Wienerwald
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Höhenstraße
Hersteller: unbekannt
Österreich, um 1935
Neu eröffnete Wiener Höhenstraße, 1935
Wienerwald, NÖ./Wien, bewaldeter nordöstl. Ausläufer der Alpen bei Wien, Naherholungsgebiet für Wien. Der nördl. Teil gehört zur Flyschzone ("Sandstein-W.", höchster Gipfel Schöpfl, 893 m), der südl. Teil zu den Kalkvoralpen (Peilstein, 716 m). Begrenzt wird der W. im W von der Großen Tulln und der Traisen, im N von Tullnerfeld, Donau und  Wiener Pforte, im O vom Wiener Becken und im S von Triesting- und Gölsental.
Wienerwald - © E. Gaube, Citype, 2008
Er gibt den westl. und östl. vor ihm liegenden Gebieten die Namen "Viertel ober dem W." (= nö. Mostviertel) und "Viertel unter dem W." (= Industrieviertel). Höchste Erhebungen im W. sind der schon genannte Schöpfl (893 m) sowie Gföhlberg (885 m) und Hoher Lindkogel (834 m); bestimmt wird der W. im wesentl. vom atlantisch geprägten Übergangsklima. Der nordöstl. Teil des W. erstreckt sich über die westl. Wr. Gemeindebezirke ( Wald- und Wiesengürtel). Im N (Flysch-W.) weist der W. zu 77 % Laubwaldbestand (v. a. Buche, Eiche und Hainbuche), im SO (Kalk-W.) zu etwa 46 % Nadelwaldbestand (Fichte, Schwarzkiefer, Tanne und Lärche) auf; an den O-Hängen des W. wächst Wein. Im W. liegen u. a. die Naturschutzgebiete Lainzer Tiergarten und Naturpark Sparbach. Neben den bereits genannten sind Wien und Schwechat ( Helenental) wichtige Flüsse im W. Lange Zeit war der W. Bannwald und landesfürstl. Jagdrevier; in den Jahren 1870-72 rettete J. Schöffel den W. vor der Abholzung.
Wienerwald - © E. Gaube, Citype, 2008

 Heute ist der W. zwar Landschaftsschutzgebiet, aber dennoch durch Zersiedelung und Schadstoffbelastung gefährdet. Durch den W. führen W-Bahn, W-Autobahn (A 1) und das über Alland führende Verbindungsstück zw. W- und S-Autobahn (A 21). Wichtige Orte am und im W. sind u. a. Klosterneuburg, Purkersdorf, Pressbaum, Bad Vöslau, Baden, Gumpoldskirchen, Mödling, Brunn a. Gebirge und Perchtoldsdorf.

Text auszugsweise aus
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Der Wienerwald im Wandel der Jahreszeiten
© Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Im Spätwinter, wenn Mensch und Natur ein heftiges Verlangen nach dem Frühling haben, gibt es ein sehnsüchtiges Warten auf das erste zarte Grün. Bevor aber die Hauptbaumart der Wienerwaldes-die Rotbuche-die letzten braunen Blätter abwirft, stellen sich am Boden die ersten Frühlingsboten ein, nämlich die Schneeglöckchen. Nicht nur-wie ja zu erwarten ist- sind March- und Donauauen übersät mit den zarten Glöckchen, nein, auch manche Gipfelwiese des Wienerwaldes, wie zum Beispiel des Schöpfls, ist es. Dann geht es aber Schlag auf Schlag: Die Buchenblätter drängen ans Licht und verleihen dem Wald einen jugendlichen Zauber; Leberblümchen, Veilchen und als Krönung die zierlichen Akeleien erblühen. Vögel und Waldtiere preisen diese Zeit und gehen geschäftig ihrem Liebeswerben nach. Die Vogelkirsche legt ihr schönstes Blütenkleid an und entzückt das Auge des Wanderers. Die längeren Tage und kürzeren Nächte bringen unmerklich einen stetigen Temperaturanstieg- Das ist die Zeit, wo die Menschen ihre kirchlichen und weltlichen Feste ins Freie verlegen. Viele Feste sind fast nur zur Freude der Einheimischen bestimmt und werden von jung und alt gemäß der Tradition gefeiert.
© Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Das satte Grün der Wiesen und Wälder zeigt den Sommer an. Viele Menschen, vor allem aus der Hauptstadt Wien, suchen und finden Erleichterung von der Sommerhitze im kühlen Wald oder in den Bädern des nach Osten ausklingenden Wienerwaldes. Sommer: Man liegt am Rande einer duftenden Wiese, beobachtet am blauen Himmel die ziehenden weißen Schäfchenwolken, man träumt und wird aus der Stille durch einen Fasanenschrei gerissen. Ende August, Anfang September verabschiedet sich der Hochsommer, und der Herbst schickt seinen ersten Sendboten ins Land. Aber noch gilt es, die Obsternte einzubringen und zur Weinlese zu laden. Dann zieht der Herbst sein farbenprächtiges Kleid an: Die Buchen färben ihre Blätter gelb, orange, rot und braun. Die Lärchen wollen nicht nachstehen und verwandeln kurzfristig die Farbe ihrer Nadeln von Grün in alle warmen Farbschattierungen bis hin zum Rot, bevor die meisten Bäume und Sträucher kahl werden. Dies ist auch das Zeichen, dass der Winter seine Vorboten schickt. Und nicht selten trägt der Wienerwald schon vor Weihnachten sein weißes Kleid, wenn es in Wien noch trist ist.
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In den höheren Lagen des Wienerwaldes tanzen schon die Schneeflocken und hüllen die Landschaft in ihre weiße Pracht. Die Menschen rücken in den Häusern zusammen und feiern Weihnacht und Neujahr. Die Kinder tollen im Schnee, rodeln und kommen arg durchfroren, aber glücklich nach Hause. Zeigt sich dann die Sonne, wird die Zauberpracht besonders beeindruckend-Schnee-und Eiskristalle glitzern um die Wette. Dann beginnt due Zeit des Wartens, bis die Bäche endlich wieder eisfrei und die Wege ohne Schnee sind; und es wächst die Sehnsucht der Menschen, das Wunder des ewigen Kreislaufes der Jahreszeiten im Wienerwald immer wieder zu erleben.
auszugsweise aus
Gerhard Wasshuber; Die Wienerwaldklöster
Viele Menschen betrachten den Wienerwald in erster Linie als die „grüne Lunge“ der Stadt, die – wie kaum eine andere europäische Großstadt – ihren Bewohnern Lebensqualität und Erholungsraum bietet. In diesem Bildband werden nun erstmals Entstehung und Geschichte dieser drei Klöster gemeinsam präsentiert. Dem Autor Gerhard Wasserhuber gelingt es, einen profunden Einblick in das klösterliche Leben im Wienerwald zu vermitteln und die Schönheit der Umgebung im jahreszeitlichen Wechsel festzuhalten. Entstanden ist ein ruhiges, meditatives und zugleich höchst informatives Buch über ein wichtiges Kulturerbe in Niederösterreich, das insbesondere mit der Einweihung des Klosters Klein-Mariazell durch Kardinal Christoph Schönborn im September 2005 wieder verstärkt Beachtung findet.
