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| Geschichte des Flughafens Wiener Neustadt |
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| Ehe noch der erste österreichische
Flieger sich mit motorischer Kraft vom Boden erhob, wurde in
Wr.Neustadt eine Tat gesetzt, die für die Entwicklung des Flugwesens
in Österreich von entscheidender Bedeutung war. Auf Anregung von
Viktor Silberer und Major Hinterstoisser wurde im Stadtrat
Wr.Neustadt , unter Bgm. Franz Kamman der Beschluss gefasst, auf dem
im Nordwesten an die Stadt grenzenden Steinfeld , einen Flugplatz zu
schaffen. Der 11. Juni 1909, der Tag der Beschlussfassung war die
Geburtsstunde des Flugplatzes. "Zum Zwecke der Förderung des
mechanischen Flugwesens erbaut die Stadtgemeinde auf einem der am
Steinfelde an der Wöllerdorferstraße gelegenen Grundstücke eine
Aeroplan-Halle um den Betrag von beiläufig 2500 Kronen, stellt die
in dieser Gegend liegenden Grundstücke zu Flugversuchszwecken den
Mietern der Halle zur Verfügung und gestattet anderen Interessenten,
ähnliche Hallen zu erbauen." Eine ebene Fläche von ca.5qkm wurde zum
ersten und größten Flugplatz der Donaumonarchie. An Pisten dachte
man damals noch nicht, die Fläche wurde planiert und in rascher
Abfolge entstanden eine Rettungsstelle, ein Wachhaus, Tribünen, ein
Restaurant, ein Windanzeiger sowie zwanzig Hangars. Für die ersten
drei österreichisch-ungarischen Militärflugzeuge mietete die k.u.k.
Heeresverwaltung am 15.August drei Hangars. Kommandant dieser ersten
"Militär-Aviatischen Station" wurde Hptm. Wilhelm Booms. Auf Antrag
des Flugtechnischen Vereines wurde das Wiener Neustädter Flugfeld am
17.November 1909 von der "Österreichischen Aeronautischen
Kommission" zum "Ersten offiziellen Flugfeld" erklärt. |
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Luftschiff
Parseval
landet am Wiener
Neustädter Flugfeld (1910) |
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Kaiser Franz
Joseph
im Gespräch mit Illner am
Wiener Neustädter Flugfeld |
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Bereits im Sommer 1910 wurden drei
Preisfliegen abgehalten, die zu großen Ereignissen mit lebhafter
Anteilnahme durch die Bevölkerung wurden. Der Höhepunkt war sicher der
Besuch Kaiser Franz-Josefs beim "Zweiten Preisfliegen". Auch der Besuch
des Lenkballons "Parseval" von Wien kommend, sorgte für Jubel unter den
begeisterten Zuschauern. Für diese Preisfliegen wurde ein Pavillon
aufgestellt der als Hofloge und später als Schulungsgebäude für
Pilotenkurse verwendet wurde. 1911 gab es zwei weitere Großereignisse,
das "Vierte Preisfliegen" und die "Erste österreichische Flugwoche von
1.-8. Oktober, bei der zahlreiche Rekorde aufgestellt wurden. Im
gleichen Jahr wurde die k.u.k.Flugmaschinen-Instrukionsabteilung
gegründet, die im ersten Kurs zehn Offiziere zu Feldpiloten ausbildete.
Durch die Übernahme von zwei Etrich-Tauben konnte die Ausbildung
verbessert werden. Ende des Jahres standen der k.u.k. Armee 16 Piloten
und einige Schulflugzeuge zur Verfügung. Dreißig einfache und drei
Doppelhangars in zwei Reihen entlang der Wöllersdorferstr. verbesserten
die Infrastruktur des Flugfeldes. Um eine, vom zivilen Flugsport,
ungestörte Ausbildung zu gewährleisten, mietete die Heeresverwaltung
Ende 1913 das gesamte Wr.Neustädter Flugfeld, das damit zum Zentrum der
Ausbildung in der Donaumonarchie wurde.
