A n t i k e
F r ü h m i t t e l a l t e r H o c h m i t t e l a l t e r S p ä t  m i t t e l a l t e r Renaissance B a r o c k  /  A b s o l u t i s m u s R o k o k o K l a s s i z i s m u s B i e d e r m e i e r H i s t o r i s m u s J u g e n d s t i l A r t     D e c o K l a s s i s c h e    M o d e r n e
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F r ü h g e s c h i c h t e Die Kelten und das Königreich Noricum Die Römer in Wien Zerfall des Römischen Reiches   -  Völkerwanderung  -   Christianisierung Die Babenberger und das österreichische "Interregnum" Die Habsburger - Österreichs neue Herren Die österreichisch-ungarische Monarchie 1 .    R e p u b l i k 2 .    W e l t k r i e g 2 .    R e p u b l i k
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Die römische Literatur erfährt ihr (bis 117, Beginn der Kaiserschaft Hadrians, anhaltendes) "Silbernes Zeitalter"
Auf der Grundlage des Markus-Evangeliums und heute nicht mehr bekannter Quellen entstehen das Lukas-, Matthäus- und Johannes-Evangelium.
Lange vorbereiteter Angriffskrieg Roms gegen die Parther beginnt
Die römischen Provinzen werden durch einen angemieteten (nicht-römischen) Soldatenstand terrorisiert.
Caracalla wird durch Brudermord an Geta   Alleinkaiser und Gewaltherrscher in Rom; läßt Tausende seiner Gegner hinrichten
Probus erlaubt ca 100,000 feindlich gestimmten Bastarnern, sich in Thrakien niederzulassen
Alarich marschiert mit seinen Westgoten über die Alpen
Das kämpferisch so starke, aber ohne Königsmacht desorganisierte Hunnenreich beginnt zu zerfallen
Katholikenverfolgung unter König Hunerich im nordafrikanischen Vandalenreich.
Burgunder überqueren die Alpen nach Oberitalien
Die Araber erobern Algerien und Marokko (700)
Karl I. (der Große) führt Papst Leo III. nach Rom zurück, und wird am 25.12. in Rom zum Römischen Kaiser gekrönt.
Die Norweger Eriks des Roten besiedeln die (grüne) Westküste Grönlands
Die Polen fallen in deutsches Reichsgebiet ein und dringen bis an die Saale vor. Die Russen unterwerfen Dorpat
Papst Hadrian IV. krönt Friedrich I. in der Peterskirche zum Kaiser. Aufstand der Römer wird von Friedrich niedergeschlagen.
Richard Löwenherz läßt 3,000 Gefangene umbringen, weil Sultan Saladin den vereinbarten Tribut nicht bezahlt
Das von den Kreuzfahrern eroberte und   geplünderte Konstantinopel wird Hauptstadt des bis 1453 bestehenden lateinischen Kaiserreichs
Das deutsch-sarazenische Heer Friedrichs II. besiegt die Guelfen (lombardischen Städte) in der Schlacht bei Cortenuova
Jerusalem kommt endgültig unter islamische Herrschaft (erst 1517 durch türkische Herrschaft abgelöst). Berlin urkundlich erwähnt.
Portugal erreicht seine heutige Ausdehnung durch Eroberung der Algarve
Siebenter Kreuzzug unter Führung des französischen Königs Ludwig IX. (1270)
Die sich hinschleppende Ausarbeitung des Wiener Friedens von 1276 veranlaßt König Rudolf I., erneut gegen Ottokar II. von Böhmen zu Felde zu ziehen.
Der englische Klerus verweigert König Edward I. jegliche Steuerabgaben
Der Venezianer Marco Polo gerät in genuesische Gefangenschaft und diktiert einem Mitreisenden seine Reiseerlebnisse nach China
In Zürich wird Handwerk zum Lehrberuf mit festgelegter Lehrzeit
Die Pest rafft in England fast die Hälfte der Bevölkerung dahin; es werden Höchstlöhne und Arbeitszwang eingeführt.