mit freundlicher Genehmigung
Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
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Die Höhenstraße
Höhenstrasse Wienerwald - © Citype, Gaube
Die Höhenstraße (14 Kilometer lang) liegt im Nordwesten von Wien und gehört zum Wiener Gemeindegebiet. 1905 wurde unter dem Wiener Bürgermeister Dr. Karl Lueger die Schaffung eines Wald und Wiesengürtels in den nordwestlichen Stadtbezirken Wiens beschloßen. Um jedoch dem steigenden privaten Autoverkehr entgegenzukkommen plante man damals die Errichtung deiner Verbindungsstraße zwischen Wien und Niederösterreich. 1932 wurde ein "freiwilliger Arbeitsdienst" ins Leben gerufen, der in der damals politisch und wirtschaftlich schwierigen Zeit, mit dem Bau der Wiener Höhenstraße begonnen hat. Zwischen 1934 und 1937 wurde diese Straße teilweise entlang der alten Zahnradbahntrasse über den Cobenzl - Kahlenberg bis auf den Leopoldsberg fertiggestellt. 1938 wurde noch die Verbindung nach Neuwaldegg geschaffen. Diese Straße ist eine wahre Panormastraße, weil sie bietet an vielen Punkten eine wunderschöne Aussicht über Wien. Typisch für die Höhenstraße ist der Kopfsteinpflasterbelag und die vielen engen Haarnadelkurven, die den Besucher auf die schönsten Aussichtsberge Wiens geleiten. In unmittelbarer Umgebung befinden sich die vielen Heurigengegenden Grinzing - Sievering - Neustift u.v.a. 
Wienerwald Links
Fremdenverkehr Pressbaum
Gemeinde Wienerwald mit Sulz,Sittendorf,Dornbach,Grub,Gruber...
Mountainbike Wienerwald
Sport Verein Wienerwald
wienerwald.net
Burgen, Schlösser und Ruinen im Wienerwald
Ruine Rauhenstein - © Citype, Gaube
Ruine Rauhenstein, Baden
Ruine Arnstein:
Die Burg wurde 1529 von den Türken zerstört, und liegt auf einem nördlichen Ausläufer des Peilsteins. (siehe auch Arnsteinhöhle am Fuße des Burgfelsens).
Ruine Rauhenstein:
Im Helenental geliegene Ruine.
Ruine Rauheneck:
im Helenental von Baden kommend links gelegen.
Burg Kreuzenstein:
Erreichbar über den Bisamberg. Museum mittelalterlicher Kultur.
Dianatempel:
künstliche Ruine im Naturpark Sparbach.
Schloß Wilhelminenberg:
Auf dem von Fürst Gallitzin 1785 erbauten Schloß errichtet.
Burg Greifenstein:
Über den Aufstieg nach Hadersfeld erreichbar, teilweise als Museum eingerichtet.
Schloß Laudon:
das einstige Wasserschloß Hadersdorf, wurde von General Freiherr Gideon Laudon 1775 umgebaut.
Ruine Johannstein:
von den Türken 1638 zerstörte Burg, im Naturpark Sparbach.
Schloß Mon Perou - Schloß Kalksburg:
1795 erbaut, Jesuitengymnasium mit Konvikt seit 1855.
Burgruine Kammerstein:
liegt am Verbindungsweg vom Liesingtal zum Parapluiberg.
Ruine Araburg:
über Kaumberg erreichbar.
Ruine Kellerhütte:
befindet sich im Naturpark Sparbach auf em höchsten Punkt.
Ruine Liechtenstein:
im 12 Jhdt. erbaut, von Mödling aus erreichbar. Heute Austragungsort sommerlicher Festspiele.
Kartause Mauerbach:
Niederösterreichs ältestes Kartäuserkloster. 1313 von Friedrich der Schöne gestiftet.
Burgruine Merkenstein:
am Südhang des hohen Lindkogels, nordöstlich von Pottenstein gelegen: neugotisches Schloß.
Burg Neulengbach:
Im Mittelalter von den Herren von Lengbach erbaut.
Schloß Ochsenburg:
erreichbar über St. Pölten, St. Georgen
Kirchenruine am Pankraziberg:
im südlichen Wienerwald gelegen
Höhlen und Grotten im Wienerwald
Allander Tropfsteinhöhle:
in der Nähe von Alland gelegen, an der Nordseite des Buchberges, elektrisch beleuchtet, Führungen.
Antonsgrotte:
im Helenental, am Fuße des Badner Lindkogels gelegen.
Arnsteinhöhle:
in der Nähe von Raisenmarkt, unmittelbar neben der Burg Arnstein.
Dreidärrischehöhle
liegt auf 541m, am Weg zum Anninger von Gumpoldkirchen aus.
