Schönbrunner Tiergarten
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Tiergarten Schönbrunn
Bereits 1570 existierte auf dem Schönbrunner Gelände ein Wildpark. Die Entstehung der Menagerie ist dem Gemahl Maria Theresias, Franz Stephan von Lothringen, zu verdanken. Ihm waren die bestehenden Tiergehege zu klein und er beauftragte den holländischen Hofgärtner Adrian van Steckhoven und Jean Nicolas Jadot de Ville-Issey mit dem Bau einer Menagerie, die nach einjähriger Bauzeit am 31.Juli 1752 vorgestellt wurde. Zentrum der Anlage ist der Pavillon (Bild rechts unten), um den dreizehn Gehege angeordnet wurden.
Oben: Die Giraffe in der Manegerie Schönnbrunn. Stich v. E. Gurk. 1828
Oben links: Manegerie in Schönbrunn. Grundriß v. J. N. Jadot. 2 H. 18. Jh.
Foto: Gaube
Er stellt bis heute das historische Kernstück des Tiergartens dar.   Unter Kaiser Franz II. kam im Jahre 1828 die erste Giraffe nach Wien. Dieses Ereignis beeinflußte sogar Mode und Gesellschaftsleben. Kleidung, Schmuck und viele Gebrauchsartikel fanden unter der Bezeichnung "à la Giraffe" reißenden Absatz. Sogar ein Theaterstück "Die Giraffe in Wien" oder "Alles à la Giraffe" von Adolf Bäuerle wurde im Leopoldstädter Theater aufgeführt.
Impressionen
Bild: Citype - Elena Gaube Bild: Citype - Elena Gaube
Bild: Citype - Elena Gaube Bild: Citype - Elena Gaube
Bild: Citype - Elena Gaube Bild: Citype - Elena Gaube
Bild: Citype - Elena Gaube Bild: Citype - Elena Gaube
Bild: Citype - Elena Gaube Bild: Citype - Elena Gaube
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Zeittafel
1442 Im Stadtgraben von Wien wird der erste „Tiergarten“ eingerichtet (bis 1462).
1542 Auf der Wiener Burgbastei besteht eine kleine Tierhaltung (bis 1574).
1552 Zum ersten Mal ist in Wien ein Elefant zu sehen. Er wird in der im selben Jahr fertig gestellten Menagerie von Schloss Ebersdorf bei Wien (bis 1607) untergebracht.
1564 Auch auf dem Gelände von Schloss Neugebäude (heute Wien-Simmering) wird eine Menagerie errichtet. Ein Teil der Tiere aus Ebersdorf wird dorthin übersiedelt.
1569 Kaiser Maximilian II. kauft die Katterburg, den Vorgängerbau von Schloss Schönbrunn. Ein Jahr später wird auf dem weitläufigen Areal ein Jagd-Tiergarten eingerichtet.
1642 Der Name „Schönbrunn“ ist erstmals urkundlich nachweisbar.
1716 Prinz Eugen gründet eine Menagerie im Park von Schloss Belvedere, die nach seinem Tod zusammen mit dem übrigen Besitz vom Kaiserhaus gekauft wird (1737).
1752 Am 29. Juli führt Kaiser Franz I. Stephan „abermalen“ Besucher durch die schon fast fertig gestellte Menagerie im Schlosspark von Schönbrunn. Da der Text dieser ersten bisher bekannten Erwähnung der Menagerie Schönbrunn vom 31. Juli stammt, gilt dieser Tag als „Geburtstag“ der Menagerie. Die „friedlichen“ Tiere aus den Menagerien bei den Schlössern Neugebäude und Belvedere werden nach Schönbrunn gebracht. Die Menagerie ist zunächst der kaiserlichen Familie vorbehalten und wird zusammen mit den Hofgärten verwaltet.
1759 Als letzter Bauteil der Menagerie der Zentralpavillon fertig gestellt. Er dient als Frühstücks- und Gesellschaftsraum.
1770 In Schönbrunn zieht der erste Elefant ein (ein Indischer Elefant).
1778 Die Menagerie wird zusammen mit Schloss und Park bei freiem Eintritt für die Bevölkerung geöffnet. Sie ist vorerst nur an Sonntagen und für „anständig gekleidete Personen“ zugänglich.
1781 Aus der aufgelassenen Menagerie im Schloss Neugebäude ziehen mit Wölfen und Bären erstmals „Raubtiere“ in Schönbrunn ein.