Hochblüte der gotischen Plastik. In England wird ein Bettelverbot erlassen
Albanien wird von den Osmanen unterworfen. In Florenz kommt die Familie der Medici an die Macht.
Der byzantinische Kaiser Johannes VIII. tritt, in der Hoffnung, vom Westen Hilfe gegen die Türken zu erhalten, zum katholischen Glauben über
Franzosen siegen bei Formigny über die Engländer und erobern die Normandie zurück. Die Türken zerstören die Niederlassungen Genuas auf der Krim.
In England toben immer noch die Rosenkriege
In Spanien werden die Araber aus Gibraltar vertrieben
Die Buchdruckerkunst Gutenbergs erreicht Venedig
Einführung der Inquisition in Spanien. Bartholomäus Diaz erreicht das Kap der Guten Hoffnung, und weist damit den Seeweg nach Indien.
Die Osmanische Flotte gewinnt Vorherrschaft im Mittelmeer. Martin Luther verfaßt seinen Katechismus.
In Antwerpen wird die international hoch angesehene Börse eröffnet.
Die Engländer halten das europäische Tabakmonopol und führen die Tabaksteuer ein
In Nordamerika werden die inzwischen errichteten "Kolonien" zum Dominium von Neu-England zusammengelegt
Die Doppelbrechung des Lichts in Kalkspat wird entdeckt
In England beginnt die Ära des freien Unternehmertums
Philadelphia wird in Nordamerika gegründet. Den Chinesen gelingt die Eroberung Taiwans. Newton erkennt die Gravitationsgesetze.
China öffnet seine Häfen für ausländische Händler
In Spanien ist die Habsburgische Linie ausgestorben
In Rußland besiegt Peter I. die Schweden und gründet die Peter-und-Paul-Festung und die Stadt St. Petersburg
Englisch-deutsche Truppen besetzen am 4.8. Gibraltar. Der Pferdegespann-Wagen "Landauer" kommt auf.
In England wird die letzte "Hexe" hingerichtet
England erhält Gibraltar
Rußland eröffnet einen Eroberungsfeldzug gegen Persien
In Rußland stirbt Zarin Anna. In Österreich werden die Hexenprozesse und in Preußen die Folter abgeschafft.
Indianeraufstand in Paraguay. Benjamin Franklin erfindet den Blitzableiter.
Der Wasserstoff wird entdeckt. Lambert beweist die Irrationalität der Zahl Pi.
In Frankreich krönt sich Napoleon selbst zum Kaiser und anschließend seine Gemahlin Josephine, nachdem Papst Pius VII. beide gesalbt hatte
Napoleon wird König von Italien. Die englische Flotte erringt einen entscheidenden Sieg bei Trafalgar.
Schweden muß am 17.9. im Frieden von Frederikshamn das bereits im Vorjahr durch die Russen annektierte Finnland an Rußland abtreten
Napoleon rüstet nochmals eiligst auf und wird in verschiedenen Schlachten in Frankreich endgültig besiegt. Stephenson baut die erste Dampflokomotive
Das Streichholz mit Reibzündung wird erfunden. Der 73-jährige La Fayette gründet einen Verein der Menschenrechte
Faraday entdeckt die Elektromagnetische Induktion. Ein Vorläufer der Mähmaschine wird von McCormick erfunden.
Der Gummireifen wird von R.W. Thomson erfunden. Karl Marx wird aus Frankreich ausgewiesen
In Frankreich wird die Republik ausgerufen, König Louis Philippe flieht nach England.
Beginn des Krimkrieges zwischen Rußland und der Türkei. Die USA kaufen Mexiko den Südteil von Arizona ab.
Das erste atlantische Seekabel wird verlegt. Das im Opium-Krieg besiegte China muß den Europäern noch mehr Häfen öffnen.
In den USA erklärt Präsident Lincoln die Sklaverei in den Südstaaten für aufgehoben. Im Laborversuch mißt Foucault die Lichtgeschwindigkeit.