Die Mobilmachung unterbrach vorerst den Ausbildungsbetrieb, aber bereits
Mitte August 1914 wurden am Flugplatz wieder Schulflugzeuge
bereitgestellt. Im März 1915 wurde das Fliegerersatzbataillon 1 mit
Fliegerersatzkompanien in Wr. Neustadt disloziert. Im selben Jahr
entstand die Österreichische Flugzeugfabrik A.G. (Oeffag) in
Wr.Neustadt, die im Laufe des Krieges die Oeffag C I und C II
Kampfflugzeuge, Seeflugzeuge und die Jagdflugzeuge Albatros D II und III
erzeugten. Zur Überwachung der gesamten Personalausbildung (Piloten,
Beobachter ,Bodenpersonal) schuf man im März 1916 das "Kommando
Luftfahrerersatztruppe" dem alle Fliegerersatzkompanien der Monarchie
unterstanden mit Sitz in Wr.Neustadt. Laufende Umgliederungen der
Fliegertruppe sind kennzeichnend für die Kriegsjahre. Bezeichnungen wie
Flugparks und Flugdepots prägten die Organisation der frühen
Fliegertruppe, die, gezwungen durch die Kriegsereignisse, eine rasante
Entwicklung nahm. Mitte des ersten Weltkrieges entstand in Wr.Neustadt
die erste österreichische Fliegerkaserne. Die feierliche Übergabe, der
den Namen "Kaiser Karl" tragenden Fliegerkaserne, erfolgte am 11.Oktober
1917 in Anwesenheit des Kaisers. 7,5 Millionen Kronen kosteten die
Neubauten , die einem Regimentsstab, einem Bataillonsstab, drei
Kompanien und einem Flugpark, Unterkunft gaben. Die Berichterstatter der
damaligen Zeit nannten die neue Fliegerkaserne "einen Prachtbau, der
allen Anforderungen, die die Zeit an ihn stellt, gerecht wird, ein
moderner Bau, bei dem, je nach Bestimmung der einzelnen Objekte,
gefällige theresianische und ernste französische Anklänge mit schönem
Erfolg angewendet sind." Über der Einfahrt hatte man eine
überlebensgroße Statue von " Wieland dem Schmied" aufgestellt. Die
Kaserne entstand nach Plänen der Wiener Architekten Siegfried Theisz und
Hans Jaksch. Ende des Krieges besiegelte der "Vertrag von St.Germain"
das Ende der Fliegerkräfte der Donaumonarchie. Kurzfristig war im Sommer
1919 noch eine Polizeiflugstaffel in Wr.Neustadt stationiert, in der
Hoffnung, damit der im Vertrag befohlenen Vernichtung zu entgehen. In
Wr.Neustadt wurden auf Geheiß der Alliierten, die Hallen, Werkstätten
und einige hundert Flugzeuge sowie ca. tausend Flugzeugmotoren der
Oeffag-Werke zerstört.
Durch die Vernichtung der Fliegerkräfte war die Luftfahrt wieder auf
jenen Entwicklungsstand zurückgeworfen worden, wie zu Zeiten der
Militär-Aeronautischen Gesellschaft" um 1910. Die Zivilfliegerei wich
der Not gehorchend auf das Segelfliegen aus. Zahlreiche akademische
Fliegergruppen (Aka-Flieg) wurden gegründet. Der Standort Wr.Neustadt
versank kurzfristig in der Bedeutungslosigkeit. Aber bereits 1929 wurde
der Platz durch die zivil getarnte Fliegerschule in Graz wieder für
Außenlandungen genutzt. Der Flugplatz hatte in der Zwischenzeit sehr
gelitten. Nur mehr die Fliegerkaserne, der Kaiserpavillon und einige
Ruinen erinnerten an die Geburtsstätte der österreichischen Fliegerei.
Einige Gebäude waren verkauft, vermietet, oder wurden neuen Bestimmungen
zugeführt, wie zum Beispiel ein Kesselhaus das zur Kirche "St.Anton"
wurde. Erst 1934 zog die Fliegerei wieder ein. Eine Akademieflugstaffel
der Militärakademie war der Beginn einer neuen bedeutungsvollen aber
auch schicksalhaften Ära des Flugplatzes und der Stadt. Anfang 1936
beschloss das Bundesministerium für Landesverteidigung der 1.Republik
den Ankauf der k.u.k Fliegerkaserne und die Errichtung eines
nichtöffentlichen Flughafens. Noch im gleichen Jahr wurde eine
Schulstaffel, ein Jagdgeschwader mit drei Staffeln, eine Hafenkompanie
und eine Fliegerparkkompanie in Wr.Neustadt stationiert. Weitere zwei
Staffeln und die Aufklärungsstaffel der Militärakademie verstärkten den
Verband. Ausgestattet waren die Staffeln mit Jagdflugzeugen
italienischer Bauart z.B. Fiat CR-32. Auch die Bautätigkeit wurde wieder
aufgenommen. Es entstanden sieben neue Hangars und Werkstätten am Süd-
und Südostrand des Flugfeldes und auch ein Flugsicherungsgebäude mit
Beobachtungsturm wurde gebaut. Laufende Verstärkungen, wie die Zuführung
einer Bomberstaffel, machten das Flugfeld wieder zum Mittelpunkt der
Fliegerei in Österreich. Auch fliegerische Höchstleisungen, erbracht
durch eine Kunstflugstaffel aus Wr.Neustadt und belohnt mit einem
zweiten Platz bei der Militärweltmeisterschaft 1937, sorgten für das
Ansehen des Flugplatzes.