1799 Vom italienischen Menagerie-Besitzer Albi (Alpi) werden zahlreiche Großtiere angekauft, darunter ein Paar Indischer Elefanten sowie die ersten Eisbären, Großkatzen und Hyänen. Zeitzeugen beschreiben, dass sie Elefantenpaarungen beobachten konnten, sich jedoch in der Folge kein Nachwuchs einstellte.
1803 Erzherzog Johann, ein Bruder von Kaiser Franz II./I., errichtet auf Berghang, der die Menagerie im Süden begrenzt, ein bewirtschaftetes, alpenländisches Bauernhaus, das bald als „Tirolerhof“ bezeichnet wird.
1828 Die erste Giraffe erregt bei den Wienern großes Aufsehen. Das Tierhaus muss für die Unterbringung des „hohen Gastes“ vergrößert und adaptiert werden. Zahlreiche modische Accessoires mit Giraffen-Motiven sorgen für Entzückung in der Damenwelt. Ein Theaterstück und zwei Kompositionen „à la Giraffe“ entstehen. Bis heute hat sich das Rezept der damals entstandenen „Giraffentorte“ erhalten.
1841 Ein neu eingerichtetes Affenhaus, dem wenige Jahre später ein großer, achteckiger Sprungturm angebaut wird (bis 1907), wird zu einer Attraktion für die Besucher.
1848 Die Menagerie übersteht die Revolutionsereignisse einschließlich der Beschießung Wiens durch kaiserliche Truppen unbeschadet.
1858 In Schönbrunn wird erstmals eine Giraffe geboren. Im Pavillon ist seit einigen Jahren eine Papageienschau zu sehen
1865 Die „Inspektion der Menagerie Schönbrunn“ wird von der gemeinsamen Verwaltung mit den Hofgärten gelöst und eine selbstständige „Administration“ des kaiserlichen Hofes unter der Zuständigkeit des Obersthofmeisteramtes.
1884 Beginn groß angelegter Umbauarbeiten, die zur Modernisierung und Vergrößerung der Anlage führen. Sie machen aus der Menagerie bis nach der Jahrhundertwende einen zeitgemäßen zoologischen Garten. Unter anderem werden die fast 4 Meter hohen Trennmauern zwischen den einzelnen Tierabteilungen („Logen“) durch Gitter ersetzt und weite Teile der Umfassungsmauer abgetragen. Zahlreiche Tierhäuser werden modernisiert oder neu errichtet, die Besucher erhalten bessere Zugangsmöglichkeiten, und die technische Infrastruktur wird verbessert.
1906 Am 14. Juli erfolgt in Schönbrunn die weltweit erste Geburt eines in einem zoologischen Garten gezeugten Elefanten
1914 Schönbrunn gehört mit nahezu 3500 Tieren in 717 Arten zu den schönsten und größten Zoos der Welt.
1921 Nachdem nur knapp vierhundert Tiere den Ersten Weltkrieg und die anschließenden Versorgungsengpässe überlebt haben, wird der Tiergarten dem „Ministerium für Handel und Wirtschaft, Industrie und Bauten“ unterstellt und als Staatsbetrieb weitergeführt. Die Wiener fördern im Rahmen einer Hilfsaktion und durch zahlreiche Tier- und Sachspenden den Fortbestand des Tiergartens. Am Tirolerhof wird ein Restaurant eröffnet, das durch einen neu angelegten Weg mit dem Tiergarten verbunden ist.
1926 Fertigstellung von Greifvogel-Volieren am Ententeich, einem europaweit vorbildhaften Bauwerk (unter Direktor Otto Antonius). Im September erfolgt anlässlich der in Wien stattfindenden Konferenz der Direktoren mitteleuropäischer zoologischer Gärten die offizielle Namensänderung von „Menagerie“ auf „Tiergarten“.
1936 Der Tiergarten erhält große Teile des im Osten angrenzenden ehemaligen Kleinen Fasangartens als Ausbaufläche. Die Verbauung des Areals und die Modernisierungsvorhaben im historischen Teil werden jedoch durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Im Pavillon ist eine Dioramenschau über die eiszeitliche Tierwelt Österreichs zu sehen.
1945 Der Tiergarten Schönbrunn wird von zahlreichen Fliegerbomben getroffen. Viele Tierhäuser werden zerstört oder schwer beschädigt. Mehr als tausend Tiere sterben. Nach Kriegsende helfen die sowjetischen und später die britischen Besatzungstruppen beim Wiederaufbau. Der neue Direktor Julius Brachetka setzt die schon unter Otto Antonius begonnene Zusammenarbeit mit den Medien fort. Mit Plakat-Aktionen und Fotowettbewerben werden die Besucher wieder für den Tiergarten begeistert.