In den USA wird mit der Kapitulation der Südstaaten am 9.4. unter General Robert Edward Lee der Bürgerkrieg durch die Nordstaaten gewonnen
In England wird die Schulpflicht eingeführt und staatlich überwacht
Adolf von Baeyer entdeckt mit der Polykondensation die Grundlagen der späteren Kunststoffchemie.
In Japan wird die allgemeine Wahlpflicht eingeführt
Italien beginnt seine Kolonialpolitik mit der Eroberung Somalias und Eritreas. In Transvaal erleiden die Briten eine Niederlage gegen die Buren.
Die Franzosen annektieren Madagaskar und Annam. Im Sudan erhebt sich der Mahdi Mohammed Achmed gegen die britische Fremdherrschaft
Die 2.Internationale begeht erstmals den 1.Mai als Feiertag und fordert auf der diesjährigen Kundgebung den 8-Std-Tag.
In England wird die Labour Party gegründet
In China wird die Halbinsel Schantung von einem deutschen Geschwader besetzt. Marie Curie entdeckt im Uran das radioaktive Element Radium.
In Mexiko bricht ein Aufstand aus, der unter Pancho Villa zu einem Guerillakrieg wird. Italien beginnt einen Krieg gegen die Türkei und annektiert Tripolis.
Nach 20jährigem Aufenthalt in Südafrika (seit 1894) kehrt der Rechtsanwalt Mahatma Gandhi in seine indische Heimat zurück.
US-Präsident Woodrow Wilson verkündet sein "14-Punkte" Friedensprogramm. In diesem fordert er grundsätzliches Selbstbestimmungsrecht der Völker
In Italien gründet Mussolini die faschistische Partei "Fasci di combattimento"
Nach Lenins Tod gewinnt Josef Stalin in Rußland den Machtkampf um die Nachfolge. Trotzki wird entmachtet und später verbannt.
In Kuba kommt Oberst Batista durch Putsch an die Macht. Die USA und die UdSSR nehmen diplomatische Beziehungen auf. .
Die UdSSR tritt dem Völkerbund bei
Mexiko enteignet britische und amerikanische im Lande operierende Ölgesellschaften
Am 4.2. treffen sich  Churchill, Roosevelt und Stalin in Jalta auf der Krim. Die Amerikaner besetzen Süd- und die Russen Nordkorea.
Die Franzosen erleiden im Indochinakrieg im seit 57 Tagen eingekesselten Dien Bien Phu im äußersten Nordwesten Vietnams eine katastrophale Niederlage
Der Warschauer Pakt wird als Militärbündnis des Ostblocks gegründet. In Argentinien wird Juan Perón vom Militär gestürzt
Eine vom amerikanischen Geheimdienst CIA gesponserte und auch geleitete Invasion Kubas scheitert am 17.4. in der Schweinebucht.
Die Amerikanischen Militäraktionen in Vietnam weiten sich aus
Die drei Großmächte USA, UdSSR und Großbritannien unterzeichnen den Atomwaffensperrvertrag.
Der Vietnam-Krieg weitet sich auf Kambodscha und Laos aus.Weltweite Terroraktionen der Palästinenser.
Die Concorde nimmt den regelmäßigen Linienverkehr auf den Transatlantikstrecken auf.
Bürgerkrieg in Nicaragua gegen das Regime Somoza. Nordindien wird von der größten Flutkatastrophe seit Menschengedenken heimgesucht.
Die NATO beschließt die Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen in Europa. Sowjetische Intervention in Afghanistan
Griechenland erhält die Vollmitgliedschaft in der EG. Israel annektiert die 1967 besetzten Golan-Höhen ..
Michail "Gorbi" Gorbatschow hat mit "Glasnost" und "Perestroika" begonnen, die Sowjetunion radikal zu reformieren.
In Südafrika verkündet Präsident Frederik de Klerk das endgültige Ende der Politik der Apartheid
Nach mehreren durch Kinder verübten Massakern wird in den USA die Diskussion um persönlichen Besitz von Handfeuerwaffen neu entfacht
Wien ist Austragungsort des
Finalspieles der
UEFA EURO 2008
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2200–400 v. Chr.