Am 13.März 1938 begann die Inbesitznahme des Flugplatzes durch
deutsche Verbände. Innerhalb weniger Tage um nicht zu sagen Stunden
wurden die österreichischen Luftstreitkräfte den Deutschen
eingegliedert. Am 14.März wurden alle österreichischen Soldaten auf das
neue Regime vereidigt und am 15.März nahmen die auf österreichischen
Flugplätzen liegenden deutschen und österreichischen Staffeln an einer
gemeinsamen Luftparade über Wien teil. Am 28.März gab es am Flugplatz
eine Flugvorführung im Beisein von Hermann GÖRING, der dabei den
Ausbildungsstand der österreichischen Piloten neidlos anerkennen musste.
Der Ausbau des Flugplatzes wurde rasch vorangetrieben. Die
Wöllersdorferstr. wurde abgetragen, vier weitere Hangars im Süden und
sieben kleinere Hangars im Westen schlossen nun den Flugplatz ein.
Unterkünfte und Barackenlager hinter den Hangars dienten dazu, den
enormen Personalzugang unterzubringen. Laufende Umgliederungen, wie in
Kriegsjahren üblich sowie der ständige Wechsel der stationierten
Verbände entsprechend dem Kriegsverlauf waren kennzeichnend für diese
Jahre. |
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| Me 109 Jagdflugzeuge in Wiener
Neustadt |
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In den Mittelpunkt rückte Wr.Neustadt
zum Zeitpunkt der Balkanfeldzüge, als zahlreiche Kampfeinsätze in
dieses Gebiet geflogen wurden. Von Bedeutung für das "Dritte Reich"
war der im "sicherem Hinterland" gelegene Flugplatz aber auch auf
Grund der Flugzeugproduktion und für die Heranbildung von
Flugzeugführern. Jedoch mit 13.August 1943 war es mit dem "sicheren
Hinterland" vorbei. Die Alliierten Luftstreitkräfte eröffneten den
Luftkrieg über Österreich mit einem Angriff auf Wr.Neustadt. Von
Tunesien aus wurden die Angriffe, die den Messerschmitt-Werken
galten, geflogen. Schwere Verluste waren die Folge dieses
überraschenden Angriffes. Am 01.Oktober folgte der zweite Angriff,
mit 1. und 2.November weitere und ab diesem Zeitpunkt gingen laufend
Bomben auf die schwer getroffene Stadt nieder. Mit Verbänden bis zu
100 Maschinen wurden die Stadt und der Flugplatz dem Erdboden
gleichgemacht. Trotz der zahlreichen Bombenschäden gelang es den
Flugbetrieb bis Ende März 1945 aufrecht zu erhalten. Am 2.April 1945
nahmen sowjetische Panzerverbände nach einer heftigen Panzerschlacht
auf dem Flugplatzgelände den Flugplatz ein.
Wr.Neustadt fiel in die Hände der sowjetischen Besatzungsmacht und
der Flugplatz wurde durch die Luftwaffe der Roten Armee als
Luftstützpunkt genutzt. Wieder einmal war Österreich, der "Bau,
Ankauf und die Konstruktion jeglicher Typen von Motor- und
Gleitflugzeugen, aber auch jede zivile Tätigkeit in der Luftfahrt"
verboten. Erst 1947 mit der Gründung des Amtes für Zivilluftfahrt
bekam die Luftfahrt in Österreich wieder erste Impulse. Am
22.Dezember 1949 wurde von den Alliierten das Segelflugverbot
aufgehoben. In Wr.Neustadt , wo ein sowjetisches
Garde-Jagdfliegerregiment stationiert war, wurde im Geheimen der
Grundstein für den Fortbestand des Flugplatzes gelegt.
