund der historischen Entwicklung weist das Stadtzentrum die größte Dichte an
kulturhistorischen Bauten auf (Innere Stadt); außerhalb der ehemaligen Stadtmauern fiel
der Großteil der Gebäude den beiden Türkenbelagerungen zum Opfer, erst ab diesem
Zeitpunkt fand die Baukunst in diesen Bezirken größeren Aufschwung (siehe bei den
einzelnen Bezirken). |
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| Landesverfassung: |
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Durch das Trennungsgesetz 1921 wurde Wien mit 1. 1. 1922 ein
selbständiges Bundesland und zugleich Stadtgemeinde.
Der aus 100 Mitgliedern bestehende und auf 5 Jahre gewählte Gemeinderat ist zugleich
Landtag, der 13-köpfige (1995) Stadtsenat Landesregierung, der Bürgermeister
Landeshauptmann, der Magistrat Amt der Landesregierung. Der Stadtsenat setzt sich aus dem
Bürgermeister, 2 Vizebürgermeistern und den Stadträten zusammen und wird vom
Gemeinderat auf 5 Jahre gewählt.
Dezentralisierte Verwaltungsstellen sind die magistratischen Bezirksämter mit den
gewählten Bezirksvorstehern und Bezirksvertretungen. Im Bundesrat hat Wien 11 Mandate, im
Nationalrat 41. |
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| Religion |
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| Kirchlich bildet Wien ein Erzbistum (Diözese). 57,8 % der Bevölkerung
gehören der römisch-katholischen Kirche an (1961: 81,6 %), die 20 Dekanate, 163 Pfarren
und zahlreiche Ordensniederlassungen (mit Schulen und Spitälern) unterhält. Zur
evangelischen Kirche (20 Pfarrgemeinden A. B., 3 H. B.) bekennen sich 5,4 % der
Bevölkerung; ferner bestehen 6 Kirchengemeinden der altkatholischen Kirche und 4 der
Methodistenkirche, 7 Pfarrgemeinden der russisch-, rumänisch-, serbisch-orthodoxen und
griechisch-orientalischen Kirche und 2 Kultstätten der buddhistischen
Religionsgemeinschaft; die israelitische Kultusgemeinde zählt 6600, die islamische
Religionsgemeinschaft 62.300 Angehörige; zirka 304.600 Einwohner sind ohne religiöses
Bekenntnis, bei 100.700 Wienern (1991) ist die Religionszugehörigkeit unbekannt. |
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Text auszugsweise aus |
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Politik und Wirtschaft Österreichs |
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