Ab 400 v. Chr.
Um 100 v. Chr.
15 v. Chr.
Um 15 n. Chr.
Um 100
114
166–180
180
193–235
212
280
313
Um 395–400
400–570
453
482
487/88
6.–8. Jh.
Um 800
984
1030
1155
1192
1198–1230
1204
1237
1244
1251
1258/1276
1278
1296
1298
1304
1338–1350
1358–1365
1421
1438
1450
1461
1462
1469
1485–1490
1529
1531
1624/25
1643
1669/70
1679
1683
1685
1700
1703
1704
1712
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1722
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1814/15
1830
1831
1835–1841
1845
1848
1853
1858
1862
1865
1869–1875
1870–1873
Ab 1872
1873
1881
1883
1890
1893
1898
1911
1914
1918
1919
1924
1933
1934
1938
1939–1945
1945
1954
1955
1961
1965
1968
1970
1976
1978
1979
1981
1987
1992
1998
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Wien, mehr als Sisi, Sachertorte
und Stephansdom
Scrollen Sie sich durch die wechselhafte Geschichte
einer Weltstadt voller Kunst und Kultur.
In unserer Zeittafel haben Sie die Möglichkeit durch anklicken der Lupe direkt ein Pop-up mit Detailinformation zu öffnen.
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Bronzezeit und ältere Eisenzeit: Auf der Stadtterrasse (in der Nähe der heutigen Kirche Maria am Gestade), in Kagran, Leopoldau und Aspern entstehen Siedlungen der Hockergräber-, Hügelgräber- und Urnenfelderkultur
gehört auch der Wiener Raum zur keltischen Welt.
besiedeln die Boier das Wiener Becken; auf dem Leopoldsberg entsteht eine Höhensiedlung.
Die Römer unterwerfen das keltische Königreich Noricum, Österreich wird bis zur Donau römische Provinz.
wird das Legionslager Carnuntum angelegt, bald darauf wird im Zuge der Umorganisation der römischen Provinzen Pannonien bis zum Wiener Wald ausgedehnt.
Das römische Reiterlager Vindobona wird unter Traian ein befestigtes römisches Kastell
Die Legio X Gemina Pia Fidelis zieht in Vindobona ein und bleibt bis um 400 n. Chr. das "Wiener Hausregiment".
Markomannenkriege. Vindobona und Carnuntum werden zerstört
Kaiser Marc Aurel stirbt in Wien. Das zerstörte Lager Vindobona wird wieder aufgebaut.
Blütezeit Wiens unter den Severern.
Kaiser Caracalla erhebt die Zivilsiedlung Vindobona (3. Bezirk) zum Municipium (Stadtrecht).
Kaiser Probus erlaubt wieder den Weinbau in den Provinzen, der im Gebiet von Wien schon lange vor den Kelten betrieben wurde
Mailänder Edikt – das Christentum wird erlaubte Religion. Erste Spuren des Christentums in Wien (Johanneskapelle in Oberlaa).
Nach dem Eindringen der Hunnen in Südrußland drängen germanische Stämme über die Donau. Vindobona wird erneut zerstört und den Markomannen als Siedlungsgebiet zugewiesen. Letzte Erwähnung Vindobonas in der "Notitia dignitatum" (Staatshandbuch der Spätantike).
Völkerwanderung: Wien wird von Wandalen, Ostgoten, Hunnen, Rugiern, Herulern und Langobarden überrannt bzw. besetzt.
Tod Attilas in Wien
Der hl. Severin, "Apostel Noricums", kommt in den Wiener Raum († 482).
Abzug der römischen Zivilbevölkerung nach Italien. Die kelt.-röm. Grundbevölkerung siedelt sich in der Nordostecke des Römerlagers (beim Hohen Markt) an.
Awaren und Slawen lassen sich im Wiener Raum nieder.