Segelflugzeuge die der Vernichtung entgingen, wurden in eine sichere
Besatzungszone geschmuggelt. Der Platz selbst wurde von der Roten
Armee nur notdürftig instandgesetzt. Ab 1950 wurde das Flugfeld für
die Stationierung von Düsenflugzeugen renoviert und auch
flugsicherungsmäßig ausgebaut. Das Rollfeld wurde ausgebessert, eine
Platzbefeuerung gebaut und auch eine Instrumentenanfluganlage
errichtet. Im Herbst 1950 starteten die ersten Mig-15. Ende 1951
waren 3 Regimenter mit je 32 Düsenflugzeuge und zahlreichen
Schulflugzeuge in Wr.Neustadt stationiert. Die Sowjets hatten in
dieser Zeit zahlreiche Flugunfälle zu verzeichnen über die es aber
kaum Aufzeichnungen gibt. Ein kurioser Unfall wird aber bis heute
erzählt, nämlich jener, wo bei der Überstellung am Landweg zu den
Werften eine MIG 15 von einem Zug der Südbahnlinie erfasst und
zerstört wurde. Am 27.August 1955 übergaben die Sowjetischen
Luftstreitkräfte das Flugfeld und die Fliegerkaserne der
österreichischen Bundesgebäudeverwaltung.
Mit Ministerratsbeschluss vom 22.November 1955 wurde neben
Langenlebarn, Hörsching, Zeltweg und Aigen auch Wr.Neustadt dem
Bundesheer der 2.Repulik zugesprochen. Der völlig zerstörte
Flugplatz stand vorerst nur für Außenlandungen und Übungen zur
Verfügung. Von Seiten des Militärs wurde der Flugplatz vorerst bei
der Aufstellung von Einheiten nicht berücksichtigt, einerseits wegen
des großen Zerstörungsgrades, andererseits wegen der Nähe zum
"Eisernen Vorhang". Außerdem war der Bevölkerung das Leid und die
Not, die die Fliegerei in Wr.Neustadt verursacht hatte, noch zu
frisch im Gedächtnis, um sie sofort wieder mit der Militärluftfahrt
zu konfrontieren. Allerdings entdeckten die zivilen Sportflieger den
Flugplatz wieder für ihre Zwecke. Die heimlich aus der sowjetischen
Besatzungszone geschmuggelten Flugzeuge fanden wieder den Weg zurück
nach Wr.Neustadt. Die Bundesgebäudeverwaltung erteilte nach Abzug
der Besatzungsmacht dem Aeroclub das Benützungsrecht für den
gesamten Militärflugplatz. Als Platzhalter fungierte ab 1955 der
Flugsportverein "Flugring Wr.Neustadt", zu dem sich in kürzester
Zeit eine Vielzahl von anderen Vereinen gesellten. Im Dachverband
der "Flugplatzbetriebsgemeinschaft" wurden die zahlreichen Vereine
zusammengefasst. Besonders durch die Auflösung des Flughafens Aspern
verdichtete sich die Anzahl der in Wr.Neustadt beheimateten
Flugsportvereine. Zahlreiche Hangarbauten am Südrand des Flugplatzes
dienen den zivilen Flugsportvereinen als Heimat. Das Bundesheer
nützte den Platz erst ab 1961 wieder für Fallschirmsprungkurse und
ab Juni 1965 wurde ständig ein Flugplatzkommando nach Wr.Neustadt
verlegt. Die Aufgaben lagen im Bereich der Flugsicherung und der
Platzerhaltung. Einzige Neuerung von Seiten des Militärs war die
Errichtung eines Kontrollturmes auf dem letzten, noch aus der Zeit
von 1938 stammenden Gebäude. Bis zum heutigen Tag entwickelte sich
der Flugplatz innerhalb des Militärs zum Zentrum der
österreichischen Fallschirmsprungausbildung und in Bezug auf die
zivile Luftfahrt zum Zentrum des Segelfluges innerhalb Österreichs.
Text und Bilder auszugsweise aus |
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| Wiener Neustädter Flugzeugwerke |
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| Die Wiener Neustädter Flugzeugwerke GmbH (WNF)
war ein Rüstungsbetrieb des Dritten Reiches und entstand aus der
Übernahme der Wiener Neustädter Flughafenbetriebs GmbH durch die
Luftfahrtkontor - GmbH Berlin als Treuhänderin des Deutschen
Reiches am 13. März 1938. Das Werk wurde als Zweigwerk der
staatlichen Messerschmitt AG als Produktionsstätte des deutschen
Standardjägers Bf 109 ausgebaut. Ab 1939 liefen die ersten
Messerschmitt Bf 109 E vom Band, bis Kriegsende wurden 8.545 Bf
109-Jägern verschiedener Versionen hergestellt. Damit
produzierten die WNF knapp ein Drittel aller Bf 109. Der
Höchststand an Beschäftigten betrug 15.000. Der Flugzeugbau in
Wiener Neustadt begann zunächst bei der 1915 gegründeten
Oesterreichischen Flugzeugfabrik AG (Oeffag) und wurde bis
Kriegsende 1918 betrieben. Nach der von den Alliierten verfügten
Einstellung der Flugzeugproduktion produzierte die Firma
Autokarosserien für Austro Daimler. Im Jahre 1928 fusionierte
die Oeffag mit Austro-Daimler und den Puch-Werken zur
Austro-Daimler-Puchwerke A.G; diese wiederum bildeten ab 1934
zusammen mit der Steyr-Werke AG die Steyr-Daimler-Puch AG, die
im selben Jahr die Betriebsstätte in Wiener Neustadt stilllegte.