1949 Im Zentralpavillon wird ein Restaurant eingerichtet.
1952 Anlässlich des 200jährigen Gründungsjubiläums des Tiergartens wird im Schloss Schönbrunn eine historische Sonderausstellung gezeigt. In den Folgejahren entstehen nach einem Bebauungsplan des Architekten Prof. Michel Engelhart im historischen Bereich eine Reihe neuer Gehege, deren Baustil dem vorhandenen barocken Ambiente angepasst wird. Auch der Ausbaubereich zwischen Affenhaus und Eingang Neptunbrunnen wird in den nächsten 20 Jahren neu bebaut.
1953 Um das Problem des unsachgemäßen Fütterns der Tiere durch die Besucher in den Griff zu bekommen, werden kleine, auf einzelne Tierarten abgestimmte Futtersäckchen verkauft. Ein neuer, leistungsfähigerer Wirtschaftshof soll auch im Tiergarten selbst eine bessere Versorgung der Tiere gewährleisten.
1959 Als letztes Bauprojekt im historischen Bereich wird an der Stelle des durch Bomben beschädigten ehemaligen Straußen- und Reptilienhauses, in dem von 1923-1945 ein Restaurant eingerichtet war, ein neues Aquarien- und Terrarienhaus eröffnet. Es zählt zu den modernsten der Welt.
1961 In Schönbrunn erfolgt die weltweit erste Nachzucht des europäischen Seeadlers.
1969 Der neue Kinderzoo wird seiner Bestimmung übergeben
1976 Gründung der zoopädagogischen Abteilung
1987 Trotz bedeutender Zuchterfolge erreicht die Kritik wegen unzeitgemäßer Tierhaltung in veralteten Gehegen ihren Höhepunkt. Auch die Besucherzahlen sind rückläufig. Ähnlich wie schon nach dem Ersten Weltkrieg werden deshalb Projekte für eine Verlegung oder Schließung des Tiergartens diskutiert.
1991 Der Tiergarten wird unter der Führung einer neu gegründeten Schönbrunner Tiergarten GesmbH aus der Bundesverwaltung entlassen und privatisiert. Dr. Helmut Pechlaner tritt als Geschäftsführer und allein verantwortlicher Direktor mit 1.1.1992 seinen Dienst an.
1992 Der „Verein der Freunde des Tiergartens Schönbrunn“ entsteht. Er wird bald zum unermüdlichen und unentbehrlichen Helfer bei der Verwirklichung vieler Projekte. Auch zahlreiche Spender, Sponsoren und Tierpaten helfen mit, aus Schönbrunn wieder einen modernen und blühenden Tiergarten zu machen.
1993 Dem Tiergarten Schönbrunn wird das im Süden angrenzende Areal des Tirolergartens zur sanften Nutzung übertragen. Da der Baumbestand erhalten bleiben muss, dürfen hier keine Gehege errichtet werden, bei denen Gelände oder Bepflanzung verändert werden.
1994 An der Stelle der inzwischen verfallenen Gebäude wird am Tirolerhof der 1722 erbaute, denkmalgeschützte „Haidachhof“ aus dem Tiroler Brandenbergtal neu aufgebaut. Hier werden nun gefährdete heimische Haustierrassen gepflegt und gezüchtet. Im historischen Teil wird eine neue Großkatzenanlage eröffnet, die den Tieren endlich genug Auslauf ermöglicht. Die Geparde erhalten einen Beutelift. Für die Besucher wird im Inneren der Anlage ein kleiner Kinosaal eingerichtet.
1996 Der Elefantenpark, der zu den modernsten weltweit zählt, kann seiner Bestimmung übergeben werden. Das ehemalige Elefantengehege wird in der Folge von Mandrills und Meerkatzen bewohnt. Die Orang-Utans erhalten durch einen Anbau erstmals einen Außenbereich, in dem sie auch Sonne und Regen erleben können. Im Dezember wird die Gesamtanlage von Schönbrunn von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
1997 Im Tirolergarten wird nach dem architektonischen Vorbild des von Erzherzog Johann errichteten Bauernhauses ein neuer Gasthof errichtet.
1998 Innenrenovierung des Kaiserpavillons. Im Kleinvogelhaus werden zwei für Besucher begehbare Freiflughallen eingerichtet. Die benachbarten ehemaligen Greifvogel-Volieren werden als Gehege für die Erhaltungszucht von Waldrappen und Keas umgewidmet. Der Tiergarten zeigt in der Orangerie des Schlosses Schönbrunn die Ausstellung „4 Millionen Jahre Mensch“.