Während der Awarenkriege soll Karl der Große in Wien die Peterskirche gegründet haben. Ende des Awarenreiches und bairische Landnahme.
Nach abgewehrten Einfällen von ungarischen Reiterscharen weitet Leopold I. seine Mark bis zum Ostrand des Wienerwalds aus..
Zu "Viennis" muß sich das Heer Kaiser Konrads II. den Ungarn ergeben, Wien wird von den Ungarn eingenommen.
Markgraf Heinrich II. beruft iroschottische Mönche nach Wien, stiftet das Schottenkloster und verlegt im Jahr darauf als Herzog Heinrich II. seine Residenz auf den Platz Am Hof. Ausdehnung Wiens nach Westen.
Der englische König Richard Löwenherz wird in Erdberg gefangengenommen. Der österreichische Anteil am Lösegeld für König Richard wird u. a. für den Ausbau der Stadtmauern verwendet
Herzog Leopold VI. der Glorreiche. "Goldenes Zeitalter Wiens": In diese Zeit fallen zahlreiche Klostergründungen, Stadtrecht (1221), Stapelrecht, Münzstätte, Aufschwung von Handel und Kunst (Reinmar von Hagenau, Walther von der Vogelweide, Niederschrift des Nibelungenliedes, Beginn des zweiten Baues von St. Stephan)
Nennung einer jüdischen Schule und Synagoge; ältestes Ghetto in der Seitenstettengasse.
Im Streit zwischen Kaiser Friedrich II. und Herzog Friedrich II. dem Streitbaren stellt Wien sich auf die Seite des Kaisers und wird freie Reichsstadt.
Wien erhält von Herzog Friedrich II. ein neues Stadtrecht, die Juden einen Schutzbrief.
Der Böhmenkönig Ottokar Przemysl zieht kampflos in Wien ein und verhilft der Stadt zu neuem Aufschwung.
Verheerende Brände vernichten große Teile der Stephanskirche und zwei Drittel der Stadt. Ottokar unterstützt den Wiederaufbau.
Ottokar unterliegt gegen König Rudolf I. von Habsburg, Wien kapituliert und erhält von König Rudolf ein neues Stadtrecht, das die Reichsunmittelbarkeit bestätigt
Herzog Albrecht I. verleiht Wien ein neues Stadtrecht.
Der erste Christkindlmarkt in Wien ist urkundlich nachweisbar.
Als erstes gotisches Großbauprojekt wird der "Albertinische Chor" von St. Stephan begonnen (bis 1340)
Katastrophenjahre für Wien: Heuschreckenplage (1338), Überschwemmungen (1340, 1342), Erdbeben (1348), Hungersnöte, Beulenpest (1349) und ein neuerlicher Stadtbrand (1350)
Herzog Rudolf IV. der Stifter: In seine kurze Regierungszeit fallen u. a. die Überwindung der Wirtschaftskrise nach den vorangegangen Katastrophen, der Baubeginn von Langschiff und Südturm von St. Stephan (vollendet 1433) und die Gründung der Wiener Universität.
Grausamste Judenverfolgung des Mittelalters: Nach peinlichem Verhör werden mehr als 200 Juden in Anwesenheit Herzog Albrechts V. hingerichtet, das Ghetto wird liquidiert.

Mit der Wahl Herzog Albrechts V. zum Deutschen König (Albrecht II.) wird Wien Reichshauptstadt.
Hans Puchspaum beginnt den Bau des Nordturmes von St. Stephan; von ihm stammt auch der Entwurf für die "Spinnerin am Kreuz".
Nach vorübergehender Beilegung des Konflikts verleiht Kaiser Friedrich III. Wien das Wappen mit dem Doppeladler
Wolfgang Holzer, ein Anhänger Erzherzog Albrechts VI. (Gegenspieler Friedrichs III.), wird Wiener Bürgermeister. Friedrich III. wird in der Wiener Burg belagert, Albrecht zieht in Wien ein. Im Jahr darauf wendet sich Holzer gegen Albrecht und wird hingerichtet. Nach Albrechts Tod unterwirft sich Wien Friedrich III.