Einödhöhle:
in der Nähe von Pfaffstätten, am Fuße des Pfaffstättner Kogels.
Geoleshöhle:
am Höllenstein gelegen.
Lourdesgrotte:
bei Bisamberg, am Fuße  des Bisamberges.
Maria-Lourdes-Grotte:
liegt auf 268m, in der Nähe von Wördern und Gugging, Wahlfahrtsstätte.
Seegrotte Hinterbrühl:
in der Vorderbrühl bei Mödling.
Diese Grotte beherbergt den größten unterirdischen See Europas. Ursprunglich wurde hier 1840 Gipsvorkommen entdeckt und bis ins 19. Jahrhundert dieser Rohstoff abgebaut. Durch eine Sprengung im Jahre 1912 drang jedoch Wasser in die Stollen ein und beendete so die wirtschaftliche Nutzbarkeit. 1932 wurde jedoch die Wiedereröffnung als Schaubergwerk, nachdem die Grotte vom Likörfabrikant Friedrich Fischer erworben wurde, gefeiert. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Seegrotte von den damaligen Machthabern trockengelegt und das Stollensystem zur Konstruktion von der Henkel He 162, dem ersten Düsenjäger der Welt, verwendet. 1948 wurde die Seegrotte von Eduard Gwozd gepachtet und wieder den Touristen zugänglich gemacht. Seitdem kann man die Grotte besichtigen, und auf dem 6200 qm großen unterirdischen See eine Motorbootrundfahrt machen.
Aussichtswarten im Wienerwald
Franz-Eduard-Matras-Warte:
erreichbar: Schöpfl (893m), Laaben, Klausen Leopoldsdorf
17 m hohe Warte, Rundblick über den Wienerwald, errichtet 1898
Habsburgwarte:
erreichbar: Herrmannskogel (542m), Wien/Kahlenberg
27 m hohe Warte, errichet 1888, Rundblick über Wien und den Wienerwald
Hubertuswarte:
erreichbar: Kaltbründlberg im Lainzer Tiergarten (508m), Wien
steinerne Aussichtswarte mit 122 Stufen, errichtet 1939, Rundblick über den Lainzer Tiergarten
Josefswarte:
erreichbar: Hinterer Föhrenberg (582m), Rodaun, Sulz
11 m hohe Warte, errichtet 1891
Jubiläumswarte:
erreichbar: Eschenkogel 643m (Anninger), Baden, Mödling
25 m hohe Eisenwarte, errichtet 1898 anläßlich dem 50-jährigen Regierungsjubiläums von
Kaiser Franz Josef 1.
Jubiläumswarte:
erreichbar: nahe Satzberg (Ottakring) 449 m, Wien
1. Warte 1899 erbaut, Neuerrichtung 1956, 183 Stufen,  31,11 m hoch
Jubiläumswarte:
erreichbar: Harzberg (466m), Bad Vöslau
22 m hoch
Julienturm:
erreichbar: Höllensteinberg (645 m), Hinterbrühl, Weißenbach
errichtet 1880
Leopold Figl Warte:
erreichbar: Tulbinger Kogel (494 m), Mauerbach, Gablitz
schraubenförmige Betonwarte mit 89 Stufen, schöner Rundblick über den Wienerwald und das Tullnerfeld
Rudolfswarte:
erreichbar: Rudolfshöhe (475m), Purkersdorf
Holzwarte 28.5 m hoch, 127 Stufen
Sittnerwarte:
erreichbar: Hundskogel (431m), südlich Gießhübl
Stefaniewarte:
erreichbar: Kahlenberg, Wien (484 m)
Steinwarte, 1887 errichtet
Troppbergwarte:
erreichbar:Troppberg (542m), Gablitz-Riederberg
1870 erbaute Steinwarte, 1923 erneuert, 1962 durch einen Aufbau erhöht
Wilhelmswarte:
erreichbar: Hochanninger (675m), Mödling, Baden
gemauerte Aussichtswarte
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