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurden die
Wiener Neustädter Flughafenbetriebs GmbH vom
Reichsluftfahrtministerium übernommen, in Wiener Neustädter
Flugzeugwerke umbenannt und großzügig erweitert. Die Bedeutung
des nunmehr größten Messerschmitt-Werks des Deutschen Reiches
führte dazu, dass die Werke natürlich ein Hauptziel der US
Luftwaffe wurden. Insgesamt wurden 29 Bombenangriffe gegen
Wiener Neustadt geführt, der letzte am 1. April 1945. Von 4.000
Häusern der Stadt waren an diesem Tag nur noch 18 unbeschädigt.
Dem Flugzeugwerk selbst erging es nicht viel besser. |
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| Flugmuseum Aviaticum |
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Das Flugmuseum Aviaticum liegt am Flugplatz Wiener Neustadt/Ost
und zeigt auf 400 m² in einer Halle Exponate und Modelle vor
allem aus der Geschichte des Segelflugs in Österreich. |
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Pischof Autoplan |
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| Das Museum basiert auf der Sammlung von Pionier
Toni Kahlbacher (1914-2004) und Reinhard Keimel ab 1983 für ein
Österreichisches Segelflugmuseum Hundsheim/Spitzerberg, das dort
– 5 km südlich Hainburg an der Donau – nicht realisiert werden
konnte. In Zusammenarbeit mit der Stadt Wiener Neustadt, dem
Land Niederösterreich und der Firma Diamond Aircraft Industries
GmbH ab 1993 wurde es letztlich möglich, 1999 das Aviaticum im
Neubau am Flugplatz Ost zu eröffnen. Das Museum basiert auf der
Privatstiftung Flugmuseum Aviaticum von Kahlbacher und Stadt Wr.
Neustadt und wird von einem Verein betrieben. |
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Lohner Etrich-F "Taube" |
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| 10 frühe Segel- und auch Motorflieger, wie
Etrich-Taube (noch mit drahtabgespannten Tragflächen),
Olympia-Meise und Rhönlerche, ein Hubschrauber mit 7-m-Rotor.
Fallschirme, darunter einer aus China aus der Zeit der
Kulturrevolution, und ein Gasballon aus gummiertem Leinen mit
900 m³ Volumen. Im Jahr 2000 erhielt das Museum eine
flugtechnische und flughistorische Büchersammlung. |
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Messerschmitt BF 109 |
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| Unter anderem sind eine Messerschmitt Bf 109,
eine Meteor FL 54, ein Pischof Autoplan und eine Lohner Etrich-F
Taube zu besichtigen. |
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Briefmarken bei Post.at zum Thema |
| 100
Jahre Flugfeld Wr. Neustadt |
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Man schrieb den 11. Juni 1909,
als der örtliche Stadtrat den
historischen Beschluss fasste: „Zum
Zwecke der Förderung des
mechanischen Flugwesens erbaut die
Stadtgemeinde auf einem der am
Steinfelde an der Wöllerdorferstraße
gelegenen Grundstücke eine
Aeroplan-Halle um den Betrag von
beiläufig 2500 Kronen, stellt die in
dieser Gegend liegenden Grundstücke
zu Flugversuchszwecken den Mietern
der Halle zur Verfügung und
gestattet anderen Interessenten,
ähnliche Hallen zu erbauen.“ Am 17.
November 1909 wurde das Areal
schließlich zum Flugplatz erklärt,
in drei Hangars wurden die ersten
K.u.K. Militärflugzeuge
untergebracht. |
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Erscheinungsdatum: |
|
12.06 2009 |
|
Auflagenhöhe: |
|
250.000 |
|
Druckart: |
|
Offset |
|
Entwurf: |
|
Adolf Tuma |
| Druck: |
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Österreichische
Staatsdruckerei |
| Art: |
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Sonderpostmarke |
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auszugsweise aus |
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| Post.at - Philatelie-Produkte -
von der Marke bis zum Buch |
Alle Briefmarken, die die Post zu
bieten hat.
Und natürlich noch viel mehr. |
| www.post.at/276.php |
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