Wien wird Bischofssitz, St. Stephan wird zur Kathedrale und Leopold Graf Spaur der erste Bischof.
Der Ungarnkönig Matthias Corvinus ist Herr von Wien. Nach Corvinus' Tod erobert Maximilian I. die Stadt zurück
Erste Türkenbelagerung (22.9.–14.10.): Niklas Graf Salm läßt die Vorstädte niederbrennen und organisiert erfolgreich die Verteidigung Wiens.
Beginn des Ausbaues der neuen Stadtbefestigung. Die Türkengefahr im Umland von Wien bleibt bestehen.
Die Juden werden aus der Stadt gewiesen – ein Ghetto entsteht im Unteren Werd. Katholische Ärzte dürfen Protestanten nicht behandeln; protestantische Schulmeister und Prediger müssen die Stadt verlassen.
Das schwedische Heer dringt bis Wien vor, es kommt aber zu keinem ernstlichen Angriff.
Ausweisung der Juden aus der Leopoldstadt (Unterer Werd)
Beginn der großen Pestepidemie; Kaiser, Adel und die reichen Bürger fliehen nach Prag. In Wien fordert der Schwarze Tod mehr als 60.000 Opfer. Abraham a Sancta Clara tritt als Bußprediger auf.
2. Türkenbelagerung: Zwei Monate (Juli bis September) belagert Kara Mustapha die Stadt, die Verteidiger werden von Ernst Rüdiger Graf Starhemberg kommandiert. In höchster Not befreit ein Entsatzheer unter dem Oberbefehl des Polenkönigs Jan Sobieski am 13.9. die Stadt. Die Türken werden in die Flucht geschlagen.
Johannes Diodato eröffnet das erste Wiener Kaffeehaus. Auf dem Platz Am Hof wird die erste Berufsfeuerwehr Europas eingerichtet.
Nach der Überwindung der Schäden, die von der Türkenbelagerung herrührten, setzt für Wien der glanzvolle Aufstieg zu einer Kaiserstadt ein. Prunkvolle Barockbauten formen das Stadtbild des 18. Jahrhunderts
Das "Wienerische Diarium" (seit 1780 "Wiener Zeitung"), die älteste Zeitung der Welt, wird gegründet
Errichtung des Linienwalles zum Schutz der Vorstädte vor den Kuruzen.
Bei der Rückkehr Kaiser Karls VI. von der Krönung in Frankfurt wird die "Pummerin" erstmals geläutet. In die Regierungszeit Karls VI. (bis 1740) fallen u. a. der Bau der Karlskirche, der Geheimen Hofkanzlei, des Belvederes, der Hofbibliothek, des Reichskanzleitraktes und der Winterreitschule.
Erneuter Ausbruch der Pest, die fast 10.000 Opfer fordert.
Wien wird zum Erzbistum erhoben
Nach dem überraschenden Tod von Karl VI. tritt die 24jährige Maria Theresia die Regierung an. In ihre Regierungszeit (bis 1780) fallen zahlreiche Veränderungen in Bereichen der Verwaltung, der Bildung und Wissenschaften, der Rechtspflege, des Theaters und der Architektur.
Einrichtung der "Keuschheitskommission"; Errichtung der Menagerie in Schönbrunn. Wien zählt (unter Einbeziehung der Vorstädte bis zu den Linien) 175.600 Einwohner.
Kaiser Joseph II. gibt den Prater zur allgemeinen Benützung frei. (Der Augarten wird 1775 geöffnet.)
Die "Albertinische Wasserleitung", Wiens erste Trinkwasserleitung, wird fertiggestellt.
13.11.: Napoleon besetzt kampflos Wien und nimmt bis 28.12. in Schönbrunn Quartier.