1999 Im Tiergarten werden die „Wild Republic“ Souvenir-Shops und der neu adaptierte Krokodilpavillon eröffnet. Als erste „Tochter“ der Schönbrunner Tiergarten GmbH entsteht die „Tierärztliche Ordination Tiergarten Schönbrunn “. Sie hat ihren Sitz in der ehemaligen Kammermeierei von Kaiserin Elisabeth südlich des Tirolergartens und steht auch Privatpersonen für ihre Haustiere offen.
2000 Das generalsanierte Aquarien- und Terrarienhaus wird in Betrieb genommen. Es kann nun wieder mit einer zeitgemäßen Haustechnik und neuen Attraktionen wie einem großem Riffbecken oder einem Amazonas-Tunnel aufwarten. Auch Backstage-Führungen durch die normaler Weise nicht zugänglichen Bereiche des Hauses sind nun möglich.
2001 In der umgebauten und erweiterten Flusspferdanlage erhalten die Flusspferde im ehemaligen Besucherbereich vor dem Haus einen großzügigen Auslauf und im Inneren des Hauses ein Badebecken mit einer leistungsfähigen Filteranlage. An Stelle der von 1910 stammenden alten Bergwiederkäueranlage am Hang des Glorietteberges werden neue Gehege für Humboldt- und Felsenpinguine eröffnet.
2002 Der Tiergarten Schönbrunn feiert sein 250jähriges Bestandsjubiläum. Im März ziehen erstmals Koalas in Wien ein. Im Juli wird mit dem „Jubiläumsprojekt“ Regenwaldhaus das bisher aufwendigste Schönbrunner Bauvorhaben eröffnet. Auch neue Gehege für Brillen- und Nasenbären am Hang des Glorietteberges und eine neue Löwenanlage werden in Betrieb genommen. Als Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten zeigt der Tiergarten in Zusammenarbeit mit dem Wiener Naturhistorischen Museum von Mai bis Oktober die Sonderausstellung „Menagerie des Kaisers – Zoo der Wiener. 250 Jahre Tiergarten Schönbrunn“ und bittet am 30. und 31. Juli alle Besucher zu einem großen Geburtstagsfest. Auch ein Jubiläumsbuch erscheint. Die Münze Österreich widmet dem Tiergarten Schönbrunn eine 5 Euro-Silbermünze und die Österreichische Staatsdruckerei einen Sonder-Briefmarkenblock mit Tiermotiven. Bereits zu Ostern findet die Jungfernfahrt des „Schönbrunners“ statt, eines Panoramazuges, mit dem die Besucher seither täglich durch Schlosspark und Tiergarten fahren können.
2003 Als zweiter europäischer Zoo neben Berlin erhält der Tiergarten Schönbrunn von der Volksrepublik China ein Paar Große Pandas. Sie dürfen vorläufig für 10 Jahre in Schönbrunn bleiben. Die Schönbrunner Tiergarten GmbH wird mit der Führung der Marchfeldschlösser Revitalisierungs- und Betriebs GmbH beauftragt. In der Folge werden bei den östlich von Wien gelegenen Schlössern Hof und Niederweiden Gehege eingerichtet, in denen alte Haustierrassen (Schwerpunkt altösterreichische Pferderassen) und ehemals in Mitteleuropa beheimatete Großsäugetiere gepflegt werden. Gegenüber dem Palmenhaus wird im Schönbrunner Schlosspark das ehemalige „Sonnenuhrhaus“, ein weiteres historisches Gewächshaus, zusammen mit der Verwaltung der Österreichischen Bundesgärten als „Wüstenhaus“ betrieben.
Ankunft der Pandas in Wien-Schwechat - Bild aus http://oe3.orf.at
Ankunft der Pandas in Schwechat
Pandas in Wien

Am Freitag, dem 14. März  2003, ist ein junges Pandapärchen aus China in den Tiergarten Schönbrunn übersiedelt. Das Weibchen trägt den offiziellen Namen Yang Yang (Sonnenschein), das Männchen heißt Long Hui (Drachenzeichen).
Die Pandas werden der Republik Österreich von der Volksrepublik China für eine Dauer von zehn Jahren überlassen. Außerhalb Chinas sind lediglich sechs zoologische Gärten in die Zucht- und Forschungsprojekte eingebunden und unterstützen dabei die Aktivitäten der "China Wildlife Conservation Association (CWCA).
aus http://oe3.orf.at
2004 Im Mai wird das modernisierte und umgebaute Polarium eröffnet. Im September erfolgt der Spatenstich für das aktuelle Großprojekt, den Bau einer Asien-Anlage im Bereich des östlichen Einganges in den Tiergarten (Eingang Neptunbrunnen). Die „Tiergarten Schönbrunn Gastronomie GmbH“ entsteht und übernimmt die Bewirtschaftung des Kaiserpavillons sowie anderer nach Ablauf der Pachtverträge frei werdender Gastronomie-Einrichtungen in Tiergarten. Neben zahlreichen Informations- und Unterhaltungsangeboten für große und kleine Besucher wird auch das 10jährige Bestehen des neuen Tirolerhofes gefeiert.