Mai: Die Franzosen beschießen Wien, die Stadt kapituliert und Napoleon residiert wieder in Schönbrunn. Napoleon wird zwar von Ehg. Karl bei Aspern besiegt, siegt aber in der Schlacht bei Wagram. Vor ihrem Abzug im November sprengen die Franzosen noch die Basteien.
Wiener Kongreß – unter der Regie von Staatskanzler Fürst Wenzel Lothar Metternich ist Wien glanzvoller Mittelpunkt Europas. Im nun folgenden Biedermeier wird das weitgehend unpolitische Bürgertum zum Träger der Kultur.
Eröffnung der Linie Wien – Pest der "Ersten österreichischen Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft". Überschwemmungskatastrophe auf Donau und Donaukanal.
Die Choleraepidemie fordert 20.000 Opfer..
Bau der Kaiser-Ferdinand-Wasserleitung, die die ganze Stadt versorgen kann, und Eröffnung der Kaiser-Ferdinand-Nordbahn von Floridsdorf nach Deutsch-Wagram (1837; erste Dampfeisenbahn Österreichs).
Erste systematisch angelegte Gasbeleuchtung auf Plätzen und in Straßen Wiens.
 
Nach Wirtschaftskrise und Hungersnöten im Jahr zuvor bricht im März die Revolution aus: Pressefreiheit und eine Konstitution werden gewährt, Metternich dankt ab und flieht.  Im Dezember dankt Kaiser Ferdinand ab, der achtzehnjährige Franz Joseph I. übernimmt die Regierung.
Mordanschlag auf Kaiser Franz Joseph I.; zur Erinnerung an das vereitelte Attentat wird die Votivkirche errichtet.
Beginn des Abbruches der Basteien und der Vereinigung der Innenstadt mit den Vorstädten (bis 1865).
Die Eingemeindung der Vorstädte ist abgeschlossen, die Bezirke I–IX werden geschaffen. Wien wird Stadt mit eigenem Statut.
Die Ringstraße wird eröffnet, die meisten Bauvorhaben sind aber noch nicht einmal begonnen. Die erste Pferdetramway Europas führt vom Schottentor nach Hernals.
Die Donau wird vom Kahlenberg bis Fischamend reguliert.
Bau der ersten Wiener Hochquellenleitung (aus dem Schneeberggebiet; 2. Hochquellenleitung 1900–1910)
entstehen die meisten der Monumentalbauten entlang der Ringstraße (bis ca. 1888).
Eröffnung der Wiener Weltausstellung; mit dem Börsenkrach endet die Gründerzeit-Konjunktur. Die Abholzung des Wienerwalds wird verhindert.
Ringtheaterbrand: über 300 Menschenleben sind zu beklagen. Die erste Telefonleitung Wiens wird gebaut.
Die erste Dampftramway Wiens verkehrt zwischen Hietzing und Perchtoldsdorf
Bei der Zweiten Stadterweiterung fallen die Linienwälle, aus den Vororten werden die Bezirke XI–XIX, Wien erreicht dadurch 1 365 000 Einwohner.
Auf dem Kohlmarkt brennt die erste elektrische Straßenbeleuchtung.
Die erste Teilstrecke der Stadtbahn (von Heiligenstadt nach Penzing, dampfbetrieben) wird eröffnet.


Hungerrevolte: Tausende demonstrieren vor dem Rathaus und in Ottakring gegen die Teuerungswelle.
Erster Weltkrieg: Die anfängliche Kriegsbegeisterung weicht bald dem Hunger und der Wohnungsnot.
Am 12. November wird die Republik "Deutsch-Österreich" ausgerufen, Wien wird zur Hauptstadt eines Kleinstaates und ein eigenes Bundesland (1922).
Bei den Gemeinderatswahlen erringen die Sozialdemokraten die Mehrheit und gestalten im "Roten Wien" in den folgenden Jahren eine beispielhafte Kommunalpolitik ("Wiener Schule der Kommunalpolitik"), vor allem in den Bereichen Gesundheit, Sozialwesen, Bildung und Wohnbau.
Die RAVAG (Radio Verkehrs AG) nimmt ihren Sendebetrieb auf.
Nach der "Selbstausschaltung" des Parlaments wird der Republikanische Schutzbund verboten; Bürgermeister Seitz verbietet in Wien auch die Heimwehr. In seiner "Trabrennplatzrede" propagiert Bundeskanzler Dollfuß einen christlich-sozialen Ständestaat unter autoritärer Führung.
Der Konflikt zwischen Sozialdemokraten und dem autoritären Dollfuß-Regime gipfelt im Bürgerkrieg ("Februarkämpfe"). Die Stadtvertretung wird ständestaatlich organisiert, Wien wird zur bundesunmittelbaren Stadt erhoben. Juliputsch: Bundeskanzler Dollfuß wird von Nationalsozialisten ermordet.
März: Adolf Hitler zieht in Wien ein. Oktober: Wien wird Reichsgau. "Groß-Wien" umfaßt 26 Bezirke (97 niederösterreichische Gemeinden miteingeschlossen) und rund 2 Millionen Einwohner. In der "Reichskristallnacht" werden sämtliche jüdische Gotteshäuser (außer dem Stadttempel in der Seitenstettengasse) zerstört
Der Zweite Weltkrieg kostet 200.000 Wiener das Leben. In 52 Luftangriffen (ab April 1944) werden mehr als 21 000 Häuser (21 %), 120 Brücken, 3.700 Gas- und Wasserleitungen sowie die größten Verkehrs- und Industrieanlagen und viele Kulturstätten zerstört.
April: Der Stephansdom brennt! Einmarsch der Roten Armee. Wien wird in vier Besatzungszonen geteilt, der 1. Bezirk ist interalliierte Zone.
Auf Grund des Randgemeindengesetzes wird "Groß-Wien" wieder verkleinert und hat nun 23 Bezirke.
Der Staatsvertrag wird unterzeichnet. Wien ist von der Verwaltung durch die interalliierte Kommandantur befreit. Das erste öffentliche Fernsehprogramm wird ausgestrahlt. Staatsoper und Burgtheater werden wieder eröffnet. Das Amt des Türmers von St. Stephan (seit 1534) wird aufgehoben.
Gipfeltreffen Kennedy–Chruschtschow in Wien. Die Heiligenstädter Brücke wird als letzte der im Krieg zerstörten Brücken wiedereröffnet.
Wien wird Sitz der OPEC, zwei Jahre später Sitz der UNIDO
Der Gemeinderat beschließt den Bau der U-Bahn (begonnen 1969).
Erste Hauptgesprächsrunde der SALT-Konferenz.
Die U-Bahnlinie 4 (Heiligenstadt–Friedensbrücke) wird in Betrieb genommen. Avantgardekünstler besetzen den Schlachthof St. Marx. Einsturz der Reichsbrücke.
Treffen Sadat-Peres in Wien
Breschnjew und Carter unterzeichnen in der Hofburg das SALT-II-Abkommen. Die UNO-City wird eröffnet, Wien wird dritte UN-Hauptstadt.
Stadtrat Nittel wird ermordet – der bislang einzige politische Mord in der 2. Republik. Arabische Terroristen richten in der Synagoge ein Blutbad an. Ein weiteres Blutbad verüben Terroristen 1985 am Flughafen Wien-Schwechat. Nach zehnjähriger Bauzeit wird die Donauinsel, Wiens größtes Naherholungsgebiet, eröffnet.
Das "Austria Center Vienna" wird eröffnet. (Bild: UNO City)
Bei einem Großbrand werden die Redoutensäle der Wiener Hofburg zerstört.
Papst Johannes Paul II. besucht zum dritten Mal Wien. Für ein halbes Jahr ist Wien "EU-Hauptstadt".
Spanien triumphiert im Ernst-Happel-Stadion mit einem 1:0 üder Deutschland. Die Spanier trugen ihren Pokal im Triumphmarsch durchs Stadion, das Oval jubelte und freute sich mit dem gerechten Gewinner der UEFA EURO 2008.