2005 Im Oktober wird im ehemaligen Sumpf- und Stelzvogelhaus im Ausbaubereich, einem Bau aus den 1960er Jahren, das aus privaten Spendengeldern finanzierte Valerie H. Schindler-Insektarium eröffnet. Durch die Unterstützung des Wirtschaftsministeriums und des „Vereins der Freunde des Tiergartens Schönbrunn“ kann mit dem Umbau der ehemaligen Filmstudios an der Maxingstraße ein weiteres Großbauprojekt in Angriff genommen werden. Das im Biedermeier als Glashaus errichtete Gebäude sollte schon vor mehr als 100 Jahren Teil des Tiergartens werden und wird in seinem Erscheinungsbild aus dem späten 19. Jahrhundert revitalisiert werden. Es wird neben einem Dokumentationszentrum und einer Gaststätte in Zukunft auch die Orang-Utan-Gruppe des Tiergartens beherbergen, die hier ein großzügiges Freigehege erhalten wird.
2006 Die Zoologin und Stellvertretende Direktorin des Tiergarten Schönbrunn Dr. Dagmar Schratter tritt mit 1. Jänner 2007 die Nachfolge des in den Ruhestand tretenden Direktors Dr. Helmut Pechlaner an. Damit wird, 255 Jahre nach seiner Gründung, erstmals eine Frau an der Spitze des ältesten Zoos der Welt stehen.
aus www.zoovienna.at
Foto: Gaube Foto: Gaube
Foto: Gaube Foto: Gaube
Öffnungszeiten
Der Tiergarten ist ganzjährig und täglich geöffnet.
Im gesamten Areal des Schloßparkes Schönbrunn und somit auch im Tiergarten ist die Mitnahme von Hunden (abgesehen von ausgebildeten Partnerhunden) nicht erlaubt!
Linktipp:
zoo-e-24.jpg (17223 Byte)
Screenshot
Die Website über den ältesten Tiergarten der Welt bietet neben umfangreichen Informationen auch einen Online Shop
Online seit: 1998
Typ: Information
Sprache: Deutsch, Englisch
Land: Österreich
Anbieter: Schönbrunner Tiergarten
Briefmarken bei Post.at zum Thema
250 Jahre Tiergarten Schönbrunn
Bild: © Post.at
 Im Wiental bei der Katterburg wurde zur Jagd 1570 ein Tiergarten errichtet. Nach den Türkenkriegen stellte der Penzinger Forstmeister Saiz den verwüsteten Tiergarten wieder her. Über Wunsch der Kaiserin Maria Theresia wurde der Park von Schönbrunn ab 1750 nach Entwürfen des Architekten Ferdinand v. Hohenberg neu gestaltet. 1752 ließ ihr Gatte, Franz I., eine im Kreis um einen Pavillon angelegte Menagerie, die ab 1779 frei zugänglich war, einrichten. 1921 schien das Ende des Tiergarten gekommen zu sein. Die Wiener fühlten sich aber mit ihren Tieren in dieser wahrlich schlechten Zeit so verbunden, dass eine Sammelaktion den weiteren Bestand des Zoos sicherte. 1945 wurden alle Tierhäuser durch Fliegerbomben unbrauchbar. Der Wiederaufbau ging schleppend vor sich. Kritik an Tierhaltung in wenige Quadratmeter großen Käfigen und eklatanter Besucherschwund führen 1982 fast zum Zusperren. 1991 gelingt es, den staatlichen Zoo in eine Tiergarten Ges m.b.H. zu verwandeln und den Tierarzt Dr. Helmut Pechlaner, vordem Leiter des Innsbrucker Alpenzoos, als Direktor zu gewinnen. Er konnte seither eine bis dahin unvorstellbare Periode des Aufschwunges bewirken.
Erscheinungsdatum:   3.6 2002
Auflagenhöhe:   420 000
Druckart:   Kombinationsdruck
Entwurf:   Adolf Tuma
Stich::   Wolfgang Seidel
Druck:   Österreichische Staatsdruckerei
Art:   Blockausgabe
auszugsweise aus
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